Kategorie-Archiv: Religionen der Menschheit

Christentum I: Grundlagen

Bei Diskussionen über den Islam und die „Islamisierung des Abendlandes“ wird oft vergessen, dass der Westen bereits eine „Christianisierung“ durchlief, der den angeblich notwendigen Schutz einer „jüdisch-christlichen Kultur“ heute erst nötig macht. Ohne ihren Missionsanspruch wäre der Aufstieg des Christentums von einer kleinen jüdischen Sekte zur bis heute zahlenmäßig erfolgreichsten Religion weltweit nicht denkbar. 2,26 Milliarden Menschen richten sich nach christlichen Glaubensgrundsätzen. Doch welche sind das eigentlich?

Verbreitung des Christentums weltweit.

Verbreitung des Christentums weltweit: Katholisches Christentum (violett), Orthodoxes Christentum (rosa), Protestantisches Christentum (blau). (Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei)

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Shintoismus III: Staats-Shinto und Trennung von Religion und Staat

Yasukuni Schrein

Immer wieder ein Streitpunkt im modernen Japan: der Yasukuni-Schrein. (Quelle: David Monniaux, CC-BY-SA 3.0)

Die Verbindung zwischen Staat und Religion fand in Japan im 19. und 20. Jahrhundert in der Etablierung des Staats-Shinto seinen Ausdruck. Die Auflösung dieser Verbindung nach dem Zweiten Weltkrieg und die Etablierung einer strikten Trennung von Religion und Staat führt bis heute zu Konflikten in Gesellschaft und Politik.

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Shintoismus II: Von Göttern, Schreinen und Ritualen

Nusa

Nusa zur kultischen Reinigung. (public domain)

Der Shintoismus versammelt eine Vielzahl spiritueller Praktiken, von denen viele bis in die Frühzeit Japans zurückreichen. Einen Namen erhielten diese Praktiken erst mit dem Auftauchen des Buddhismus in Japan im 6. Jahrhundert unserer Zeit. Im Shintoismus mischt sich Natur- mit Ahnenkult, können Verstorbene ebenso zu Göttern (kami) aufsteigen wie Bäume oder Steine. Eine Myriade von Göttern – im Japanischen spricht man von 800 Myriaden (yaoyorozu) – bevölkern ca. 80.000 Schreine, die sich über ganz Japan verteilen.

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Shintoismus I: Religion in Japan

Japaner im Gebet.

Japaner im Gebet. (Quelle: Kalandrakas, CC-BY-SA 2.0)

Wer die religiöse Landschaft Japans betrachtet, dem wird auffallen, dass sie äußerst vielfältig ist, ohne dass große Weltreligionen wie Christentum und Islam eine bedeutende Rolle spielen. Denn die Show stiehlt eindeutig die besondere, verwobene Beziehung zwischen Shintoismus und Buddhismus.

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Sikhismus I: Entstehung und Geschichte

Sikh-Familie im indischen Agra.

Sikh-Familie im indischen Agra. Die älteren Männer tragen den Turban, die jüngeren den sogenannten „Patka“. (Thomas Schoch, CC-BY-SA 3.0)

Auf Indiens Straßen erkennt man einen orthodoxen Sikh recht einfach am ungeschnittenen Bart und dem farbenfrohen Turban. Doch auch in Europa ist dieser Anblick nicht mehr fremd, denn der Sikhismus hat sich schon längst über die Grenzen seines Entstehungslandes hinaus ausgebreitet. Der Sikhismus fasziniert mit der Synthese hinduistischer und islamischer Elemente, die sich in dieser recht jungen Religion zu einem ganz eigenen Mix verbunden haben.

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Judentum III: Zionismus in Geschichte und Gegenwart

Theodor Herzl

Theodor Herzl. (Quelle: Wikimedia, gemeinfrei)

Die Idee, nach der das jüdische Volk ins Land Israel zurückkehrt, war bei den Juden in der Diaspora immer präsent. Die religiöse Vorstellung einer Rückkehr nach „Zion” wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert vor dem Hintergrund der Herausbildung europäischer Nationalstaaten zu einer politischen Idee mit weitreichenden Konsequenzen. Der Zionismus arbeitete auf die Gründung eines eigenen jüdischen Staates hin. Mit der Staatsgründung Israels 1948 werden jedoch auch religiöse und politische Elemente auf die zionistische Idee zurückgeworfen.

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Judentum II: Jüdische Feste im Jahreslauf

Jüdischer Gemeindekalender von 1831.

Jüdischer Gemeindekalender von 1831. (Tomasz Sienicki, CC-BY-SA 5.0)

Auf den ersten Blick erscheint der jüdische Kalender verwirrend. Monate können mal 29, mal 30 Tage haben, das Jahr 12 aber auch 13 Monate und in 19 Jahren gibt es 7 Schaltjahre. Dafür wandert der Kalender harmonisch abgestimmt auf Jahreszeiten und Mondphasen durchs Jahr. Dadurch haben sich viele der wichtigen jüdischen Feste nicht nur ihren religiösen Kontext, sondern auch ihren landwirtschaftlichen Hintergrund bewahrt.

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Judentum I: Einführung

Thorarolle in Köln. (Quelle: HOWI via Wikimedia Commons, CC-BY-SA 4.0)

Thorarolle in Köln.

In Deutschland leben derzeit ca. 100.000 Juden (Quelle: remid, Stand 2015). Im Fokus jüdischer Themen steht meist der Holocaust, der schätzungsweise sechs Millionen Anhängern dieser Religion das Leben kostete. Doch das jüdische Leben umfasst mehr als nur die lange, wechselvolle Geschichte der ältesten der drei abrahamitischen Religionen. Das Judentum ist eine facettenreiche Religion mit sehr unterschiedlichen Strömungen, denen gemeinsame Glaubensvorstellungen und daraus erwachsene religiöse Praktiken zugrunde liegen.

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Sabbatai Zvi – Jüdischer Messias

Sabbatai Zvi. (Quelle: Wikimedia Commons, gemeinfrei)

Sabbatai Zvi.

In der jüdischen Geschichte ist die messianische Heilserwartung tief verwurzelt. Immer wieder gab es Personen und entstanden Bewegungen, welche die Ankunft des Messias verkündeten. Nicht zuletzt das Christentum ist aus dieser Überzeugung hervorgegangen. Die Bewegung des Sabbatianismus sorgte im 17. Jahrhundert für ein ähnliches Erdbeben, welches das Judentum in seinen Grundfesten erschütterte und bis heute nachwirkt.

Der selbst ernannte Messias Sabbatai Zvi versammelte in der Mitte des 17. Jahrhunderts eine Anhängerschaft um sich, die seine Botschaft von der Levante bis nach Mitteleuropa und Großbritannien verbreitete. Tausende bereiteten sich darauf vor, seinem Ruf ins Heilige Land zu folgen, bevor ein Turban den Lauf der Geschichte veränderte.

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Die Ausweisung der Juden aus England 1290

Die Ausweisung der Juden aus Spanien ist wohl die bekannteste Vertreibung dieser religiösen Gemeinschaft, doch es ist bei weitem nicht die einzige in der europäischen Geschichte. Zwischen dem 12. und 17. Jahrhundert haben mindestens 18 Länder wiederholt dafür gesorgt, dass die jüdische Bevölkerung auswandern musste. Eines dieser Länder war England, welches 1290 ein Ausweisungsedikt erließ und erst 360 Jahre später – wenn auch nicht aufhob so doch zumindest nicht mehr durchsetzte.

Ausweisung von Juden in Europa zwischen 1100 und 1600. (Quelle: Ecelan via Wikimedia Commons, Lizenz CC-BY-SA 3.0)

Ausweisung von Juden in Europa zwischen 1100 und 1600.

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