Wochenrückblick 19:2014

 Neue Lebenszeichen der entführten nigerianischen Mädchen, eine armenische Messe auf Zypern, die Wehrpflicht für Haredim in Israel und zwei Verurteilungen in Indonesien und Saudi-Arabien.

  • Neben den bereits entführten Mädchen in Nigeria wurden weitere elf Mädchen im Bundesstaat Borno durch die Boko Haram entführt. Die Mädchen seien nach Boko Haram Aussage zum Islam konvertiert. In einem Video drohte der Anführer Abubakar Shekau, die Mädchen als Sklaven zu verkaufen. Als Bedingung für ihre Freilassung nannte Shekau die Entlassung aller inhaftierten Islamisten. Für Hinweise über den Aufenthaltsort der Kinder hat die Polizei inzwischen eine Belohnung von 300.000$ ausgesetzt.
  • Erstmals in 50 Jahren wurde auf der türkischen Seite von Zypern  von Armeniern eine Messe abgehalten. Rund 500 Menschen nahmen an der Zeremonie teil, darunter ein muslimischer Imam, zahlreiche Diplomaten sowie Lisa Buttenheim, die Vertreterin der Friedenstruppen der UN in Zypern. Die Messe, die Erzbischof Varoujan Hergelian in der 2010 renovierten armenischen Kirche in Nicosia abhielt, gilt als weiterer Schritt im Friedensprozess zwischen dem südlichen, griechischen Teil der Insel und dem von der Türkei besetzten nödlichen Teil der Insel.
  • In der indonesischen Provinz Aceh wurde eine 25-jährige Witwe und ihr verheirateter Liebhaber nach dem in der Provinz geltenden Recht der Shariah zu einer öffentlichen Auspeitschung mit 9 Schlägen verurteilt. Sieben Männer und ein Junge haben die beiden am vergangenen Mittwoch ertappt. Sie fesselten den Mann und schlugen auf ihn ein, die Frau wurde mehrmals vergewaltigt. Danach wurden sie mit Abwässern übergossen und zur Polizei gebracht. Den Vergewaltigern droht ebenfalls eine strenge Strafe, zwei der Männer und der Junge wurde bereits gefasst, die anderen wurden von der Polizei aufgefordert, sich zu stellen.
  • Auch in Saudi-Arabien wurde die Strafe einer Auspeitschung erlassen, allerdings handelt es sich hier um 1.000 Schläge in Verbindung mit 10 Jahren Gefängnis. Der Angeklagte Raif Badawi betreibt die Seite „Free Saudi Liberals“ auf der er sich auch kritisch mit religiösen Größen Saudi-Arabiens auseinandersetzte. Ursprünglich der Apostasie, dem Abfall vom Islam, angeklagt, welcher mit dem Tod bestraft werden kann, wurde er nun verurteilt für Internetkriminalität und Unfolgsamkeit gegenüber seinem Vater.

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