Wochenrückblick 22:2014

Neue Hinweise im Fall des Anschlags auf das Jüdische Museum in Brüssel und neue Informationen im Fall der entführten nigerianischen Mädchen.

  • Die französische Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen, der in die tödlichen Schüsse im Brüsseler Jüdischen Museum verwickelt sein soll. Der 29-Jährige wurde im Süden Frankreichs, in Marseille, mit mehreren Waffen in seinem Besitz aufgegriffen. Die näheren Umstände seines Anteils am Tod der drei Menschen und ob es sich um den vermummten Schützen handelt, ist noch nicht bekannt.
  • In Regensburg ist in der vergangenen Woche der 99. Deutsche Katholikentag zu Ende gegangen. Im Gegensatz zu den Veranstaltungen der letzten Jahre stand diese nicht im Zeichen eines Skandals, sondern war geprägt von den Anliegen Franziskus’ sich für arme und ausgegrenzte Menschen in der Gesellschaft zu engagieren.
  • Ein sudanesisches Gericht hat eine junge Frau aufgrund von “Gotteslästerung” und “Glaubensabtrünnigkeit” zum Tode verurteilt. Das Urteil über die 27-jährige Christin, deren Vater Muslim ist, deren Mutter jedoch dem orthodoxen Christentum angehört, hatte für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt. Aufgrund des internationalen Drucks wird der Fall nun einem Revisionsgericht übergeben. Die junge Frau, die zum Zeitpunkt der Verurteilung schwanger war und ihr Kind im Gefängnis zur Welt brachte, soll in den kommenden Tagen frei kommen. Ihr Anwalt äußerte sich jedoch lediglich vorsichtig optimistisch, da der Anklagepunkt der Gotteslästerung auch bei einer Revision erhalten bleibe und ihre 2012 geschlossene Ehe mit einem Christen weiterhin in Frage gestellt werde.
  • Aussagen des Generalstabchefs der nigerianischen Armee, Alex Badeh, ist der Aufenthaltsort der über 200 entführten Mädchen bekannt. Eine Befreiungsaktion sei jedoch nicht geplant, um die Sicherheit der Geiseln nicht zu gefährden. Anscheinend steht die nigerianische Regierung auch über einen Mittelsmann in Kontakt mit den Boko Haram, allerdings konnte auf diesem Weg noch keine Übereinkunft erzielt werden, da der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan die Freilassung gefangener Boko Haram Kämpfer ablehnt.

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.