Kategorie-Archiv: Judentum

Judentum III: Zionismus in Geschichte und Gegenwart

Theodor Herzl

Theodor Herzl. (Quelle: Wikimedia, gemeinfrei)

Die Idee, nach der das jüdische Volk ins Land Israel zurückkehrt, war bei den Juden in der Diaspora immer präsent. Die religiöse Vorstellung einer Rückkehr nach „Zion” wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert vor dem Hintergrund der Herausbildung europäischer Nationalstaaten zu einer politischen Idee mit weitreichenden Konsequenzen. Der Zionismus arbeitete auf die Gründung eines eigenen jüdischen Staates hin. Mit der Staatsgründung Israels 1948 werden jedoch auch religiöse und politische Elemente auf die zionistische Idee zurückgeworfen.

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Judentum II: Jüdische Feste im Jahreslauf

Jüdischer Gemeindekalender von 1831.

Jüdischer Gemeindekalender von 1831. (Tomasz Sienicki, CC-BY-SA 5.0)

Auf den ersten Blick erscheint der jüdische Kalender verwirrend. Monate können mal 29, mal 30 Tage haben, das Jahr 12 aber auch 13 Monate und in 19 Jahren gibt es 7 Schaltjahre. Dafür wandert der Kalender harmonisch abgestimmt auf Jahreszeiten und Mondphasen durchs Jahr. Dadurch haben sich viele der wichtigen jüdischen Feste nicht nur ihren religiösen Kontext, sondern auch ihren landwirtschaftlichen Hintergrund bewahrt.

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Judentum I: Einführung

Thorarolle in Köln. (Quelle: HOWI via Wikimedia Commons, CC-BY-SA 4.0)

Thorarolle in Köln.

In Deutschland leben derzeit ca. 100.000 Juden (Quelle: remid, Stand 2015). Im Fokus jüdischer Themen steht meist der Holocaust, der schätzungsweise sechs Millionen Anhängern dieser Religion das Leben kostete. Doch das jüdische Leben umfasst mehr als nur die lange, wechselvolle Geschichte der ältesten der drei abrahamitischen Religionen. Das Judentum ist eine facettenreiche Religion mit sehr unterschiedlichen Strömungen, denen gemeinsame Glaubensvorstellungen und daraus erwachsene religiöse Praktiken zugrunde liegen.

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Sabbatai Zvi – Jüdischer Messias

Sabbatai Zvi. (Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei)

Sabbatai Zvi.

In der jüdischen Geschichte ist die messianische Heilserwartung tief verwurzelt. Immer wieder gab es Personen und entstanden Bewegungen, welche die Ankunft des Messias verkündeten. Nicht zuletzt das Christentum ist aus dieser Überzeugung hervorgegangen. Die Bewegung des Sabbatianismus sorgte im 17. Jahrhundert für ein ähnliches Erdbeben, welches das Judentum in seinen Grundfesten erschütterte und bis heute nachwirkt.

Der selbst ernannte Messias Sabbatai Zvi versammelte in der Mitte des 17. Jahrhunderts eine Anhängerschaft um sich, die seine Botschaft von der Levante bis nach Mitteleuropa und Großbritannien verbreitete. Tausende bereiteten sich darauf vor, seinem Ruf ins Heilige Land zu folgen, bevor ein Turban den Lauf der Geschichte veränderte.

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Die Ausweisung der Juden aus England 1290

Die Ausweisung der Juden aus Spanien ist wohl die bekannteste Vertreibung dieser religiösen Gemeinschaft, doch es ist bei weitem nicht die einzige in der europäischen Geschichte. Zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert haben mindestens 18 Länder wiederholt dafür gesorgt, dass die jüdische Bevölkerung auswandern musste. Eines dieser Länder war England, welches 1290 ein Ausweisungsedikt erließ und erst 360 Jahre später – wenn auch nicht aufhob so doch zumindest nicht mehr durchsetzte.

Ausweisung von Juden in Europa zwischen 1100 und 1600. (Quelle: Ecelan via Wikimedia Commons, Lizenz CC-BY-SA 3.0)

Ausweisung von Juden in Europa zwischen 1100 und 1600.

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Die Sepharden – das Erbe von al-Andalus

Die Zeit der muslimischen Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel hat nicht nur im christlichen Europa tiefe Spuren hinterlassen. Auch die jüdische Kultur ist bis heute geprägt von „al-Andalus”, wie die sephardische Tradition eindrücklich zeigt.

Migration sephardischer Juden ab dem 15. Jahrhundert. (Quelle: Universal Life via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 3.0)

Migration sephardischer Juden ab dem 15. Jahrhundert.

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Sexualität im Judentum

Tefillin tragende Jüdin betet an der Jerusalemer Klagemauer. (Quelle: Inbalabnl via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 3.0)

Tefillin tragende Jüdin betet an der Jerusalemer Klagemauer.

Das Judentum ist außergewöhnlich offen im Umgang mit Sexualität. Es erachtet sie nicht als menschliche Schwäche, sondern als wichtigen Bestandteil des menschlichen Lebens. Jüdische Sexualität lebt die enge Verbindung von Körper und Seele. Sie kann als geheiligter Akt gelten. Weiterlesen

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Chanukkah – wie Weihnachten, nur ganz anders

Es gibt zurzeit viele Gründe, Kerzen anzuzünden: Bei der Kälte draußen ist es gemütlich und heimelig, am Adventskranz dürfen die Hälfte der Kerzen brennen und am Chanukka-Leuchter sind schon fast alle Kerzen angezündet. Nicht umsonst spielen an Chanukka Lichter eine wichtige Rolle, ist es doch das jüdische Fest der Lichter und erinnert an ein – im wahrsten Sinne des Wortes – leuchtendes Wunder.

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Sukkot und Torahfreudenfest

Der Monat Tischri ist für Juden ein ereignisreicher Monat: Am Beginn wird das neue Jahr begrüßt, gefolgt vom Versöhnungsfest Yom Kippur. Am vergangenen Sonntag ist Sukkot, das Laubhüttenfest, zu Ende gegangen und heute wird mit dem Torahfreudenfest (Simchat Torah) der alte Ein-Jahres-Zyklus der Torah-Lesung in der Synagoge beendet und der neue begonnen.

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Yom Kippur, das jüdische Versöhnungfest

Der jüdische Kalender zeigt heute den 10. Tischri (Tischri ist der erste Monat des jüdischen Kalenders). Das bedeutet es ist Yom Kippur, der „Tag der Sühne“. Neben Rosch ha-Schana, dem Neujahrsfest, ist Yom Kippur der höchste jüdische Feiertag. Beide trennen nur 10 Tage – diese dienen der Bußfertigkeit. Weiterlesen

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