Wochenrückblick 2013: Woche 51 und 52

Zum letzten Mal für 2013, trotzdem voll gepackt und weit gefächert von Stonehenge in Großbritannien, über Rumänien bis nach Afrika.

  • Am 18. Dezember wurde in Stonehenge ein neues Besucherzentrum eröffnet. Da am darauffolgenden Wochenende auch Wintersonnenwende war, wurden neuzeitliche Druiden bereits aus zwei Gründen angelockt: Zum einen, um im Steinkreis die Sonnenwende zu feiern und zum anderen, um gegen eben jenes Besucherzentrum zu protestieren. Zwar ist der Neubau durch Größe und Lage deutlich besser geeignet, um die Besucherströme zu kanalisieren, doch werden in der Ausstellung auch Knochen aus der Jungsteinzeit gezeigt. Diese sind der Anlass für die Empörung der Druiden.
  • Im Mai dieses Jahres wurde in Großbritannien der Soldat Lee Rigby auf offener Straße von zwei Männern getötet. Die beiden hatten Rigby zunächst mit dem Auto überfahren und danach mit Messern auf ihn eingestochen. Nun hat ein Londoner Geschworenengericht die beiden schuldig gesprochen. Wie hoch das Strafmaß ausfällt, bleibt noch abzuwarten und wird sich eventuell erst im neuen Jahr entscheiden. Doch drohen den beiden lebenslange Haftstrafen.
  • Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Den Haag hat einem Häftling in Rumänien Recht zugesprochen, welcher den rumänischen Staat verklagt hatte. Er war während seiner Haft zum Buddhismus konvertiert und bestand danach auf einer entsprechenden vegetarischen Verpflegung. Dies wurde mit der Begründung abgelehnt, dass eine solche Verpflegung zu teuer würde und andere Insassen animiert würden, für besseres Essen zu konvertieren. Der Gerichtshof erkennt die finanziellen Einschnitte bei einer solchen Extrabehandlung, fordert Rumänien aber auf, eine Balance zwischen ihren eigenen Interessen und denen der Insassen zu finden. Der rumänische Staat hat nun drei Monate Zeit, um die Entscheidung anzufechten.
  • Die Zentralafrikanische Republik hat nach dem Sturz des Präsidenten Bozizé im März die UN um Hilfe gebeten. Nachdem das Rebellenbündnis Séléka Michel Djotodia als Staatschef ins Amt gehievt hatte, löste dieser das muslimische Bündnis auf. Die verstreuten Gruppen sind aber immer noch aktiv und die Gewalt hat die Hauptstadt Bangui erreicht. Anfang Dezember hatten christliche Milizen die Stadt angegriffen und hatten gezielt auf Muslime Jagd gemacht. Die versprengelten Teile der Séléka hatten die Angreifer zurückgedrängt. Aufgrund dieser Ereignisse verabschiedete die UN auf die Bitte des Präsidenten Djotodia eine Resolution, die einen Militäreinsatz ermöglicht. Französische Truppen sind bereits vor Ort und konnten die Hauptstadt befrieden.  Hierbei setzte die französische Armee bereits mehr Truppen ab, als vom UN-Mandat abgedeckt.

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