Wochenrückblick 14:2015

Brand in zukünftigem Flüchtlingsheim * Religious Freedom Restoration Act Indiana auch Folgen für Oklahoma und Arkansas * Unterstützung Tschads und Nigers im Kampf gegen Boko Haram in Nigeria * Atheistische Blogger in Bangladesch ermordet * Blutige Geiselnahme von Studenten durch al-Shabab in Kenia

 

  • In der Nacht vom 4. auf den 5. April brach in einem als Flüchtlingsheim vorgesehenem Gebäude in Tröglitz, Sachsen-Anhalt, ein Feuer aus. Zwei zu diesem Zeitpunkt anwesende Personen blieben unverletzt. Die Polizei geht derzeit von Brandstiftung aus, da es bereits im Vorfeld immer wieder Hetze gegen das geplante Flüchtlingsheim gegeben hatte, besonders von rechtsradikaler Seite. Trotzdem sollen in naher Zukunft in dem Gebäude Flüchtlinge untergebracht werden, nur werden dies aufgrund des Brandes zunächst nur 10 statt der geplanten 40 sein.

 

  • Nachdem es nach der Verabschiedung des Religious Freedom Restoration Act im US-Bundesstaat Indiana zu heftigen Protesten gekommen war, wurde die Verabschiedung eines ähnlichen Gesetzes, welches es Angestellten staatlicher Einrichtungen ermöglicht, die Bedienung homosexueller Paare aus religiösen Gründen zu verweigern, in Oklahoma verhindert. Die Proteste führten ebenfalls dazu, dass die erst kürzlich verabschiedeten Gesetze in Indiana und Arkansas noch einmal überarbeitet werden.

 

 

  • Bereits zum zweiten Mal wurde in Bangladesch ein sich als Atheist bekennender Blogger ermordet. Sowohl der 27-jährige als auch der vor einem Monat ermordete 42-jährige Blogger setzten sich für ein säkulares Bangladesch ein. Beide wurden durch Messer oder ähnlich scharfe Klingen getötet und derzeit geht die Polizei von einem religiös motivierten Hintergrund der Taten aus, da sich die Blogger wiederholt religionskritisch äußerten.

 

  • Am vergangenen Donnerstag (02.04.) wurden an der Garissa Universität im Nordosten Kenias mehrere hundert Studenten als Geiseln genommen von Mitgliedern der somalischen Shabab-Milizen. Zu Beginn als auch im Verlauf der Geiselnahme wurden zahlreiche Studenten getötet, bisherige Angaben belaufen sich auf 147 Personen. Die Mehrheit der Studenten stammte nicht aus Kenia, aber auch nicht aus Somalia. Das Bekennerschreiben der Shabab bekundet, dass die Opfer ausgwählt wurden, weil sie nicht Muslime sind, größtenteils gehören sie christlichen Gemeinschaften an. Die Geiselnahme wurde von der kenianischen Armee aufgelöst.

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