Das Leben des Buddha – als Manga und Anime

 Nicht jeder Film wird die Ehre zuteil, im Louvre der Öffentlichkeit vorgestellt zu werden. Schon gar nicht Animefilme. Doch es gibt Ausnahmen. Eine davon ist der zweite Teil der „Buddha“-Trilogie von Regisseur Kozo Morishita.

 Der Anime beruht auf den Büchern von Osamu Tezuka, der das Leben des Buddha in 14 Manga-Bänden erzählt. Sie erschienen in Japan von 1972 bis 1983 und waren das letzte große Epos Tezukas vor seinem Tod 1989. Die Manga wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt, darunter Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch und Portugiesisch.

Der Regisseur Kozo Morishita nahm sich des preisgekrönten Stoffes an und verarbeitete ihn in einer Anime-Trilogie, deren erster Teil 2011 bei einem Festival vorgeführt wurde. Der zweite Teil erschien nun am 8. Februar 2014. Wann der abschließende dritte Teil zu sehen sein wird, ist noch nicht bekannt.

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2 Antworten zu “Das Leben des Buddha – als Manga und Anime

  1. Gereon Vogel-Sedlmayr

    Ich kenne die Werke von Osamu Tezuka. Er ist ein Mangaka der älteren Schule, der wirklich Beachtenswertes geleistet hat. Nur – seine „Buddha“-Reihe gehört meiner Ansicht nach nicht dazu. Sie ist in der Hinsicht bemerkenswert, dass man sieht, ein wie großes Kitschproblem die populäre Spielart des Buddhismus hat. Weil sie die Ursprungslegende des Buddhismus in extremer Weise ausschmückt, ist sie nicht einmal für die didaktische Verwendung geeignet. Und die Symbolik und Bildgestaltung ist echt lahm und konventionell, und ein Anlass, so etwas wie „Ästhetische Religionskritik“ in der Religionswissenschaft zu etablieren. Das sieht man auch schon, wenn man den Trailer anschaut.

    • Ich denke, man darf nicht aus dem Blick verlieren, dass es sich sowohl beim Manga als auch beim Anime um künstlerische Auseinandersetzung mit dem Leben des Buddha handelt. Das der Stoff dabei den populären Vorstellungen über den Buddhismus angepasst wird, ist da nicht verwunderlich. Wobei wohl der Kitsch den Bedürfnissen der Leser entspricht, wenn man sich die Verkaufszahlen ansieht. Und ich finde die Buddha-Reihe auch bemerkenswert, wenn man sieht, wie lang er sich mit dem Thema auseinandersetzt (immerhin knapp über 10 Jahre!).

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