Wochenrückblick 41:2015

Weitere Einschränkungen der Religionsfreiheit für Christen in China * Kanada erlaubt Gesischtsverschleierung bei der Einbürgerungszeremonie *  Ende der Welt von eBible Fellowship vorausgesagt * Italienischer Priester wegen Pädophilie- und Homosexualität-Aussagen Amtes enthoben

  • In der offiziellen Zeitung der Kommunistischen Partei Chinas, die sich mit religiösen Angelegenheiten auseinandersetzt (Zhongguo Mingzu Bao), werden weitere Einschränkungen insbesondere für Christen angekündigt. Es könnte zu weiteren Kirchenschließungen kommen und christliche Geistliche können willkürlich inhaftiert werden. Dies wären dann die letzten Menschenrechtsverletzungen in einer ganzen Reihe von ähnlich gearteten Aktionen, so wurde im August ein bekannter christlicher Anwalt inhaftiert mit der Begründung er stelle eine Gefahr für die nationale Sicherheit dar. Im Kreuzfeuer stehen insbesondere Christen und christliche Organisationen mit Verbindungen ins Ausland, da China insbesondere ausländische Einflüsse eindämmen will.
  • Seit 2011 ist in Kanada die Verhüllung während der Einbürgerungszeremonie verboten. Dagegen hat die Muslima Zunera Ishaq geklagt, die ihren Niqab auch bei dieser Zeremonie nicht ablegen möchte. Nachdem der Fall durch weitere Instanzen gewandert ist, hat das Berufungsgericht auf Bundesebene entschieden, dass die Verhüllung bei der Zeremonie aus religiösen Gründen erlaubt ist. Argumentierte der damalige Immigrationsminister Jason Kenney noch, dass die Zereomie ein öffentlicher Akt sei, widerspricht dem die Gerichtsentscheidung und stellt fest, dass diese Regelung mit dem Bürgerschaftsgesetz kollidiert, welches den Respekt vor Religionen betont.
  • Die in Sharon Hill (Pennsylvania, USA) ansässige Gemeinschaft der eBible Fellowship hat für den vergangenen 07. Oktober 2015 das Ende der Welt vorausgesagt. Der Gründer Chris McCann hatte nach Bibelstudium zunächst das Ende der Welt für den 21. Mai 2011 vorausgesagt, hatte nach dem Ablauf diesese Datums seine Voraussage jedoch auf den 07. Oktober 2015 korrigiert. Grund dafür war auch die Mondfinsternis, die sich in dieser Nacht ereignete. Fraglich ist nun, wie die Gemeinschaft damit umgeht, dass das Ende der Welt nicht wie vorausgesagt eingetroffen ist.
  • Nach streitbaren Aussagen bezüglich Pädophilie und Homosexualität muss ein italienischer Priest seinen Posten räumen. Gino Flaim, Priester in der italienischen Stadt Trent, sagte, er könne Pädophilie in der katholischen Kirche verstehen, Homosexualität jedoch nicht. Beide leideten jedoch im Inneren, da sie sehen würden, dass sie sich von anderen Menschen unterschieden. Die Erzdiözese Trent distanzierte sich von den Äußerungen und enthob ihn seiner kirchlichen Aufgaben.

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.