Kategorie-Archiv: Wochenrückblick 2013

Wochenrückblick 2013: Woche 34

 Tragen des Kopftuches als Zeichen des Protests, das Verbot von Kopftüchern und weiteren religiösen Symbolen, Proteste von unerwarteter Seite in Myanmar, die spontane Umnutzung religiöser Gebäude durch andere Religionsgruppierungen und mehr… Weiterlesen

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Wochenrückblick 2013: Woche 32 und 33

Illegale Schlachthöfe in Indien, Anschläge in Indonesien und Sri Lanka sowie die erste kirchliche Trauung eines homosexuellen Paares in Deutschland. Weiterlesen

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Wochenrückblick 2013: Woche 31

 Das Verschwinden eines Unterstützers der syrischen Rebellen, ein Messerangriff auf einen indischen Militär, die zukunftig drittgrößte Moschee der Welt und jahrhundertalte Mumien in Chile. Weiterlesen

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Wochenrückblick 2013: Woche 30

Buddhistische Skandale, päpstliche Auslandsreisen sowie Diskussionen über Homosexualität im Katholizismus und Anglikanismus – alles garniert mit einer großartigen muslimischen Animationsserie. Weiterlesen

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Wochenrückblick 2013: Woche 29

  • Katholiken, die dem Papst bei Twitter folgen, erhöhen ihre Chancen auf Vergebung ihrer Sünden. Wie der Vatikan mitteilte, verkürze sich nach der Beichte seiner Sünden die Zeit im Fegefeuer, wenn Gläubige ‚Follower‘ des Papstes seien. Allerdings sei diese moderne Form des Ablasshandels lediglich eine Möglichkeit, die jedoch nicht ohne einen Anteil traditionellen Glaubens auskomme.
  • Eine jüdische Organisation, deren Ziel es ist, jüdisch gläubige Lesben und Schwule zu ‚heilen‘, wurde in den USA nun wegen Verbraucherbetrugs verklagt. Vor kurzem war dies bereits einer ähnlichen Gruppe wiederfahren, die auf christliche Homosexuelle ausgerichtet war. Beiden Vereinigungen wird vorgeworfen mit dem Versprechen Homosexualität zu heilen, gelockt zu haben – Tausende Dollar für etwas, das nach allgemeiner Einschätzung nicht wirkt. Nach Meinung von Experten wird ein Urteil in diesen Fällen trotzdem schwierig, da die Aussicht auf Veränderung der sexuellen Vorlieben von einem unscharfen Begriff von Glauben abhängt.
  • US-Außenminister Kerry hat vergangene Woche in Washington neue Nahost-Friedensgespräche angekündigt. Sowohl mit Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas als auch Israels Präsident Benjamin Netanjahu hatte Kerry Grundlagen dür die Wiederaufnahme von Gesprächen gefunden.  Allerdings bleiben die zentralen Probleme der Stellung Jersualems und die Lage von Flüchtlingen bestehen. In diesen Fragen kann keiner der beiden Gesprächsbereiten abweichen und gleichzeitig seine politische Integrität wahren.
  • Natan Blanc ist in Israel der bekannteste Kriegsdienstverweigerer. Er bringt es mit dem Wechselspiel zwischen Einberufungsbescheid, Weigerung und dem Urteil durch einen Militärrichter, der meist zwischen 10 und 20 Tage Haft verhängt, bereits auf 160 Tage in Haft. Von seinem Vorhaben, keine Waffe in die Hand zu nehmen, kann ihn dies trotzdem nicht abbringen. Von der Gesellschaft, die fest daran glaubt, dass ein Bestehen Israels ohne das Militär nicht möglich ist, wird Blanc äußerst kritisch beäugt. Die wenigen, die den Kriegsdienst verweigern, berufen sich auf körperliche oder seelische Probleme, die ihnen von einem Arzt attestiert werden. Eine offene Weigerung so lang wie Natan Blanc hat bisher noch keiner durchgehalten.
  • In der kleinen französischen Stadt Trappes, in der Nähe von Versailles, ist es am Freitag zu schweren Ausschreitungen gekommen. Grund dafür war die Polizei, die eine junge Muslimin in Vollverschleierung (Niqab) angehalten und anschließend auf die Wache gebracht hatte. Der jungen Frau war dies bereits häufiger passiert, nach ihrer Aussage jedoch noch nie derart respektlos. Aus Protest gegen das polizeiliche Vorgehen versammelte sich vor der Polizeistation eine aufgebrachte Menschenmenge, die von der Polizei unter Anderem mit Tränengas auseinandergetrieben wurde.  Das seit 2011 geltende Verbot der Vollverschleierung hat in Frankreich immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten geführt.
  • Während des Ramadan sendet der britische Fernsehsender Channel 4 den morgendlichen Aufruf zum Gebet um drei Uhr. Damit will man sich auf die positiven Aspekte des Islams konzentrieren, insbesondere nach dem Mord an einem britischen Soldaten in Woolwich. Die Übertragung ist laut Programmchef des Kanals auch als Provokation an jene gedacht, die den Islam nur mit Terrorismus und Extremismus in Verbindung bringen.
  • Im November hatte das Verfassungsgericht in Polen das Schächten von Tieren aus religiösen Gründen dem Tierschutz untergeordnet. Dies hatte ein Verbot des Schächtens zur Folge, welches von einem Gesetzesentwurf der Regierung wieder aufgehoben werden sollte. Der Entwurf wurde jedoch mit 222 Nein- gegen 178 Ja-Stimmen abgelehnt. Die jüdische Gemeinde und Polens Oberrabbiner Michael Schudrich reagierten schockiert, der Präsident des Jüdischen Weltkongresses Ronald Lauder zeigte sich tief enttäuscht.

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Wochenrückblick 2013: Woche 28

In diesem Wochenrückblick wimmelt es nur so vom Katholizismus: der Papst auf Lampedusa und mit neuen Gesetzesentwürfen für den Vatikan, beim Nordirland-Konflikt und in der Diskussion um Abtreibung in Irland. Doch auch über den Geburtstort des historischen Buddha und den Geburtstag des Dalai Lamas gibt es Neuigkeiten. Weiterlesen

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Wochenrückblick 2013: Woche 27

  • Beim Landesarbeitsgericht München hatte eine Mitarbeiterin gegen ihre Entlassung geklagt, weil ihr Arbeitgeber sie aufgefordert hatte bei den Führungen, die sie veranstaltete, zum Kindergeburtstag dem jeweiligen Kind zu gratulieren. Da sie den Zeugen Jehovas angehört, welche keine Geburtstage feiern, weigerte sich die Mitarbeiterin mit Berufung auf ihre Religionsfreiheit nach Art. 4 GG. Das Landesarbeitsgericht entschied nun, dass die Forderung des Arbeitgebers gerechtfertigt war, da das Gratulieren die Mitarbeiterin nur geringfügig in der Ausübung ihrer Religion einschränkte.
  • Nach massiven Protesten mit mindestens zehn Toten wurden in Ägypten der gewählte Präsident Mursi gestürzt und führende Muslimbrüder verhaftet. Als Interimspräsident wurde Adli Mansur, Präsident des Verfassungsgerichts, vereidigt, der unter Mubarak noch stellvertretender Leiter jenes Gerichts war.
  • Papst Johannes Paul II. wird heiliggesprochen. In der vergangenen Woche hat der amtierende Papst Franziskus die entsprechenden Papiere unterzeichnet. 2011 wurde er bereits seliggesprochen und eine Wunderheilung ihm zugeschrieben. Wird er heiliggesprochen, wäre dies eine der schnellsten der Kirchengeschichte.
  • Bei einem Anschlag auf eine Schule im Norden Nigerias sind mindestens 28 Menschen, die meisten davon Schüler, gestorben. Der Anschlag wird den Boko Haram zugeschrieben und als Reaktion auf eine Razzia durch Regierungsbehörden gewertet.
  • Zwei in ihrer Auswirkung geringfügige Detonationen sind in Bodhgaya in Indien explodiert. Es gab zwei verletzte Mönche, aber keine weiteren Verletzten oder Tote.  Es ist nicht bekannt, wer die Zündsätze an dem 2002 zum Weltkulturerbe ernannten Tempelkomplex anbrachte. Der Baum, unter welchem der Buddha  die Erleuchtung erlangt haben soll, blieb unbeschadet.
  • Großbritannien hat den islamistischen Hassprediger Abu Qatada nach jahrelangem Rechtsstreit in sein Heimatland Jordanien abgeschoben. Dort muss er die über ihn verhängte Strafe, lebenslange Haft für die Planung von Terroranschlägen, antreten. Vermutlich wird er in Jordanien jedoch das Urteil anfechten, der daraus resultierende Rechtsstreit könnte sich noch Jahre hinziehen.

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Wochenrückblilck 2013: Woche 26

  • Erste Anzeichen für eine mögliche Kurskorrektur in seiner Tibet-Politik zeigte China nun erstmals, indem bestimmten Klöstern Tibets erlaubt wurde, das Bild des Dalai Lamas als religiösen Führer zu verehren. Dies war bislang verboten und spricht für ein Umdenken in der erfolglosen Tibet-Politik Chinas.
  • Ein Student aus Bahrain wurde von einem Gericht verurteilt, weil er angeblich den König des Golfstaates beleidigt hatte. Auch wenn der Twitter-Account laut Human Rights Watch nicht eindeutig dem 17-Jährigen zugeordnet werden konnte, wurde er zu einem Jahr Gefängnisstrafe verurteilt.
  • Im tadschikischen Parlament wurde in der vergangenen Woche ein Gesetz beschlossen, welches die strenge Gesetzgebung über religiöse Erziehung weiter verschärft. Minderjährigen ist nun die Teilnahme an religiösen Aktivitäten untersagt (Ausnahme sind Beerdigungen), sie dürfen die Familie zum Beispiel nicht in die Moschee oder Kirche begleiten. Den Eltern ist es unter Strafandrohung untersagt, ihren Kindern dies zu erlauben und auch, sie religiös zu unterweisen.
  • Seit 1953 steht auf dem Whitefish Mountain in Montana, USA, eine Jesusstatue mit Skiausrüstung. Die Organisation ‚Freedom from Religion‘ hatte geklagt, dass die religiöse Figur entfernt werden solle. Der zuständige Richter hat der Figur nun eine Aufenthaltsdauer von 10 Jahren zugesprochen, da sie eher weltlichen Fotoshootings diene als Gebete an ihr ausgeführt werden.

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Wochenrückblick 2013: Woche 25

  • In Idaho, USA, hat die Munitionsfirma Jihawg Ammo Projektile hergestellt, die mit einer Farbe überzogen sind, die Schwein enthält. Auf diese Weise können im Fall der Selbstverteidigung Amerikaner auf Islamisten schießen, um sie mit einem Treffer vom späteren Eintritt ins Paradies abzuhalten.
  • Freitag Morgen wurde an der Klagemauer in Jerusalem ein Mann von Sicherheitskräften erschossen. Der Mann soll angeblich auf sie zugestürmt sein mit dem Ausruf „Allahu Akbar!“. Der betreffende Sicherheitsbeamte wird von der Polizei festgehalten wegen Mordverdachts.
  • Bereits seit geraumer Zeit gibt es in Bhutan das Gerücht, Mönche würden sich an jüngeren Novizen oder Mönchen vergehen. Nun haben sich erstmals betroffene Mönche an die Medien gewandt und den Skandal öffentlich gemacht.
  • In einem Basislager in Pakistan, welches für den Aufstieg auf den Nanga Parbat genutzt wird, wurden 10 Menschen von Anhängern der Jundullah, einer Gruppierung, die sich dem Kampf für sunnitische Muslime im Iran verschrieben hat, erschossen.
  • In Tadschikistan wurden religiöse Schulen entdeckt, deren Schüler sich aus entführten Kindern zusammensetzten. Diese wurden in verschiedenen Landesteilen entführt und in zwei Schulen im weiteren Umkreis der Hauptstadt Dushanbe religiös unterrichtet und erzogen. Aufgeflogen waren die Schulen durch einen Augenzeugenbericht. Der Mann hatte die Entführung eines später als vermisst gemeldeten Jungen beobachtet.

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Wochenrückblick 2013: Woche 24

  • Bei einem Ortstermin mit dem Imam der Tauhid-Moschee in Offenbach sind am Montag drei Mitarbeiter des SWR verletzt worden. Sie wurden nach dem Ende des Freitagsgebetes vor der Moschee von mehreren Gläubigen angegriffen, die weitere Kameraufnahmen verhindern wollten.
  • Die Zusammenfassung einer privaten Audienz bei Papst Franziskus ist nun an die Öffentlichkeit gelangt. Darin bestätigte der Papst die Existenz eines Homosexuellen-Netzwerkes, einer „Lobby Gay“. „[… W]ir müssen sehen, was wir tun können“ wird der Papst in diesem Dokument zitiert.
  • Nach seinem Vortrag in Kairo wurden gegen den deutsch-ägyptischen Schriftsteller Hamed Adbdel-Samad Morddrohungen ausgesprochen. Über Facebook und Twitter wurde u. A. ein Bild von ihm verbreitet mit der Überschrift „Wanted Dead“. Die Drohungen stammen aus salafistischen Kreisen und wurden von einem Politiker und einem Professor der Al-Azhar-Universität unterstützt. Abdel-Samad ist untergetaucht.
  • Infolge der gewaltsamen Auseinandersetzungen des letzten Monats hat es in Myanmar (Burma) erste Verurteilungen gegeben. So wurden zehn Muslime mit Haftstrafen bis zu 28 Jahren belegt. Urteile gegen Buddhisten gibt es bislang noch nicht.
  • Als Sieger der Präsidentenwahlen im Iran ging der moderate Geistliche Hassan Rouhani hervor. Er ist ein erfahrener Politiker sowohl in nationalen als auch internationalen Angelegenheiten und wurde von Seiten der ehemaligen Präsidenten Rafsandschani und Chatami unterstützt.

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