Wochenrückblick 49:2014

Königin Rania von Jordanien (Quelle: World Econocmic Forum via Wikimedia Commons unter CC-BY-SA 2.0 Lizenz

Königin Rania von Jordanien

Rede der jordanischen Königin zur IS * Interreligiöser Kampf gegen Ebola in Sierra Leone * Diskriminierender Religionsentwurf liegt burmesischem Parlament vor * China schränkt Religionsfreiheit in Xinjiang ein

  • Die jordanische Königin Rania hat mit ihrer Rede in der vergangenen Woche nicht nur den Mediengipfel in Abu Dhabi eröffnet, sondern auch den Schaden beschrieben, den die IS nicht nur in Syrien und im Irak anrichtet. Rania sprach in ihrem Vortrag davon, dass die arabische Identität von der IS gekidnappt worden, jedoch nur philosophisch zu besiegen sei. Dies setze voraus, dass die arabischen Gesellschaften sich den Fragen nach der Attraktivität des IS für die Jugend stellten und sich durch ihr Schweigen nicht zu Komplizen der IS machten.

 

  • In Sierra Leone unterstützen sowohl Muslime als auch Christen aktiv den Kampf gegen Ebola indem sie gemeinsam beten, aber Scheichs, Imame und Pastoren nutzen die Versammlung auch um über die Krankheit aufzuklären. Noch immer besuchen viele Menschen Begräbnisfeiern und Beerdigungen; über die Gebräuche, den Toten zu berühren, ist die Gefahr der Infektion groß.

 

  • Die vornehmlich aus nationalistischen Mönchen bestehende Gruppe “Mabatha” (Das Kommitee für den Schutz der Nationalität und Religion) haben dem burmesischen Präsidenten Thein Sein ihre Vorschläge für ein neues Religionsgesetz unterbreitet. Dieser akzeptierte den Entwurf und hat ihn nun dem Parlament vorgelegt. Sollte das Religionsgesetz in seiner derzeitigen Form gebilligt werden, würden insbesondere Regelungen für interreligiöse Ehen deutlich verschärft. Auch der Wechsel von einer Religionsgemeinschaft zu einer anderen wäre dann mit einem enormen bürokratischen Aufwand verbunden. Kritiker bezeichneten den Entwurf als diskriminierend und fehlplatziert im 21. Jahrhundert.

 

  • In der chinesischen Provinz Xinjiang, die als Autonomes Gebiet hauptsächlich von den Uiguren bewohnt wird, soll ab dem neuen Jahr 2015 die Ausübung von Religion in Gebäuden der Regierung untersagt werden. Hinzu sollen Verbote kommen, die religiös motivierte Posts im Internet unterbinden und bei Verstoß mit Geldstrafen von umgerechnet über 4.000€ geahndet werden können. Mit diesen verschärften Regelungen will die chinesische Regierung eine “Aushöhlung der nationalen Einheit” verhindern.

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