Konfuzianismus I: Einführung

Konfuzius, Darstellung aus der Tang-Zeit.

Konfuzius, Darstellung aus der Tang-Zeit. (Quelle: via Wikimedia Commons, gemeinfrei)

In China gehört der Konfuzianismus zu den sogenannten drei Lehren (sanjiao). Dazu wird auch der Daoismus und der Buddhismus gezählt, welche die religiöse Landschaft Chinas prägen. Alle drei Lehren werden mal als Religion, mal als Philosophie oder Tradition beschrieben, denn sie entziehen sich dem westlich geprägten Vorstellungen einer Religion. Auch in China selbst gehört der Konfuzianismus nicht zu den fünf offiziell anerkannten Religionen (Buddhismus, Daoismus, Katholizismus, Protestantismus, Islam).

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Das Reformationsjahr – eine Bilanz

Schlosskirche Wittenberg

Die 95 Thesen an der Schlosskirche in Wittenberg.

Das Jahr 2017 steht im Zeichen der Reformation und des Reformators Martin Luther. Die Themen sind breit gefächert, die Veranstaltungen zahllos. Nur die Beteiligung der Religionswissenschaft, die mit ihrer einzigartigen Persepktive einen wertvollen Beitrag leisten könnte, sucht man vergebens.

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Religionen in China

Die sozialistische Volksrepublik China hat sich in seiner Verfassung dem Maoismus und Kommunismus verschrieben. Für Religion ist da üblicherweise kein Platz. Trotzdem lässt China – zugegebenermaßen in engen Grenzen – Religionsgemeinschaften und -ausübung zu. Davon profitieren die traditionell als „drei Lehren“ (sanjiao) bezeichneten buddhisitschen, konfuzianischen und daoistischen Überzeugungen. doch auch das protestantische Christentum, die katholische Kirche Chinas und der Islam erhalten dank ihrer offiziellen Anerkennung als Religionsgemeinschaft regen Zulauf.

Drei Männer symbolisieren Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus.

Drei Männer symbolisieren Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus. (Quelle: Wikimedia Commons, public domain)

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Gülen-Bewegung – Ein Jahr nach dem Putschversuch in der Türkei

Ein Jahr ist der Putschversuch in der Türkei bereits her und noch immer sind viele Fragen zu den Hintergründen ungeklärt. Für die türkische Regierung stand der Drahtzieher jedoch bereits in der Nacht des Putsches fest: Fethullah Gülen. Was hat es mit dem Prediger auf sich, dass er der türkischen Regierung so gefährlich erscheint?

Fethullah Gülen 2016

Fethullah Gülen 2016. (Quelle: public domain via Wikimedia Commons)

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Japanische Neureligionen III: Aum Shinrikyō

Proteste gegen Aum Shinrikyo 2009.

Proteste gegen Aum Shinrikyo 2009. (Quelle: Abasaa via Wikimedia Commons)

1995 war für Japan kein Glücksjahr. Eingeläutet wurde das Jahr von der großen Erdbebenkatastrophe in Kobe (mit einem Ausschlag von 7 Shindō, was bis dahin in Japan noch nie erreicht wurde) mit 4.000 Toten, 15.000 Verletzen und 300.000 Menschen, die durch das Erdbeben und die folgenden Brände obdachlos geworden waren. 1995 war jedoch auch das Jahr, das Japan mit den Folgen eines Giftgasanschlages in der Tokyoter U-Bahn in Atem liegt, durchgeführt von Anhängern einer der neuen Neureligionen: Aum Shinrikyō.

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Japanische Neureligionen II: Tenrikyō

Zentrum der Tenrikyo in Tenri, Nara-Präfektur.

Zentrum der Tenrikyō in Tenri, Nara-Präfektur. (Quelle: Ultratomio via Wikimedia Commons)

Tenrikyō ist eine der bekanntesten Neureligionen Japans und ist ein hervorragendes Beispiel für die Verschmelzung shintoistischer, buddhistischer und christlicher Elemente in einer Gemeinschaft, die sich selbst als Weltreligion sieht. Nach eigenen Angaben hat Tenrikyō weltweit ungefähr vier Millionen Anhänger. Doch das Glück war Tenrikyō nicht immer hold.

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Japanische Neureligionen I: Einführung

Hauptsitz der neuen Neureligion reiyukai in Tokyo.

Hauptsitz der neuen Neureligion Reiyūkai in Tokyo. (Quelle: Rs2141 via Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0)

Japan ist für Religionswissenschaftler ein wahres Eldorado. Nicht nur die verbreiteten Religionen des Shintoismus und Buddhismus bieten sich als spannende Forschungsobjekte an, sondern auch die zahlreichen neuen religiösen Bewegungen. Es lassen sich zwei Wellen der Entstehung von Neureligionen ausmachen: Nach der Öffnung Japans im 19. Jahrhundert entstandene religiöse Bewegungen werden im Japanischen als Neureligionen shinshūkyō bezeichnet. Die sich nach dem Zweiten Weltkrieg herausgebildeten Neureligionen werden in Abgrenzung dazu als neue Neureligionen shinshinshūkyō betitelt.

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Christentum II: Trinitätslehre

Darstellung der Trinität als dreigesichtige Figur.

Darstellung der Trinität als dreigesichtige Figur. (Quelle: via Wikimedia Commons, gemeinfrei)

Es ist eine auffallende Charakteristik des christlichen Monotheismus, welche die Mehrheit der „Christentümer“ gemeinsam haben: die Lehre vom dreifaltigen Gott. Die Trinitätslehre ist ein theologischer Geniestreich, verlässt er doch nie die Grenzen des Monotheismus, vereint jedoch gleichzeitig die Göttlichkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist.

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Christentum I: Grundlagen

Bei Diskussionen über den Islam und die „Islamisierung des Abendlandes“ wird oft vergessen, dass der Westen bereits eine „Christianisierung“ durchlief, der den angeblich notwendigen Schutz einer „jüdisch-christlichen Kultur“ heute erst nötig macht. Ohne ihren Missionsanspruch wäre der Aufstieg des Christentums von einer kleinen jüdischen Sekte zur bis heute zahlenmäßig erfolgreichsten Religion weltweit nicht denkbar. 2,26 Milliarden Menschen richten sich nach christlichen Glaubensgrundsätzen. Doch welche sind das eigentlich?

Verbreitung des Christentums weltweit.

Verbreitung des Christentums weltweit: Katholisches Christentum (violett), Orthodoxes Christentum (rosa), Protestantisches Christentum (blau). (Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei)

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Shintoismus III: Staats-Shinto und Trennung von Religion und Staat

Yasukuni Schrein

Immer wieder ein Streitpunkt im modernen Japan: der Yasukuni-Schrein. (Quelle: David Monniaux, CC-BY-SA 3.0)

Die Verbindung zwischen Staat und Religion fand in Japan im 19. und 20. Jahrhundert in der Etablierung des Staats-Shinto seinen Ausdruck. Die Auflösung dieser Verbindung nach dem Zweiten Weltkrieg und die Etablierung einer strikten Trennung von Religion und Staat führt bis heute zu Konflikten in Gesellschaft und Politik.

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