Wochenrückblick 06:2016

Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche Kirill. (Quelle: Kremlin.ru via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 4.0)
Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche Kirill.

Historische Begegnung zwischen Papst Franziskus und Patriarchen Kirill * Europaweiter Pegida-Aktionstag erweist sich als Flop * US-Präsident besucht Moschee * Anerkennung für atheistische Gruppe in Kenia verweigert * Frankreich reißt improvisierte Kirche und Moschee ab

  • Am 12. Februar treffen sich die beiden christlichen Oberhäupter, Papst Franziskus und der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche Kirill, auf Kuba. Es sei das erste Mal in der Geschichte beider Kirchen, dass sich die Oberhäupter direkt träfen und eine gemeinsame Erklärung verabschiedeten, sagte der Vatikansprecher Federico Lombardi laut ZEIT. Zwar wird das Treffen voraussichtlich nicht länger als zwei Stunden sein, doch setzt es ein Zeichen in der vorsichtigen Annäherung beider christlichen Kirchen.
  • Während seines ersten Besuches einer Moschee in seiner Funktion als US-Präsident, hat Obama zur Toleranz aufgerufen. Eine Moschee ähnele einer Kirche, Synagoge oder eines Tempels, da dies alles Orte der Verehrung seien, die dem Ausdruck der Liebe für Gott und füreinander da seien, sagte der Präsident in seiner Rede. Obama ermutigte Muslime, trotz bestehender Vorurteile ihre Meinung frei zu äußern, ihre Erfolge sowie ihren Patriotismus frei zu zeigen.
  • Der Antrag zur Registrierung der Gruppierung „Atheisten in Kenia“ wurde von den zuständigen Behörden in Kenia mit der Begründung abgelehnt, dass die Atheisten die öffentliche Ruhe und Ordnung stören könnten. Die Gruppierung überlegt nun, gegen diese Entscheidung gerichtlich vorzugehen. Sie sehen die Entscheidung als Diskriminierung gegen das Vereinigungsfreiheit. „Atheisten in Kenia“ fordert eine Trennung von Staat und Religion. Sie haben die Regierung bereits mehrfach kritisiert, u.a. für Weihnachtsfeierlichkeiten und den Beschluss der Regierung, den Tag des Besuches von Papst Franziskus zum nationalen Feiertag zu erklären.
  • Im Flüchtlingscamp von Calais, in dem ca. 1.500 Menschen leben und auf eine Überfahrt nach Großbritannien warten, wurden die improvisierten Bauten einer Kirche und Moschee abgerissen. Nachdem die Behörden zunächst zugesichert hatten keine religiös genutzten Gebäude zu zerstören, veranlassten sie trotzdem den Abriss. Frankreich hatte im Januar bereits begonnen das Camp aufzulösen und die Geflüchteten in umgebauten Schiffscontainer unterzubringen.

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