Jahresrückblick 2013: November – aufgespießte Schweineköpfe auf zukünftigem Moscheegelände in Leipzig

Die Ahmadiyya wurde 2013 als erste muslimische Gemeinschaft als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt. Die Realisierung eines Moscheebaus in Leipzig verspricht allerdings, eine noch größere Herausforderung zu werden.

Nachdem die Ahmadiyya 2006 aufgrund baulicher Vorschriften mit dem Versuch gescheitert war, in der Messestadt eine Moschee mit Minarett zu errichten, startet sie nun einen zweiten Versuch. Doch auch dieser Plan steht unter keinem guten Stern. Zunächst einmal ist das Minarett wieder ein schwieriger Bestandteil der Baupläne. Doch das ist eines der kleineren Probleme.

Frappierender ist, dass sich ein Großteil der Anwohner in der Georg-Schumann-Straße gegen das Projekt wehrt und Unterschriften für eine Petition gegen den Moscheebau sammelt. Doch auch die NPD hat das Thema für sich entdeckt und gibt der Diskussion eine fremdenfeindliche Färbung.

Im November erreichten die Protestmärsche und Demonstrationen ihren traurigen Höhepunkt in einer geschmacklosen Nacht-und-Nebel-Aktion. Unbekannte hatten auf dem Gelände, welches die Ahmadiyya für die Moschee im Blick hat, fünf Holzpflöcke aufgestellt. Auf jedem wurde ein Schweinekopf aufgespießt, um die Spieße war eine rote Flüssigkeit verteilt bei der es sich vermutlich um Schweineblut handelte.

Von öffentlicher Seite wurde die Tat scharf verurteilt, doch die Schuldigen konnten bisher nicht ermittelt werden. Die Vertreter der Ahmadiyya in Leipzig kündigten an, dass sie ihre Pläne weiterhin verfolgen werden und das Gespräch mit den Bürgern suchen, um sowohl Vorurteile gegenüber dem Moscheebau als auch der Ahmadiyya auszuräumen.

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