Wochenrückblick 08/2014

 Zwei Päpste in Umarmung, die neuen Institutionen nach dem Finanzskandal im Vatikan, eine Scientology-Hochzeit, die Überwachung, die vor keiner Religion Halt macht sowie ein damit verbundenes haarsträubendes Urteil. Und zu guter Letzt eine neues Gesetz zum Tierschutz in Dänemark.

  • Bei der Ernennung der Kardinäle in Rom durch Papst Franziskus war überraschend auch dessen Vorgänger Benedikt XVI. anwesend. Es war das erste Mal nach seinem Rücktritt im vergangenen Jahr, dass Benedikt in der Öffentlichkeit auftrat. Franziskus begrüßte Benedikt vor dem Beginn der Zeremonie mit einer Umarmung. Dies war ebenfalls das erste Mal, dass beide Päpste in der Öffentlichkeit aufeinandertraten.
  • Ebenfalls Papst Franziskus war es, der nach dem Finanzskandal im Vatikan neue Strukturen ankündigte. Nun hat das neu geschaffene Wirtschaftssekretariat seine Arbeit aufgenommen. Es wird jährlich einen Haushaltsplan für den Vatikan ausarbeiten, sowie die wirtschaftlichen und finanziellen Angelegenheiten überwachen. Ergänzt wird das Wirtschaftssekretariat durch einen Wirtschaftsrat, welcher sich nicht nur aus kirchlichen Repräsentanten zusammensetzt, sondern auch aus weltlichen Finanzexperten.
  • Nach Veröffentlichung durch die Associated Press (AP) in Amerika, dass alle Muslime New Yorks systematisch – und ohne Anlass – überwacht wurden, reagierten diese mit einer Klage. Diese wurde nun vom Bezirksrichter William J. Martini abgelehnt mit der Begründung, dass der Generalverdacht gerechtfertigt war, weil die Terroristen des 11. Septembers Muslime gewesen seien. Damit nicht genug, stamme die Information aus geheimen Dokumenten, welche von der Presse veröffentlicht wurden.
  • In Dänemark wurde ein neues Gesetz zum Schutz von Tieren erlassen. Dieses hatte den lautstarken Protest insbesondere von jüdischen und islamischen Organisationen zur Folge. Denn das Gesetz setzt den Tierschut über die Religionsfreiheit und damit ist es nun in Dänemark verboten, Tiere – wie es im Judentum und Islam üblich ist – zu schächten, also sie zu töten, während sie noch bei Bewusstsein sind. Vor dem Schlachten muss nun jedes Tier in Dänemark ohne Ausnahme betäubt werden.

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