Wochenrückblick 42:2014

Mikwe (Tauchbad) in Köln

Mikwe (Tauchbad) in Köln

 Rabbi verhaftet wegen Voheurismus in der Mikwe * Bremer-Staatsvertrag mit Aleviten * Ehemaliger Religionsminister Myanmars verurteilt * Waffenstillstand zwischen nigerianischer Regierung und Boko Haram * Einschränkung des Schmuggels von Kunstschätzen * Bischofssynode in Rom

  • Der ehemalige Religionsminister Myanmars, Hsan Sint, wurde vergangene Woche der Korruption für schuldig befunden. Bereits im Juni wurde er wegen Korruptionsverdacht aus dem Amt entlassen. Aufgrund des Vorwurfs, Staatsgelder in Höhe von umgerechnet 8.000 Euro für die Errichtung einer Pagode im Namen seiner Familie veruntreut zu haben, wurde Hsan Sint zur schwersten Strafe verurteilt seit Premierminister Thein Sein Anti-Korruptions-Kampagne angelaufen ist. Kritische Stimmen vermuten jedoch einen politischen Hintergrund, denn Hsan Sint hatte die Regierung öffentlich kritisiert, nachdem diese ein Kloster hatte räumen lassen.
  • Zwischen der nigerianischen Regierung und der Führung der Boko Haram wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Vermittelt hatte diesen Waffenstillstand der Präsident des Tschad, Idriss Deby. Teil der Verhandlungen ist auch die Freilassung der über 200 verschleppten Mädchen. Da es am Wochenende wiederholt zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Kämpfern der Boko Haram und nigerianischen Soldaten ist der aktuelle Stand der Vereinbarung jedoch unbekannt.
  • Zwischen dem 05. und 19. Oktober hatte Papst Franziskus zu einer außerordentlichen Bischofssynode nach Rom geladen. Thema waren die “pastoralen Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung” und das veröffentlichte Kommuniqué sorgte für einiges Aufsehen. Auch wenn die Anerkennung homosexueller Hochzeiten nach wie vor kein Thema ist, wurde explizit gefragt, wie die katholische Kirche Homosexuelle willkommen heißen kann ohne gegen religiöse Doktrinen zu verstoßen. Von Traditionalisten wurde das Kommuniqué bereits als “Verrat” bezeichnet (laut RNS).

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.