Kategorie-Archiv: Wochenrückblick 2012

Wochenrückblick Woche 52

  • In Nigeria gab es zum wiederholten Male einen Anschlag auf eine christliche Kirche. Beim Besuch einer Weihnachtsmesse wurden mindestens sechs Besucher der Kirche erschossen, unter den Opfern befand sich auch der Pfarrer. Danach wurde die Kirche in Brand gesetzt.
  • Bereits im Sommer hatten fundamentalistische Muslime der Rebellengruppe Ansar ad-Din (meist Ansar Dine) muslimische Heiligtümer in der Nähe von Timbuktu zerstört. Nun wurden wieder Teile des Weltkulturerbes in Timbuktu verwüstet, weil in den Mausoleen die dort begrabenen muslimischen Gelehrten verehrt werden. Doch für Ansar ad-Din darf es neben der Verehrung Gottes keine Heiligenverehrung geben.

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Wochenrückblick Woche 51

  • In Pakistan wurde ein Mann wegen Blasphemie von einem Mob verprügelt und dann angezündet. Der Polizei war er zunächst übergeben worden, weil er im Verdacht stand, Koranausgaben verbrannt zu haben. Als die Nachricht sich verbreitete, sammelte sich eine Menschenmenge von 200 Menschen und stürmte das Gefängnis.

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Wochenrückblick Woche 50

  • Der neu herausgegebene Zensus für England und Wales hat in dieser Woche für Aufregung gesorgt. Einige der Ergebnisse waren: ‚Jedi‘ ist die beliebteste alternative Religion, auch wenn sie seit 2001 abgenommen hat; fast ein Viertel der Bevölkerung gab an, keine Religion zu haben – besonders deutlich wurde dies in den Studentenhochburgen. Desweiteren nehmen die bekennenden Christen ab, wohingegen der Islam neue Anhänger gewinnt.
  • In Kopenhagen wurden Juden gewarnt, öffentlich religiöse Symbole zu zeigen. Sowohl der israelische Botschafter als auch die Organisation für die Juden Dänemarks empfahlen, keine jüdischen Symbole, wie die Kippa und den Davidstern, sichtbar zu tragen. Grund sind die Ausschreitungen an der israelischen Botschaft, bei der ca. 20 Demonstranten das Gebäude mit Steinen bewarfen und Feuerwerkskörper abfeuerten.
  • Das Gesetz zur Regelung der Beschneidung hat den deutschen Bundestag passiert. Damit sind Beschneidungen erlaubt, der Eingriff muss jedoch von einem Arzt durchgeführt werden, es sei denn, das Kind ist unter sechs Monate alt, dann darf ein dafür zuständiger religiöser Experte beschneiden. Auch im Ausland wurde die Debatte verfolgt.
  • Ein ägyptischer Blogger wurde für die Beleidigung der Religion zu drei Jahren Haft verurteilt. Auf seiner Facebookseite hatte er religionskritische Videos gepostet und damit gegen einen Absatz der vorläufigen ägyptischen Verfassung verstoßen, wonach kein Prophet beleidigt werden soll.
  • A propos Blasphemie im Netz: In einem Bericht zur „Gedankenfreiheit 2012“ der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union ist von mehr als einem Dutzend Menschen die Rede, die für ihre blasphemischen Aussagen in sozialen Netzwerken verurteilt wurden. Zum Vergleich waren es in den vergangenen drei Jahren lediglich drei Fälle.
  • Der Kardinal Karl Lehmann hat sich für die Hilfe des Bruno-Gmünder-Verlages bedankt, die Urheber von kreuz.net ausfindig zu machen. Zwar ist dies bisher nicht gelungen, doch ist die Seite seit Anfang Dezember offline.

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Wochenrückblick Woche 49

  • Seit dem 03.12. hat Papst Benedikt XVI. einen eigenen Twitter-Account. Ab dem 12.12. plant der Pontifex Gläubigen und Neugierigen Fragen zum Glauben zu beantworten. Der Twitter-Account ist Teil der Bestrebungen des Vatikans sein Internetprofil zu schärfen.
  • Nach dem knappen ‚Nein‘ zu weiblichen Bischöfen in der anglikanischen Kirche, gibt es nun Bestrebungen, die Thematik erneut auf der Synode nächstes Jahr im Juli aufzugreifen.

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Wochenrückblick Woche 48

  • Der Präsident von Zimbabwe, Robert Mugabe, bezeichnete die Pfingstbewegung als „falsche Propheten“. Die tradtitionellen christlichen Bewegungen würden ihre von Jesus zugedachte Rolle erfüllen, die Pfingstler sollten ihre Leistungen unter Beweis stellen, indem sie Lösungen für Probleme wie AIDS und Cholera finden. Auf welche der zahlreichen Pfingstbewegungen der Katholik Mugabe seine Aussage bezieht, hat er nicht näher definiert.
  • Sieben Christen wurden wegen ihrer Beteiligung an der Produktion des Films „Die Unschuld der Muslime“ in Ägypten zum Tode verurteilt. Den in ihrer Abwesenheit Verurteilten wird die Beleidigung des Islams vorgeworfen. Das Urteil soll am 29. Januar verkündet werden, vorher muss der ägyptische Großmufti cAli Gumca dem Urteil noch zustimmen.
  • Vergangene Woche hat der erste Autor der umstrittenen Seite kreuz.net den Stift niedergelegt. Nachdem er zunächst jede Verantwortung für längere Beiträge abgelehnt hatte, gibt er nun zu, nicht nur Kommentare gepostet zu haben. Als Konsequenz trat der katholische Priester nun von seinem Amt als Sprecher des Netzwerks katholischer Priester zurück.
  • Seit Sonntag, dem 02.12., ist kreuz.net vom Netz gegangen. Es ist noch unbekannt, ob dies an einem technischen Fehler liegt oder absichtlich geschah.
  • Nach der brutalen Regierungsoffensive von Seiten Sri Lankas gegen die LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam oder Tamil Tigers) 2009, regt sich erneut der Widerstand der Tamilen. Bei der Demonstration in Jaffna wurden mindestens 20 Menschen verletzt.

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Wochenrückblick Woche 47

  • In der Church of England wird es auch weiterhin keine weiblichen Bischöfe geben. Eine Abstimmung zu diesem Thema ging deutlich knapp aus: 6 Stimmen fehlten zur Zweidrittel-Mehrheit in allen drei Gruppen der Synode. Damit wird es auch weiterhin in der britischen Mutterkirche zwar Pastorinnen, aber keine Bischöfinnen geben – im Gegensatz zu seinen australischen, neuseeländischen, kanadischen und US-amerikanischen Zweigen.
  • Die junge Pakistanerin, welche der Blasphemie angeklagt war, wurde nun freigesprochen. In ihrem Besitz hatte man beschädigte Seiten des Korans gefunden, die sie selbst verbrannt haben soll. Dies konnte ihr nicht nachgewiesen werden, vielmehr verdichten sich die Hinweise darauf, dass der sie anzeigende Imam dem christlichen Mädchen die Seiten unterschob.
  • Um gegen den radikalen Islam in Tadschikistan vorzugehen, hat die dortige Regierungen bestimmt, dass Bärte von Männern nicht länger als eine Faust sein dürfen. Regierungsmitarbeitern ist das Tragen von Bärten schon seit längerem verboten.
  • Am 22.11. hat es in der Nähe von Islamabad, Pakistan, einen Selbstmordanschlag gegeben. Dabei kamen mindestens 23 Menschen um, 30 weitere wurden verletzt. Die Opfer gehörten zur schiitischen Minderheit Pakistans. Zu dem Anschlag bekannten sich die Taliban.
  • Am 24.11. – im islamischen Kalender der 10. Muharram – begehen schiitische Muslime das Ashura-Fest. Es dient dem Gedenken an die Schlacht von Kerbela (680 n. u. Z/ 61 nach der Hidschra) und den Tod von Husain, dem Enkel des Propheten. Zu diesen kriegerischen Auseinandersetzungen war es aufgrund von Streitereien zwischen Sunniten und Schiiten über die Nachfolge des Propheten gekommen.

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Wochenrückblick Woche 46

  • Nachdem der Verlag Bruno Gmündner eine Prämie für Informationen über die Betreiber von kreuz.net ausgesetzt hat, ist nun zumindest ein Verfasser der homophoben Seite bekannt. Der Pfarrer Hendrik Jolie will aber an den extremen Aussagen, wie der Verunglimpfung des verstorbenen Dirk Bach, nicht beteiligt gewesen sein.
  • Pläne für die Errichtung der größten Moschee der Welt in Indien stehen auf der Kippe: wegen eines Haares. Der Sunnit Kanthapuram A. P. Abu Bakr Musliyar behauptet, im Besitz eines Haares des Propheten zu sein und möchte die Möglichkeit bieten, dass Gläubige in der neuen Moschee dieses Haar als Reliquie verehren können. Andere Sunniten behaupten nun, Abu Bakr wolle nur Profit aus den Gläubigen schlagen und das Haar sei gefälscht.

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Wochenrückblick Woche 45

  • Am Samstag wurden in Hamm ein Hindupriester und seine Familie überfallen und ausgeraubt. Die fünf Täter zwangen den Priester ebenfalls, den hinduistischen Tempel zu öffnen. Drei der Opfer wurden dabei verletzt. Es entstand erheblicher Sachschaden.
  • In der Nacht zum 10.11. wurden in Greifswald sogenannte Stolpersteine aus dem Gehweg gebrochen. Die Steine erinnern an Opfer des Nationalsozialismus. Anfang November wird insbesondere den Leidtragenden der Reichspogromnacht (Nacht vom 9. auf den 10. November 1938) gedacht.
  • Am Samstag sind in München zahlreiche Menschen gegen Pro Deutschland und für ein Islam-Zentrum, das in der Stadt entstehen soll, auf die Straße gegangen.
  • Der Produzent des islamfeindlichen Videos „Die Unschuld der Muslime“ hat damit gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen und muss nun für ein Jahr ins Gefängnis.

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Wochenrückblick Woche 43 und 44

  • Nach islamischem Kalender ist der Haddsch-Monat zu Ende gegangen. Traditionell ist dies der Monat der großen Pilgerreise nach Mekka. Der Monat endet mit dem Opferfest, bei dem mit der Opferung eines Tieres der Bereitschaft Abrahams gedacht wird, seinen eigenen Sohn Gott zu opfern.
  • Für die Besucher einer Moschee in Maymana, in der afghanischen Provinz Faryab, wurde das Opferfest nicht das fröhliche Feiern, auf das sie sich gefreut hatten. Beim Verlassen der Moschee nach den Gebeten zündete ein Selbstmordattentäter eine Bombe, riss über 40 Menschen mit sich in den Tod und verletzte über 50 weitere.
  • Auch in Nigeria gab es einen Selbstmordanschlag. Dort allerdings in einer christlichen Kirche. Dabei starben 7 Menschen, es gab über 100 Verletzte. Bekannt hatte sich zu diesem und vorhergehenden Anschlägen Boko Haram.
  • Nachdem sich die Lage für die Rohingya in Birma zwischenzeitlich beruhigt hatte, sind die Verfolgungen wieder aufgeflammt. Menschenrechtsorganisaitonen, darunter Human Rights Watch, fordern die Regierung auf, aktiv etwas zum Schutz der muslimischen Minderheit zu unternehmen.
  • Das Zweite Vatikanische Konzil wurde vor 50 Jahren einberufen. Es war 1962 von Papst Johannes XXIII. organisiert worden, um die Kirche zu erneuern. Es dauerte an bis 1965 und beschloss den engeren Dialog mit Andersgläubigen, sprach sich explizit gegen Antisemitismus aus und erkannte die Religionsfreiheit rechtstaatlicher Ordnungen an.
  • Die ägyptischen Kopten haben ihr neues Oberhaupt gewählt. Drei Endkandidaten gab es nach der Wahl der Gläubigen, der 60-Jährige Tawadros wurde per Los bestimmt und ist nun das 118. Oberhaupt der Kopten.

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Wochenrückblick Woche 42

  • In Bhutan sollen für sechs Monate keine religiösen Zeremonien durchgeführt werden. Damit soll im Vorfeld der Wahlen im Juni 2013 gezeigt werden, dass die Religion der Politik untergeordnet wird.

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