Wochenrückblick 34/35:2015

Nach Martin Luther wird in Rom ein Platz benannt. (Quelle: Wikimedia Commons unter gemeinfreier Lizenz)

Nach Martin Luther wird in Rom ein Platz benannt.

Vatikan-App sucht Spender für kostspielige Behandlung von Kunstwerken * Drei Verdächtige im Fall der ermordeten Blogger in Bangladesch festgenommen * Platz in Rom soll nach sechs Jahren Vorbereitung nach Martin Luther benannt werden * Zehn-Tages-Frist für Schließung der Islamischen Partei in Tadschikistan

  • Es gibt bereits einige Apps, die geführte Touren durch die Vatikanischen Museen ermöglichen. Doch mit Patrum kann man seine liebsten Werke auswählen und kann mit anderen Interessierten darüber chatten. Die kurzen Werkbeschreibungen werden ergänzt durch Neuigkeiten über die betreffenden Werke, z. B. über Restaurationen. Patrum dient weniger dazu, durch die Museen zu touren, sondern vielmehr Mäzene für einzelne Werke zu finden, die durch Spenden aufwendige Restaurationen oder Reinigungen möglich machen.
  • Bereits vier Blogger wurden in Bangladesch von Unbekannten wahrscheinlich aufgrund ihrer atheistischen Einstellung getötet. Im Fall von zweien der Ermordeten, Avijit Roy and Ananta Bijoy Das, wurden erstmals drei Verdächtige festgenommen. Einer der Verdächtigen ist Brite mit bangladeschischen Wurzeln, die beiden anderen sind Mitglieder der in Bangladesch verbotenen islamistischen Gruppierung Ansarullah Bangla Team (ABT oder auch Ansar Bangla).
  • Nach dem Reformator Martin Luther soll in Rom ein Platz benannt werden. Bereits seit sechs Jahren läuft die Planung einen Parkbereich nördlich des Kolosseums in Piazza Martin Lutero umzubenennen und soll nun bald umgesetzt werden. Und auch wenn Martin Luther zu seinen Lebzeiten von der katholischen Kirche exkommuniziert wurde, reagierte diese nun wohlwollend auf das Vorhaben der Stadt Rom und sieht es in Einklang mit den katholischen Bestrebungen im ökumenischen Dialog.
  • In Tadschikistan muss innerhalb einer Frist von zehn Tagen die Islamische Partei Tadschikistans all ihre Büros schließen. Sie ist dann nicht mehr berechtigt, auf tadschikischem Boden zu agieren. Begründet wird das Vorgehen vom zuständigen Justizministerium damit, dass es für politische Parteien notwendig ist, in der Mehrheit der Städte, Distrikte und Regionen präsent zu sein. Da dies von der Islamischen Partei nicht erfüllt würde, müsse sie ihre Aktivität einstellen. Die Islamische Partei stellt die stärkste Opposition gegen den gegenwärtigen Machthaber Emomali Rahmon und seine islamfeindliche Politik.

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