Jahresrückblick 2013: März – Papstwahl

Nach vier erfolglosen Durchgängen steigt am 13. März der heiß ersehnte weiße Rauch vom Schornstein der Sixtinischen Kappelle auf. Unter den Wartenden auf dem Petersplatz bricht spontaner Jubel aus. Der Mann, der in Papstgewändern kurz darauf die Loggia über dem Eingang des Petersdoms betritt, ist der 76-jährige Jorge Maria Bergoglio.

Papst Franziskus

Papst Franziskus (Quelle: presidencia.gov.ar [CC-BY-SA-2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0)], via Wikimedia Commons)

Bereits beim Konklave 2005 stand sein Name auf der Liste der möglichen Nachfolger Johannes Pauls II. Doch auch wenn sein Name für dieses Konklave auch im Spiel war, galt er aufgrund seines Alters und seiner Gesundheit als Außenseiter unter den Favoriten. Trotzdem hatten sich die Kardinäle überraschend schnell auf ihn geeinigt – bereits am zweiten Tag des Konklaves und im gerade einmal fünften Wahlgang.

Der neue Papst wählte den Namen Franziskus und folgt seitdem seinem großen Vorbild Franziskus von Assisi, predigt Barmherzigkeit, reformiert die Vatikanbank und ist ein Bild der Bescheidenheit. Keine roten Schuhe, kein prachtvolles Goldkreuz, er wohnt noch immer im Gästehaus und läuft jeden Morgen mit seiner abgewetzten Aktentasche zum Apostolischen Palast.

Bergoglios italienische Eltern wanderten nach Argentinien aus, wo Jorge Maria 1936 geboren wurde und aufwuchs. 1998 wurde er Erzbischof von Buenos Aires und 2001 von Papst Johannes Paul II. zum Kardinal ernannt. In seinen religiösen Einstellungen ist er sehr konservativ: er spricht sich gegen die Abtreibung aus und hat versucht, die Legalisierung der Homo-Ehe in Argentinien aufzuhalten.

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