Jahresrückblick 2013: Dezember – Neue Erkenntnisse über den historischen Buddha

Der Maya-Devi Tempel in Lumbini, Nepal, wäre wohl nur einer von vielen buddhistischen Tempeln wenn,… ja, wenn er nicht als Geburtsort des historischen Buddha gelten würde. Das macht ihn zu etwas ganz besonderem und zum UNESCO-Weltkulturerbe. Neue archäologische Funde fördern nun Unbekanntes zu Tage.

Bereits im Juli (religioholic berichtete) waren während der archäologischen Ausgrabungen Überreste früherer Tempel auf dem Gelände gefunden worden. Eine Schicht mit Ziegeln konnte auf die Zeit Ashokas datiert werden, also ins 3. Jahrhundert v.u.Z. In einer darunter liegenden Schicht wurden Holzüberreste gefunden, die vermutlich von einem Schrein herrühren.

Die Holzreste wurden untersucht und die Ergebnisse Ende des Jahres 2013 veröffentlicht. Sie stammen nachweislich aus dem 6. Jahrhundert v.u.Z. Damit ist dies voraussichtlich der älteste Nachweis für buddhistische Strukturen überhaupt und hat die Diskussion um die genauen Lebensdaten des historischen Buddha neu entfacht.

Einige Experten, darunter die Chefarchäologen der Ausgrabungen in Lumbini, Robin Coningham und Kosh Prasad Acharya, sehen im Alter des Schreins den Beweis, dass Buddha fast 200 Jahre früher lebte als bisher angenommen. Kritiker halten dieser Sichtweise jedoch entgegen, dass der gefundene Holzschrein lediglich ein Hinweis sein kann darauf, dass dieser Ort bereits vor Entstehen des Buddhismus religiöse Bedeutung hatte und somit mit dem Geburtsjahr des Buddah in keinem Zusammenhang steht.

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