Wochenrückblick 2013: Woche 43

 Diese Woche gibt es neue Erkenntnisse zum Bischof von Limburg; ihr erfahrt, was Ende des Jahres mit Religionsgemeinschaften in Kasachstan passiert; es geht um das Ergebnis eines Frauenaktionstages in Saudi-Arabien; sowie Neuigkeiten aus Thailand und Ägypten.

  • Papst Franziskus hat den Bischof von Limburg, Tebartz-van Elst, in Rom zur Audienz empfangen und entschieden, ihn nicht zu entlassen. Auch einen Rücktritt hat der Papst ihm wohl nicht nahegelegt. Stattdessen wurde ihm eine Auszeit verordnet, unter der Voraussetzung, dass Tebartz-van Elst ein Generalvikar an die Seite gestellt wird, dessen Aufgabenbereich weiter gefasst ist als üblich. Er soll das Handeln des Bischofs kontrollieren und ihn zum Umdenken bringen. Da die Vorwürfe zu Verstößen gegen das Kirchenrecht bei den baulichen Vorhaben noch untersucht werden, besteht nach wie vor die Möglichkeit, dass die Entscheidung des Papstes revidiert wird. Auch im Ausland wird der Fall des Limburger Bischofs, der in englischen Zeitungen als ‚Bishop Bling-Bling‘ bezeichnet wird, mit Interesse verfolgt.
  • In Kasachstan werden zum Ende des Jahres 2013 alle nicht registrierten religiösen Konfessionsverbände aufgelöst, wie die kasachische Behörde für Religion verlauten ließ. Bereits bis zum Oktober 2012 hatten sich alle Religionsgemeinschaften neu registrieren lassen müssen. Jedoch wurden nicht alle Registrierungen angenommen, 1463 abgelehnte Fälle wurden seitdem bearbeitet und über die Auflösung der zugehörigen Gemeinschaften entschieden. Die Neu-Registrierung reduzierte die Zahl der Religionsgemeinschaften auf 3088, die von offizieller Seite zugeordneten Konfessionen sanken von 46 auf 17.
  • Im Anschluss an einen Hochzeitsgottesdienstes in der Kirche der Jungfrau Maria (al-Mucallaqa, die Hängende genannt) in Kairo haben zwei Unbekannte auf einem Motorrad auf die Hochzeitsgesellschaft geschossen. Dabei starben insgesamt vier Menschen, darunter enge Verwandte des Brautpaares, über 17 weitere Personen wurden verletzt. Hinter dem Anschlag werden Islamisten vermutet, deren Gewalttaten seit dem Verbot der Muslimbrüder immer wieder gegen Kopten gerichtet waren. Grund dafür ist, dass die Mehrheit der Kopten den Sturz von Präsident Mursi begrüßt und unterstützt hatten. Seitdem wurden sie als Sündenbock Ziel islamistischer Gewalttaten.
  • In Saudi-Arabien hatten Fraueninitiativen gestern im ganzen Land zu einem Aktionstag gegen das Fahrverbot für Frauen aufgerufen. Frauen hatten sich trotz Warnung der Polizei, die ein strenges Vorgehen gegen die Protestantinnen angekündigt hatte, hinter das Steuer gesetzt und Videos davon auf You Tube hochgeladen. Die Aktion musste jedoch aufgrund des Drucks von Seiten der Behörden abgebrochen werden und wurde verschoben, bislang ohne einen neuen Termin zu benennen.

 

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