Fokus: Beschneidung 3/3 – Die Hintergründe

Auch wenn die Diskussion um Beschneidungen in Deutschland langsam abnimmt und von aktuelleren Themen verdrängt wird, gibt es dennoch einen Aspekt, der – wie ich finde – zu kurz gekommen ist: die Frage nach den kulturellen und religiösen Hintergründen. Viel zu selten wurden diese Thematiken angesprochen: Welche Arten der Beschneidung gibt es? Wo ist die Beschneidung verbreitet? Warum wird beschnitten?

Arten der Beschneidung

Die Beschneidung bei Männern ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Einschnitte:

  • Zirkumzision: Das Entfernen der Vorhaut (Praeputium) des Penis kann auf verschiedene Weise und in unterschiedlichsten Stilen erfolgen (eine gute – auch bildliche – Übersicht bietet hier Wikipedia). Diese Form der Beschneidung ist es, über die zurzeit in Deutschland diskutiert wird.
  • Inzision: Hierbei wird die Vorhaut eingeschnitten – im Unterschied zur Subinzision, bei der der Penis bis zur Harnröhre aufgeschnitten wird.
  • Monorchie meint im engen Sinne das Fehlen eines Hodensacks als angeborene Fehlbildung bei Männern, im weiteren Sinne wird damit aber auch das rituelle Entfernen eines Hodens bezeichnet.

Zumindest die ersten beiden Arten der Beschneidung werden im Folgenden noch eine Rolle spielen.

Die Ursprünge verlieren sich im Dunkel der Geschichte

Die ältesten Hinweise auf Beschneidungen liefert uns eine Darstellung auf einem ägyptischen Relief, das über 4000 Jahre alt ist. Eine Theorie zur Begründung von männlicher Beschneidung ist, dass damit die Häutung einer Schlange nachgeahmt wird. Da die Schlange im Alten Ägypten als unsterbliches Tier betrachtet wurde, würde das “Abstreifen” der Vorhaut die menschliche Seele unsterblich machen.

Aus Deutschland sind bronzezeitliche Moorleichen bekannt, die ebenfalls beschnitten wurden (sowohl männliche als auch weibliche) und Herodot berichtet von Hinweisen auf Beschneidungspraktiken bei verschiedenen Völkern des Mittel- und Schwarzen Meeres. Auch wenn es zahlreiche Hinweise auf eine lange Tradition von Beschneidungen gibt, liegen die Ursprünge doch im Dunkel der Geschichte. Und so gibt es auch über die Ursachen verschiedenste Theorien.

  • Die Beschneidung als Kontrollmittel über das Geschlechtsleben von Sklaven und Unterschicht, ohne deren Fruchtbarkeit zu beeinflussen.
  • Die Beschneidung als Stellvertretung für ein Menschenopfer. Mit der Opferung der Vorhaut wird ein Teil des Mannes geopfert, der für die Weitergabe des Lebens wichtig ist.
  • Im Römischen Reich gab es im Kybele- und Attiskult die Tradition der Kastration. Daraus könnte sich die Beschneidung als pars pro toto (Ein Teil steht für das Ganze) entwickelt haben.

Sicher ist nur, dass die Beschneidung bereits eine sehr alte vorhandene Sitte war, als sie von Religionen wie dem Judentum und dem Islam aufgegriffen wurden.

Judentum – Der Bund mit Gott

Der Brauch der Beschneidung wird im Judentum traditionell auf Abraham zurückgeführt und als speziell jüdisches Zeichen für den Bund mit Gott angesehen.

10 Das ist mein Bund zwischen mir und euch samt deinen Nachkommen, den ihr halten sollt: Alles, was männlich ist unter euch, muss beschnitten werden.
11 Am Fleisch eurer Vorhaut müsst ihr euch beschneiden lassen. Das soll geschehen zum Zeichen des Bundes zwischen mir und euch.
12 Alle männlichen Kinder bei euch müssen, sobald sie acht Tage alt sind, beschnitten werden in jeder eurer Generationen, seien sie im Haus geboren oder um Geld von irgendeinem Fremden erworben, der nicht von dir abstammt.
13 Beschnitten muss sein der in deinem Haus Geborene und der um Geld Erworbene. So soll mein Bund, dessen Zeichen ihr an eurem Fleisch tragt, ein ewiger Bund sein.
14 Ein Unbeschnittener, eine männliche Person, die am Fleisch ihrer Vorhaut nicht beschnitten ist, soll aus ihrem Stammesverband ausgemerzt werden. Er hat meinen Bund gebrochen.

Zu seiner Entstehungszeit teilten die Juden die Tradition der männlichen Beschneidung mit den umliegenden Völkern. Der Unterschied liegt vielmehr in der Festlegung des Zeitpunktes und der Abfolge des Rituals. So wird ein männliches Neugeborenes am achten Tag nach der Geburt durch einen Beschneider (mohel) beschnitten. Früher wurde des Blut dann mit dem Mund abgesaugt (heute wird dafür ein entsprechendes Glasröhrchen benutzt), mit Wein vermischt und dem Neugeborenen auf die Lippen gestrichen.

Die rituelle Ausprägung der Beschneidung hat sich bis heute abgeschwächt und bereits 1892 haben die jüdischen Reformer Konvertiten freigestellt, ob sie sich beschneiden lassen wollen.  Und auch kürzlich während der Diskussion um Beschneidungen in Deutschland äußerten sich kritische Stimmen von jüdischer Seite, die sich für eine Beschneidung zu einem späteren Zeitpunkt aussprachen. Trotzdem bleibt die Beschneidung ein wichtiger Bestandteil der jüdischen Kultur und Religion. Aus diesem Grund war sie auch in der Vergangenheit der am stärksten verfolgte jüdische Brauch. In der durch die Beschneidung genährten Kastrationsangst sah der Psychoanalytiker Sigmund Freud eine Ursache des Antisemitismus.

Islam – mannigfaltige Traditionen

Nach islamischer Überlieferung kam Muhammad mit verkürzter oder ohne Vorhaut zur Welt. Damit entspricht man bei einer Beschneidung dem Vorbild des Propheten. Zwar wird im Koran die Beschneidung nicht explizit erwähnt, doch wird aus Sure 3:95 ein Beschneidungsgebot abgeleitet.

95: Sag: Gott hat die Wahrheit gesagt. Darum folgt der Religion (milla) Abrahams, eines Hanifen, – er war kein Heide.

(Quelle: Der Koran. Sure 3:95. Übersetzung von Rudi Paret. 1966, S. 52)

Auch die Überlieferungen der Sunna legen eine Beschneidung von Jungen nahe. In der Praxis wurde allerdings nie eine einheitliche Vorgehensweise festgelegt. Aus diesem Grund variiert das Alter zwischen dem 3. Tag nach der Geburt bis zum 15. Lebensjahr und die Durchführung von einem symbolischen Schnitt bis zur Entfernung der gesamten Vorhaut. Ebenso variiert die Gewichtung der Begründungen: Beschneidung als Gebot ritueller Reinheit, als Zeichen der Konversion und der religiösen Volljährigkeit.

Christentum – Taufe statt Beschneidung

Auch wenn die Vorhaut des beschnittenen Jesus’ bis zu ihrem Verschwinden als heilig verehrt wurde, wurde die Frage nach der Notwendigkeit einer Beschneidung bereits im frühen Christentum verneint. Den Heidenchristen wurde damit die Konversion vereinfacht und man folgte den Worten Jesus’, man solle den Menschen, wie er von Gott erschaffen wurde, belassen. Das Ritual zur Aufnahme in die Gemeinschaft hat in den meisten christlichen Kirchen die Taufe übernommen; in einigen afrikanisch-christlichen Kirchen wird die Beschneidung noch praktiziert.

Beschneidung goes international

Die etablierten Religionen haben dazu beigetragen, dass sich der Brauch der Beschneidung weiter ausgebreitet hat. Doch auch in Afrika und Australien hat es die Beschneidung von Männern auf die ein oder andere Weise gegeben. In Südamerika hingegen ist die Beschneidung ein selten anzutreffendes Phänomen geblieben und in Asien sind die meisten Länder von der islamischen Beschneidungspraxis beeinflusst.

Aborigines -Klassische Beschneidung und Inzision

Unter einigen Stämmen der Aborigines in Australien ist die Beschneidung üblich. Es gibt jedoch auch solche, die weiter gehen und die Inzision (also das Aufschneiden des Penis bis zur Harnröhre) praktizieren. Die Bedeutung des Eingriffs ist in beiden Fällen der gleiche: Er dient dem Eintritt in die Männerwelt und bedeutet das endgültige Trennen der Jungen von ihren Müttern, um sie auf eine Heirat vorzubereiten. Während der Zeremonie sollen die jungen Männer weder Angst noch Schmerz zeigen und später werden sie selbst bei Beschneidungen anwesend sein. Eines Tages werden sie auch eine Beschneidung durchführen. Mit jedem dieser Abschnitte gewinnen sie ein tieferes Verständnis für ihre Traditionen, die notwendig sind für die soziale und natürliche Harmonie im Stamm.

Afrika – Tod und Wiedergeburt

Auf dem afrikanischen Kontinent gibt es sehr unterschiedliche Ausprägungen der Beschneidungsriten. Einige sind vom Islam oder Christentum beeinflusst, andere indigene Traditionen haben sich über die Jahrhunderte erhalten. Manche werden einzeln durchgeführt, einige jährlich oder nur alle paar Jahre. Gemeinsam ist ihnen, dass die Beschneidung immer einerseit den Tod des Kindes markiert, andererseits aber auch die Wiedergeburt als verantwortungsvollen Erwachsenen. Auch hier müssen die Initianden unter Schmerzen Mut beweisen und werden in der Erholungsphase nach dem Eingriff in die moralischen und sexuellen Normen der Erwachsenen eingeführt. Männer sind nun wahre Männer, da das Weibliche im männlichen Individuum beseitigt wurde.

Europa und USA – Beschneidung gegen Masturbation

Im viktorianischen England entstand die These, die Ursache für jugendliche Rebellion, Epilepsie, Hysterie und Neurosen läge in der körperlichen Selbstbefriedigung. Um diese zu erschweren bzw. zu unterbinden und damit diese Krankheiten zu “heilen”, wurden zunehmend Beschneidungen durchgeführt. Diese Praxis breitete sich durch das gesamte britische Empire aus und auch in den prüden Vereinigten Staaten fiel diese Idee auf fruchtbaren Boden: Zur Prävention der Masturbation oder auch als Strafe derselben.

Später wurde die Forderung nach sexueller Enthaltsamkeit abgelöst vom Hygienegedanken. Ein beschnittener Mann erkranke seltener an bestimmten Entzündung und Krankheiten im Intimbereich. Dieses Argument lässt erst in den letzten Jahren nach, sodass nicht mehr alle männlichen Säuglinge beschnitten werden. Wie weit der Beschneidungsgedanke aus Hygienegründen reicht, sieht man in Südkorea. Durch den amerikanischen Einfluss nach dem Zweiten Weltkrieg, hat sich dort die ‘hygienische’ Beschneidung durchgesetzt – 80% aller Männer sind beschnitten.

Die Beschneidung ist eine jahrtausendalte Tradition mit nahzu weltweiter Verbreitung – Was ist eure Meinung zur Beschneidung? Hat der Artikel eure Ansichten beeinflusst? Ich bin neugierig auf eure Antworten in der Kommentarleiste unten!

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3 Antworten zu “Fokus: Beschneidung 3/3 – Die Hintergründe

  1. Die drei Artikel bieten eine sehr gute Zusammenfassung und mir somit eine gute Vorbereitung :O)

  2. Der Mensch glaubt nicht nur im Rahmen der direkten Religion. Es wird
    eben auch an den Arzt geglaubt… leider noch immer. Doch auch Ärzte
    sind einfach nur entsprechend sozialisierte Menschen mit Wissen,
    Unwissen, Glaubenssätzen und “plus oder minus” Ethik. Und hier geht
    es um eines der letzten großen Tabus!

    Für alle Leser: Am Ende dieses Textes angekommen erscheint der
    geringe Aufschrei der Menschen, der Männer wie auch der
    Frauen, verständlicher, denn ess fehlt schlichtweg am Wissen!

    Meine Gynäkologin sagte mir beim letzten Termin: Die Auswirkungen der
    männlichen Beschneidung mit einer später nichts sexuell empfindenden
    Eichel plus die Auswirkungen auf die Vaginahaut, die sich durch
    Irritationen, wundsein bis hinzu Entzündungen aufgrund der erhöhter
    Reibung des beschnittenen Mannes zeigt… sind das letzte große Tabu!

    Die Zahl der Beschneidungen in D ist seit Jahrzehnten sehr hoch. Dies
    liegt auch an Fehlinformationen des Fachpersonals die von dem Müttern
    unhinterfragt übernommen werden. Die Anzahl der rein religiös
    bedingten dagegen ist viel geringer.

    Das Hauptargument ist Hygiene und hier vor allen das Smegma. Davon
    haben Frauen allerdings viel mehr als Männer. Frauen werden
    aufgefordert für ein gutes Intimklima zu sorgen, die dort anwesenden
    Bakterien bloß nicht mit Chemie zu beseitigen. Doch beim Mann sollen
    diese Bakterien plötzlich nur böse, schlecht und von übel sein? HPV
    Übertragung lautet dann das Stichwort. Doch HPV sitzt ebenso auf der
    Haut der Frau, kommen diese dann in die Vagina, das geht auch ohne
    Geschlechtsverkehr, kann es zum Gebärmutterhalskrebs führen. Dies nun
    ausschließlich dem Mann in die Schuhe zu schieben… ist einfach
    unfassbar.

    Die Diagnose Phimose, die eine Diagnose für ausgereifte männliche
    Menschen ist, wird unangebracht bei Jungen eingesetzt. Es ist so
    vorgesehen, dass sich die Vorhaut/Eichel-Verklebung erst löst wenn
    der unreife Penis so weit ist.
    Analog dazu hat das Mädchen die Korona, die fälschlicherweise immer
    noch “Häutchen” genannt wird… aber eine Verklebung zum Schutz der
    inneren Sexualorgane darstellt. Diese löst sich ebenfalls meistens
    von allein, das sind dann die Frauen die eben nicht nach Penetration
    bluten. Niemand kommt auf die Idee innerhalb der Vagina waschen zu
    wollen, obwohl die Harnröhre direkt am Eingang liegt.
    Nur beim Jungen wird noch immer der Unsinn propagiert unbedingt
    darunter waschen zu müssen, wenn das dann nicht geht weil
    Vorhaut/Eichel noch immer eine Einheit bilden wird manipuliert.
    Entweder es kommt dadurch zu Entzündungen oder gar zur Paraphimose.

    Das Unwissen der jungen Frauen/Mütter ist beängstigend. Die
    Propaganda der überflüssigen Haut greift in D immer weiter um sich.
    Erschwerend kommt hinzu, dass viele Mütter keinerlei Erfahrung haben,
    sie kennen teilweise nur beschnittene Partner, oder haben von den
    erogenen Zonen des Mannes Null Ahnung.

    Bei sogenannten aufklärenden Sendungen wie “Make Love” wird zudem der
    beschnittene Penis als völlig intakt dargestellt, ohne Einbußen. Und
    der intakte hat einfach nur zusätzliche (überflüssige?) Haut. Warum,
    frage ich mich, mit welchem Ziel? Soll den jungen beschnittenen
    Pubertären verheimlicht werden wofür die Vorhaut gut ist, wie viel
    erogenes spezialisiertes Gewebe entfernt wurde? Und auch den Mädchen
    wird dadurch Wissen vorenthalten.
    Selbst in dem Buch “Make Love” das auch bei Ärzten ausliegt wird die
    Vorhaut, mit äußeren und dem inneren (hocherogen) Vorhautblatt, dem
    Bändchen (ebenfalls hocherogen) und der Vorhautlippe
    (hochspezialisierter Tastsinn) und so weiter nicht erklärt.

    Und noch schlimmer, den Frauen wird suggeriert “die Frau merkt den
    Unterschied nicht”, sogar von Fachfrauen. Manche Frau wundert sich
    ggf. einfach nur über Irritationen, wundsein oder Entzündungen und
    meint es läge an ihr. Jede Frau merkt den Unterschied! Wenn der
    Gleiteffekt, das Gleitlager des Mannes fehlt, dass sich sonst an die
    Vaginahaut schmiegt, kommt es zur Reibung. Je länger Mann dann muss
    (kann?) desto stärker der Effekt, von unangenehmen Gefühlen (mit
    Verlust der Lust) bis hin zu Wundsein und auch Entzündungen. Frau
    ahnt nicht woran es liegt und selbst Frauenärzte klären nicht auf,
    sondern verordnen Gleitmittel u.a. statt z.B. auf Femidom als
    Hilfsmittel zu verweisen. Die verordneten Salben sollen in der Frau
    die Empfindlichkeit herabsetzen. Doch will ich als Frau das, will ich
    weniger fühlen? Ich kann nur vermuten, dass dem beschnittenen Mann
    die Akzeptanz der Beschneidung erhalten werden soll. Er darf nicht
    die Ursache der Probleme in der Frau sein. Und daher wird Femidom
    nicht beim Arzt benannt.

    Will der betroffene Mann dann retten was noch zu retten ist… wird
    er von Ärzten allein gelassen. Abschneiden können Urologen und
    andere… aber helfen wieder eine erogene Eichel zu bekommen.
    Fehlanzeige, nicht mal der Hautarzt hat Ahnung.

    Und auch Frauen haben eine Vorhaut. Bei der FGM TYP1 A Beschneidung
    der Frau wird diese abgeschnitten (Fachbegriff Zirkumzision). Das
    nennt man dann Verstümmelung. Die dann freiliegende ungeschützte
    Klitoris stellt nach Jahren, manchmal auch nach Monaten ihre
    Hauptaufgabe ein. Es bildet sich Epithelgewebe (eine Schutzschicht,
    dickere Haut. Ergebnis: Die Frau fühlt dort nichts mehr. Die
    betroffenen Frauen sehen sich selbst meist nicht als verstümmelt, wie
    auch viele Männer. Doch männlichen Menschen wird suggeriert, es ist
    überflüssiger Hautlappen.

    Infos:
    Die Vorhautlippe: hochspezialisierte Tastzellen
    Das Bändchen: hocherogene Zone
    Inneres Vorhautblatt: hocherogene Zone
    Vorhautaufgaben:
    – Schutz der sensitiven Eichel
    – Hautreserve für den erigierenden Penis
    – Gleitlager in der Vagina
    In all den erlesenen Studien zu den Auswirkungen der Beschneidung
    fehlen grundlegende Fragen wie z.B.:
    Warum keine Grafiken die diese Penisstellen darstellen?
    Reste der inneren Vorhautblattes, erkennbar an der helleren
    Hautfarbe, sind meist vorhanden.
    Reste des Bändchens sind meist vorhanden. Es ist dann ein kleiner
    Knubbel, bzw. eine flache Linie.
    Warum keine Fragen nach dem Lustempfinden in diesen Bereichen?
    Warum keine Fragen nach dem Beschneidungsstil, der spätestens am
    erigierten Penis ersichtlich ist? Fehlt den Fragenden dieses Wissen?
    Warum keine Fragen zum Einsatz von Gleitmitteln?
    Warum keine Fragen zu den Partnerinnen? Sind diese wegen vaginaler
    Beschwerden, Trockenheit in Behandlung? Was wird den Frauen
    verordnet?
    Und so weiter.

    Je nachdem wie viel abgeschnitten wird vom inneren Vorhautblatt und
    ob Reste des Bändchens verbleiben, ergibt dies einen
    Beschneidungsstil. Im Extremfall kommt es dann zu extremen Schmerzen
    bei einer Erektion! Kein Arzt, kein Mensch weiß wie sich der Penis
    entwickeln wird. Keiner kann im voraus sagen wie sich wie sich diese
    Beschneidung auf das spätere Erleben auswirken wird. Doch wenn alles
    innere und das Bändchen komplett abgeschnitten sind und die Eichel
    über die Jahre ihre ursprüngliche Aufgabe einstellt… wie soll
    dieser Mann dann Lust empfinden? Mit der Prostata möglicherweise.

    Ist lang geworden, ich weiß… danke für’s durchhalten und
    durchlesen. All meine Texte dürfen jederzeit von jedem genutzt
    werden… ggf. auch verändert.

    Mancher mag sich fragen, warum ich als Frau so intensiv in diese
    Thematik eingedrungen bin. Die Antwort ist einfach. Die Motivation
    steigt enorm wenn man mitbetroffen ist.

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