Wochenrückblick 05/2014

 Die News der Woche werden dieses Mal vom Christentum bestimmt – ob Italien, Deutschland oder Irland.

  • Der kleinen Kirche San Pietro della Ienca in den Abruzzen wurde ein großes Kruzifix sowie eine Reliquie mit Blut des verstorbenen Papstes Johannes Paul II. gestohlen. Über 50 Polizisten durchkämmen die Region mit Spürhunden, um die Diebe zu finden. Da Johannes Paul II. voraussichtlich im April heilig gesprochen werden soll, werden Reliquien dieser Art in ihrem Wert in die Höhe schnellen. Die Phiole war der Kirche nach dem Tod des Papstes überreicht worden, weil dieser die Abruzzen sehr geschätzt hatte und auch in San Pietro della Ienca öfter zum Gebet verweilt war.
  • Der Kölner Erzbischof Meisner hat bei einer Veranstaltung des Neokatechumenalen Weges, einer innerkatholischen Bewegung, eine Familie dieser Richtung mit drei muslimischen Familien aufgewogen. Diese Äußerung sorgte unter muslimischen Vertretern für Verstimmung, da sie Vorurteile und Ressentiments gegenüber Muslimen schüre. Joachim Kardinal Meisner entschuldigte sich bereits und erklärte, er bezog sich auf den festen Glauben der meist kinderreichen Familien dieser Bewegung.
  • Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Den Haag hat entschieden, dass Irland für den Schutz der Kinder auch an den vom Staat geförderten katholischen Schulen verantwortlich ist. An irischen Gerichten war dieser Fall zunächst mit der Begründung abgewiesen worden, dass die Schule keine staatliche ist.
  • Nach über 50 Jahren archäologischer Ausgrabungen wird erstmals ein Friedhof in der Nähe des Petersdoms für Besucher zugänglich gemacht. Aktuellem Kenntnisstand zufolge wurde der Friedhof zwischen dem 1. Jahrhundert vor und nach Christus genutzt. Die Funde sind besonders gut erhalten, da Erdrutsche und Schlammlawinen halfen, sie zu konservieren. Die Gräber gäben einen guten Eindruck davon, wie sich die Bestattungskultur veränderte und zeigt den beginnenden Einfluss des Christentums.
  • In Mombasa, Kenia, hat die Polizei am Sonntag die Musa-Moschee der Stadt gestürmt. Anlass war das Hissen einer Flagge der Shabab-Miliz auf der Moschee. Nachdem polizeiliche Warnung ignoriert worden, stürmten die Kräfte die Moschee. Dabei gab es einen Toten und zwei Verletzte. Der Polizei wird von rechten Kräften vorgeworfen, überreagiert zu haben. Die zuständigen Stellen verteidigen das Handeln mit dem Hinweis auf frühere Auseinandersetzungen zwischen Polizeikräften und jungen Muslimen.

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