Wochenrückblick 21:2014

 Die Reise des Papstes ins Heilige Land, der Angriff auf das somalische Parlament, das Zölibat und Respektlosigkeiten vor Gericht.

  • Außerplanmäßig hat der Papst während seines Besuchs im Heiligen Land auch in Bethlehem Station gemacht. Dort betete er an der Trennmauer, welche die West Bank umschließt, für Frieden im andauernden Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Nach dem neuerlichen Scheitern der Gespräche zwischen beiden Parteien, lud Papst Franziskus sowohl Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas als auch den israelischen Präsidenten Shimon Peres zu Friedensgesprächen in den Vatikan ein.
  • Nach dem Umbau und der Neugestaltung des bischöflichen Privatgartens in Limburg, der allein Kosten von ca. 790 000 Euro verursachte, bleibt der „Mariengarten“ nicht länger dem Bischof vorbehalten, sondern wurde in der vergangenen Woche der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
  • Nicht nur aus Deutschland erreichen den Papst Bitten um die Aufhebung des Zölibats: In Italien sendeten 26 Geliebte von Priestern Papst Franziskus ein Schreiben, in dem sie ihn bitten, das Gebot des Zölibats zu überdenken und es ihnen zu ermöglichen, mit ihren „Männern“ offen zusammenzuleben. Der Erfolg einer solchen Aktion ist nicht völlig unrealistisch: Franziskus zeigte sich beim Thema Zölibat – welches nicht als Dogma oder Gesetz festgeschrieben ist –  bereits in der Vergangenheit diskussionsbereit.
  • Am vergangenen Samstag wurde in der somalischen Hauptstadt Mogadischu das Parlamentsgebäude angegriffen. Bei der Tat kamen sowohl Schusswaffen als auch Sprengsätze zum Einsatz, die mindestens 24 Menschen töteten und weitere Menschen verletzten. Zu der Tat bekannte sich die Shabab-Miliz, die den vier Stunden währenden Angriff als „heiligen Einsatz“ (laut ZEIT) bezeichnete.
  • In Brüssel hat ein bewaffneter Mann im Jüdischen Museum der Stadt um sich geschossen und dabei drei Menschen getötet und einen weiteren schwer verletzt. Er flüchtete vom Tatort und konnte bisher nicht identifiziert oder festgenommen werden. Aufgrund des Ortes der Tat wird ein antisemitisches Motiv vermutet.
  • Ein in Australien vor Gericht stehender Mann weigerte sich vor dem Richter zu erheben. Er begründete dies mit seinem muslimischen Glauben, gab jedoch keine nähere Erklärung dazu ab, welche Regel oder welcher Glaubenssatz ihm dies nicht ermögliche. Der Mann ist angeklagt, einen Polizisten beleidigt und gedroht zu haben, ihm die Kehle aufzuschlitzen.

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