Wochenrückblick 31/32:2015

Portrait von Joseph Smith, dem Begründer des Mormonentums. (via Wikimedia Commons, gemeinfrei)

Portrait von Joseph Smith, dem Begründer des Mormonentums.

Erstmals Fotos des „Sehersteins“ von Mormonengründer Joseph Smith veröffentlicht * Statue der Satanisten in Detroit unter christlichen Protesten enthüllt * Vierter Blogger in Bangladesch von Mob mit Macheten getötet * Inhaftierte Pastoren im Sudan nach monatelanger Haft wieder auf freiem Fuß

  • Nach Überlieferung der Mormonen benutzte der Begründer dieser Religionsgemeinschaft, Joseph Smith, für die Übersetzung des Buches Mormon verschiedene Hilfsmittel, darunter der sogenannte „Seherstein“. Dabei handelt es sich um einen von Streifen durchzogenen Stein von der Größe eines Eis, welcher der Öffentlichkeit nicht zugänglich ist und von dem es bisher keine Bilder gab. Nun veröffentlichte die Gemeinschaft erstmals Fotos des Steins sowie Abbildungen des ältesten erhaltenen Manuskripts des Buches Mormon. Die Darstellungen sind Teil der Bestrebungen der Mormonengemeinde, sich der Öffentlichkeit und den eigenen Mitgliedern gegenüber offener darzustellen.
  • Nachdem der Versuch einer satanistischen Gemeinschaft, in der gleichnamigen Hauptstadt des US-Bundesstaates Oklahoma eine Statue zu errichten, die ihre religiösen Überzeugungen dokumentiert, wurde eine solche Statue im über 1.700 km entfernten Detroit enthüllt. Die Satanisten-Statue stellt, wie auch in Oklahoma angedacht, Baphomet mit einem Ziegen-Mensch-Körper dar, der von zwei Kindern bewundert wird. Der Ort der Statue wurde bis kurz vor ihrer Enthüllung geheim gehalten, um Vandalismus vorzubeugen. Jetzt steht die knapp 2,80 m große Bronze an einem Industriegebäude in der Nähe des Flusses. Insbesondere lokale Christen protestierten gegen die satanistische Statue.
  • Im Sudan waren zwei Pastoren, die der Presbyterianischen Kirche angehören und aus dem Süd-Sudan stammen, der Untergrabung des Staates, der Spionage und des Bruchs des öffentlichen Friedens sowie der Beleidigung religiöser Überzeugungen angeklagt. Der Anklage folgend, hätten sie der Todesstrafe entgegen sehen können. Nach massiven internationalen Protesten christlicher Organisationen wurden sie bei einer Anhörung am 5. August freigesprochen und sind nun erstmals seit ihrer Verhaftung im Dezember 2014 bzw. Januar 2015 wieder frei.

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