Wochenrückblick 28:2014

 Kritik an Ganesha auf Bettbezügen * Papst Franziskus trifft Missbrauchsopfer * Entflohene Mädchen in Nigeria * Geständnisse im Mordfall des Palästinenserjungen im Gazastreifen * Muslime in der Kriminalstatistik

  • Nachdem im vergangenen Wochenrückblick bereits von der Kritik am Modelabel Roberto Cavalli die Rede war, trafen in der vergangenen Woche die Marke Urban Outfitters ähnliche Vorwürfe.
    Der hinduistische Gott Ganesha

    Der hinduistische Gott Ganesha (Quelle: Wikimedia Commons, unter Lizenz CC-BY-2.0 veröffentlicht).

    Der Händler wurde aufgefordert, einen Bettbezug mit dem Abbild des hinduistischen Gottes Ganesha aus dem Verkauf zu nehmen. Diese Decke sei respektlos gegenüber dem hinduistischen Glauben.  Rajan Zed, Präsident der Universal Society of Hinduism, begründete die Aufforderung damit, dass die Decke mit den Füßen in Berührung komme. Somit komme auch Ganesha in Berührung mit den als unrein erachteten Füßen.

  • Erstmals seit seinem Amtsantritt im März 2013 hat sich Papst Franziskus mit Opfern, die von katholischen Priestern missbraucht wurden, getroffen. Sechs Betroffene aus Großbritannien, Deutschland und Irland nahmen an der Zusammenkunft teil, die im privaten Rahmen stattfand. Opferselbsthilfegruppen hatten solch einen Schritt schon länger erwartet und kritisieren, dass die Auseinandersetzung mit den Missbrauchsskandalen schleppend in Gang gekommen ist.
  • Von den in Nigeria entführten 276 Mädchen befinden sich 219 immer noch in der Gewalt der Boko Haram. 57 Mädchen konnten fliehen. Im Juni waren nochmals 68 Mädchen entführt worden, was von der nigerianischen Regierung zunächst bestritten wurde. Von diesen Mädchen war es 63 möglich, aufgrund intensiver Kämpfe in einem Nachbarort, ihren Wärtern zu entkommen.
  • Im Fall des ermordeten Palästinenserjungen im Gazastreifen hat die israelische Polizei sechs Verdächtige festgenommen. Drei der Verdächtigen haben den Mord an dem jungen Palästinenser inzwischen gestanden. Sie bestätigten auch, dass der Tod dreier israelischer Schüler das Motiv für ihre Tat war.
  • Der Bundestag empfiehlt in seinem Schlussbericht zum NSU-Untersuchungsausschuss, Gewalttaten gegen Muslime in der Kriminalstatistik gesondert aufzuführen. Zurzeit fallen diese Straftaten noch in den Bereich der Hasskriminalität. Der Landtag von Nordrhein-Westfalen griff diese Empfahlung auf und forderte nun die Bundesregierung auf, Straftaten gegen Muslime in einer gesonderten Kategorie zu erfassen.

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