Gülen-Bewegung – Ein Jahr nach dem Putschversuch in der Türkei

Ein Jahr ist der Putschversuch in der Türkei bereits her und noch immer sind viele Fragen zu den Hintergründen ungeklärt. Für die türkische Regierung stand der Drahtzieher jedoch bereits in der Nacht des Putsches fest: Fethullah Gülen. Was hat es mit dem Prediger auf sich, dass er der türkischen Regierung so gefährlich erscheint?

Fethullah Gülen 2016
Fethullah Gülen 2016. (Quelle: public domain via Wikimedia Commons)

Sexualität im Judentum

Tefillin tragende Jüdin betet an der Jerusalemer Klagemauer. (Quelle: Inbalabnl via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 3.0)
Tefillin tragende Jüdin betet an der Jerusalemer Klagemauer.

Das Judentum ist außergewöhnlich offen im Umgang mit Sexualität. Es erachtet sie nicht als menschliche Schwäche, sondern als wichtigen Bestandteil des menschlichen Lebens. Jüdische Sexualität lebt die enge Verbindung von Körper und Seele. Sie kann als geheiligter Akt gelten.

Samhain – Jahreszeitenfest mit Gruselfaktor

Zu Samhain wurden auch Laternen geschnitzt, zwar nicht aus Kürbis, aber aus Rüben. (Rannphairti anaithnid, via Wikimedia Commons, Lizenz CC-BY-SA 2.0)
Laterne – nicht Kürbis, sondern Rübe.

Der Urahn des heutigen Halloween-Festes war bei weitem nicht so kinderfreundlich und süßigkeitenlastig. Vielmehr markierte Samhain den Beginn der kalten Jahreszeit, die für die Kelten, welche von Landwirtschaft und Viehzucht lebten, die gefährlichste zeit des Jahres bedeutete, die nur mit guter Vorbereitung überstanden werden konnte. Entsprechend kommt dem Fest im keltischen Kalender besondere Bedeutung zu.

Menschliche Fackeln – Selbstverbrennungen in Tibet

Das Bild des jungen Mannes ging um die Welt: Umringt von Flammen lief der 27-jährige Yampa Jeshe durch die Straßen von Neu-Delhi, das Gesicht vor Schmerz verzogen und nach Freiheit für Tibet rufend. Erst nach zwei Minuten verlässt ihn die Kraft zum Weiterrennen und er fällt zu Boden. Umstehenden gelingt es, das Feuer zu löschen, doch Yampa Jeshe stirbt im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Das war 2012. Bis heute hat sich an der Situation in Tibet nichts geändert und so reißen auch die Selbstverbrennungen nicht ab. Erst am 20. Mai hat sich ein Tibeter in der chinesischen Provinz Sichuan wieder verbrannt. Er ist das 140. Opfer in Tibet seit 2009. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Die Bloglandschaft der Religionswissenschaft

Eine Bloglandschaft der Religionswissenschaft – das klingt erst einmal nicht nach sonderlich viel und im Vergleich zu anderen Themengebieten ist die Auswahl an deutschsprachigen Blogs, die sich mit Religionswissenschaft beschäftigen, klein. Doch die meisten Religionswissenschaftsblogger sind dafür schon seit Jahren…

Jemen – Land der Huthi und Zaiditen

Einflussgebiete der Huthi-Rebellen im Jemen (Quelle: GeoEvan via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 3.0 veröffentlicht)
Einflussgebiete der Huthi-Rebellen im Jemen (Stand 2012).

Obwohl die Hauptstadt Sana’a von Rebellen erobert wurde, liest, sieht und hört man wenig in den Medien von den Ereignissen im Jemen. Oftmals werden die Vorgänge dargestellt als eine weitere Auseinandersetzung zwischen Sunniten und Schiiten. Doch zum einen geht es im Jemen nicht um einen Religionsstreit, sondern um politische Vormachtsstellungen. Zum anderen wird außer Acht gelassen, dass es sich beim vorherrschenden Zweig der Schia im Jemen um einen ansonsten nur wenig verbreiteten handelt: die Zaiditen oder auch – jedoch meist abwertend gebraucht – Fünfer-Schiiten.

Die dunkle Seite des FOCUS. Wie aus dem Islam ein Glaube zum Fürchten wurde.

FOCUS Titelblatt
FOCUS Titelblatt

Anfang November, am 03. um genau zu sein, veröffentlichte der FOCUS „Die dunkle Seite des Islam – Acht unbequeme Wahrheiten über die muslimische Religion“. Seither hat der Leitartikel von Michael Klonovsky für Furore gesorgt. Bereits am Veröffentlichungstag nahm Yassin Musharbash für die ZEIT zu den Äußerungen Stellung und entlarvte die ungenügenden Quellen und die wenig journalistische Herangehensweise Klonovskys. Auch einige Tage später bei The European kam der FOCUS nicht viel besser weg, auch wenn Christoph Giesa sich zurückhaltender äußerte als sein ZEIT-Kollege. Dennoch haben mich beide neugierig gemacht, ob der Artikel wirklich so schlecht recherchiert sei. Machen wir es kurz: Ja, ist er. Und doch kann man als regelmäßiger Zeitungsleser und Nachrichtenkonsument nicht umhin, an mancher Stelle zu zweifeln, ob nicht doch ein bisschen Wahres an diesen „acht Wahrheiten“ ist. Deshalb möchte ich – ausgehend von jenen acht Punkten Klonovskys – eine andere Sicht auf den „Glauben zum Fürchten“ aufzeigen.

Den Nahostkonflikt verstehen – eine Übersicht

Neben der Ukraine-Krise und dem Syrienkrieg hat im Sommer auch der Nahe Osten wieder die Schlagzeilen bestimmt. Die Entführung und Tötung dreier jüdischer Jugendlicher hat einmal mehr dazu geführt, dass die Gewalt zwischen Palästinensern und Israelis eskalierte. Die Berichterstattung wiederum…