Kategorie-Archiv: Religion und…

Sexualität im Judentum

Tefillin tragende Jüdin betet an der Jerusalemer Klagemauer. (Quelle: Inbalabnl via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 3.0)

Tefillin tragende Jüdin betet an der Jerusalemer Klagemauer.

Das Judentum ist außergewöhnlich offen im Umgang mit Sexualität. Es erachtet sie nicht als menschliche Schwäche, sondern als wichtigen Bestandteil des menschlichen Lebens. Jüdische Sexualität lebt die enge Verbindung von Körper und Seele. Sie kann als geheiligter Akt gelten. Weiterlesen

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Samhain – Jahreszeitenfest mit Gruselfaktor

Zu Samhain wurden auch Laternen geschnitzt, zwar nicht aus Kürbis, aber aus Rüben. (Rannphairti anaithnid, via Wikimedia Commons, Lizenz CC-BY-SA 2.0)

Laterne – nicht Kürbis, sondern Rübe.

Der Urahn des heutigen Halloween-Festes war bei weitem nicht so kinderfreundlich und süßigkeitenlastig. Vielmehr markierte Samhain den Beginn der kalten Jahreszeit, die für die Kelten, welche von Landwirtschaft und Viehzucht lebten, die gefährlichste zeit des Jahres bedeutete, die nur mit guter Vorbereitung überstanden werden konnte. Entsprechend kommt dem Fest im keltischen Kalender besondere Bedeutung zu. Weiterlesen

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Menschliche Fackeln – Selbstverbrennungen in Tibet

Das Bild des jungen Mannes ging um die Welt: Umringt von Flammen lief der 27-jährige Yampa Jeshe durch die Straßen von Neu-Delhi, das Gesicht vor Schmerz verzogen und nach Freiheit für Tibet rufend. Erst nach zwei Minuten verlässt ihn die Kraft zum Weiterrennen und er fällt zu Boden. Umstehenden gelingt es, das Feuer zu löschen, doch Yampa Jeshe stirbt im Krankenhaus an seinen Verletzungen. Das war 2012. Bis heute hat sich an der Situation in Tibet nichts geändert und so reißen auch die Selbstverbrennungen nicht ab. Erst am 20. Mai hat sich ein Tibeter in der chinesischen Provinz Sichuan wieder verbrannt. Er ist das 140. Opfer in Tibet seit 2009. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

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Kurzmitteilung

Eine Bloglandschaft der Religionswissenschaft – das klingt erst einmal nicht nach sonderlich viel und im Vergleich zu anderen Themengebieten ist die Auswahl an deutschsprachigen Blogs, die sich mit Religionswissenschaft beschäftigen, klein. Doch die meisten Religionswissenschaftsblogger sind dafür schon seit Jahren dabei und behandeln sehr unterschiedliche Themen. Und es kommen neue Blogs hinzu! Wie immer bringen Neuerungen auch frische Impulse und so hat sich „|Marginalien – Religionswissenschaftliche Randbemerkungen“ aufgemacht zu einer Blogschau. Wer bloggt hier eigentlich, und wenn ja, wie viele? Unbedingt vorbeischauen! Religioholic ist auch dabei!

Christen in der israelischen Armee und Politik

Karte Israels und der palästinensischen Gebiete. (Quelle: Sting via Wikimedia Commons unter CC-BY-SA 3.0 Lizenz)

Karte Israels und der palästinensischen Gebiete.

Immer mehr Christen melden sich zum Dienst in der israelischen Armee. Dieses Jahr sind es schon 60, was zugegebenermaßen bei einer Truppenstärke von ca. 170.000 aktiven Soldaten (plus 445.000 Reservisten) verschwindend gering ist, auch weil Christen – ebenso wie Muslime – vom Militärdienst befreit sind. Trotzdem melden sich immer mehr freiwillig, im kommenden Jahr 2015 könnten es bereits 150 sein. Zu verdanken ist diese Entwicklung einem „Forum für die Rekrutierung von Christen“. Das Forum will damit die Integration der Christen in die israelische Gesellschaft unterstützen, denn viele Christen sehen sich immer wieder Diskriminierungen gegenüber, auch weil sie bei der Bürgerregistrierung unter „Araber“ subsumiert werden.

Die Christen, die in der israelischen Armee dienen, wollen ein Zeichen setzen und ihre Solidarität zum Staat Israel zeigen. Doch bei ihren Glaubensbrüdern und -schwestern trifft das nicht unbedingt auf Verständnis. Viele sehen sich als Palästinenser oder wollen aus Protest gegen die Besetzung des Westjordanlandes oder der Ausbreitung jüdischer Siedlungen auf palästinensischem Boden nicht in der Armee dienen.

Nicht nur auf Seiten des Militärs, auch in der Politik kämpfen Christen um mehr integration und Anerkennung in der Gesellschaft. Seit 2013 gibt es dort die Partei „Söhne des Neuen Testaments“ unter Führung von Pater Gabriel Nadaf. Ihr derzeitiges Anliegen ist es, dass die Knesset (das israelische Parlament) den von Nadaf eingebrachten Gesetzesvorschlag verabschiedet. Dieser sieht eine deutlichere Unterscheidung zwischen Christen und Muslimen vor. Christen könnten sich dann als solche in ihrem Pass registrieren lassen und der Weg zur staatlichen Anerkennung als Minderheit würde geebnet. Da letzterer Status auch z. B. den Drusen zukommt, rechnet sich Nadafs Partei gute Chancen aus.

Weder Nadaf noch seine Partei sind jedoch unumstritten und noch bleibt fraglich, wie eine Trennung sich auf die Beziehungen zwischen Christen und Muslimen, aber auch zwischen den verschiedenen christlichen Denominationen auswirkt.

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Jemen – Land der Huthi und Zaiditen

Einflussgebiete der Huthi-Rebellen im Jemen (Quelle: GeoEvan via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 3.0 veröffentlicht)

Einflussgebiete der Huthi-Rebellen im Jemen (Stand 2012).

Obwohl die Hauptstadt Sana’a von Rebellen erobert wurde, liest, sieht und hört man wenig in den Medien von den Ereignissen im Jemen. Oftmals werden die Vorgänge dargestellt als eine weitere Auseinandersetzung zwischen Sunniten und Schiiten. Doch zum einen geht es im Jemen nicht um einen Religionsstreit, sondern um politische Vormachtsstellungen. Zum anderen wird außer Acht gelassen, dass es sich beim vorherrschenden Zweig der Schia im Jemen um einen ansonsten nur wenig verbreiteten handelt: die Zaiditen oder auch – jedoch meist abwertend gebraucht – Fünfer-Schiiten. Weiterlesen

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Staat und Religion – Ebook

Titelbild "Staat und Religion"

Titelbild „Staat und Religion“

Ab sofort ist es soweit: Mein erstes Ebook ist veröffentlicht und ich bin sehr stolz auf das Ergebnis. Es ist äußerst befriedigend zu sehen, wie die viele Recherche, die Stunden des Schreibens und die konstruktive Kritik von Lektoren und Freunden zu einem runden Ganzen führt, dass dann auch noch so hübsch aussieht.

Aus dem Klappentext: Das Verhältnis des deutschen Staates zu den Religionsgemeinschaften in Deutschland ist geprägt von einem Abwägen zwischen den Interessen beider Seiten. Der deutsche Staat verpflichtet sich einerseits zu einer Trennung von Religion, andererseits ist er verantwortlich für ihren Schutz. Dieser Balanceakt wird ermöglicht durch die Bestimmungen des Grundgesetzes und detaillierte Verträge zwischen einzelnen Religionsgemeinschaften und dem Staat. Das vorliegende Buch gibt nicht nur einen Überblick über das deutsche Kooperationsmodell und die religionsrelevanten Aspekte des Grundgesetzes, sondern beleuchtet auch deren Konfliktfelder und die Möglichkeiten religiöser Selbstbestimmung.

Erhältlich ist das Ebook ab sofort für 2,99 € über den Verlag sciebooks genau hier: http://www.sciebooks.de/cms/books/staat-und-religion.

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Die dunkle Seite des FOCUS. Wie aus dem Islam ein Glaube zum Fürchten wurde.

FOCUS Titelblatt

FOCUS Titelblatt

Anfang November, am 03. um genau zu sein, veröffentlichte der FOCUS „Die dunkle Seite des Islam – Acht unbequeme Wahrheiten über die muslimische Religion“. Seither hat der Leitartikel von Michael Klonovsky für Furore gesorgt. Bereits am Veröffentlichungstag nahm Yassin Musharbash für die ZEIT zu den Äußerungen Stellung und entlarvte die ungenügenden Quellen und die wenig journalistische Herangehensweise Klonovskys. Auch einige Tage später bei The European kam der FOCUS nicht viel besser weg, auch wenn Christoph Giesa sich zurückhaltender äußerte als sein ZEIT-Kollege. Dennoch haben mich beide neugierig gemacht, ob der Artikel wirklich so schlecht recherchiert sei. Machen wir es kurz: Ja, ist er. Und doch kann man als regelmäßiger Zeitungsleser und Nachrichtenkonsument nicht umhin, an mancher Stelle zu zweifeln, ob nicht doch ein bisschen Wahres an diesen „acht Wahrheiten“ ist. Deshalb möchte ich – ausgehend von jenen acht Punkten Klonovskys – eine andere Sicht auf den „Glauben zum Fürchten“ aufzeigen. Weiterlesen

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Den Nahostkonflikt verstehen – eine Übersicht

Neben der Ukraine-Krise und dem Syrienkrieg hat im Sommer auch der Nahe Osten wieder die Schlagzeilen bestimmt. Die Entführung und Tötung dreier jüdischer Jugendlicher hat einmal mehr dazu geführt, dass die Gewalt zwischen Palästinensern und Israelis eskalierte. Die Berichterstattung wiederum hat mich dazu gebracht, mich wieder einmal näher mit dem Nahostkonflikt zu beschäftigen und habe festgestellt, dass mir zwar die einzelnen Ereignisse vertraut sind, aber der Überblick über die zeitliche Abfolge fehlt. Nachdem ich mich genügend in Kriegen, Friedensverhandlungen, Anschlägen und Annäherungen verzettelt hatte, habe ich eine zeitlich gegliederte Übersicht in Angriff genommen, die dem Nahostkonflikt von der Balfour-Deklaration 1917 bis zum jüngsten Gaza-Krieg im Sommer 2014 folgt.

Natürlich will ich euch diese Übersicht auf keinen Fall vorenthalten:

Zeitleiste des Nahostkonflikts (Anklicken für größere Ansicht)

Zeitleiste des Nahostkonflikts (Anklicken für größere Ansicht)

Ich hoffe, ihr empfindet sie als ebenso hilfreich wie ich und freue mich riesig auf Rückmeldungen und Anregungen für die Nahostkonfliktzeitleiste 2.0!

Tipp für die papieraffinen Übersichtenausdrucker unter euch: Sucht in euren Druckereinstellungen nach der Einstellung für Posterdruck, dann kann man die Übersicht lesbar auf mehreren Seiten ausdrucken.

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Ist 2014 das Jahr des Bibel-Films?

Der Religion News Service spricht vom „Jahr der Bibel“, US News von einer „Flut religionsbezogener Filme“ und die Washington Times vom „Jahr der Glaubensfilme“. Ist also in Hollywood das Religionsfieber ausgebrochen? Und wenn ja, warum? Weiterlesen

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