Jahresrückblick 2013: Oktober – Bischof Bling-Bling

Der Finanzskandal um den Bischof von Limburg, Franz Peter Tebartz-van Elst, hat im Herbst für Aufregung gesorgt, sowohl innerhalb als auch außerhalb Deutschlands und führte zum Eingriff des Papstes.

Es begann mit widersprüchlichen Angaben über einen Flug nach Indien und führte weiter zu den explodierenden Kosten für einen Um- und Neubau des Diözesanen Zentrums St. Nikolaus. Eigentlich gibt es Kontrollmechanismen, die einem Bischof nicht die Möglichkeit geben über Kapital des Bistums zu verfügen. Und eigentlich sollten die Bauten zunächst auch nur 2 Millionen Euro kosten. Dann 3 Millionen. Dann 9,5 und schließlich 30 Millionen Euro. Nach Bekanntwerden dieser Umstände und massiver Kritik an Tebartz-van Elst wurden sowohl von kirchlicher als auch staatlicher Seite Untersuchungen eingeleitet.

Dem Vorwurf der Falschaussage hatte sich die Staatsanwaltschaft Hamburg angenommen und ermittelt. Tebartz-van Elst hat inzwischen die Falschaussage gestanden. Im Dezember wurde das Verfahren gegen ihn jedoch eingestellt gegen eine Strafzahlung von 20.000 Euro.

Der Papst, zu dem der Limburger Bischof im November reiste, hat ihn zunächst von seinem Amt beurlaubt und es wurde ein Ausschuss eingerichtet, der die Vorgänge, und die Verwicklung des Bischofs darin, untersucht. Der Ausschuss soll voraussichtlich im Januar 2014 seine Ergebnisse vorlegen, eine Rückkehr des Bischofs in sein Amt ist jedoch unwahrscheinlich. Er hält sich bis zu einer Entscheidung über seine Zukunft im Kloster Metten in Bayern auf.

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