Muslime in Sachsen – Buchpräsentation in Leipzig

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Die Sitze füllen sich. Später waren alle Sitzmöglichkeiten besetzt.

Nach der Veröffentlichung von „Muslime in Sachsen“ hat das Buch bereits einige Aufmerksamkeit erregt – sowohl positive als auch negative. Die Buchpräsentation im Grassi-Museum in Leipzig versprach also schon im Vorfeld äußerst spannend zu werden.

Das Interesse am Buch konnte man bereits vorab an der langen Schlange im Foyer des Grassi-Museums ablesen. Auch die vorbereiteten Exemplare des Buches waren bereits vor Beginn der Veranstaltung vergriffen und es musste für Nachschub gesorgt werden. Befürchtungen, den Aufrufen rechtsgerichteter Forenseiten würden gewalttätige Taten folgen, erfüllten sich nicht. Es wurden „nur“ islamfeindliche Pamphlete verteilt.

„Das Buch braucht nicht die Debatte, …“

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Moderator JProf. Dr. Schüler und Herausgeberin Prof. Dr. Klemm.

Die Begrüßung durch Frau Fischer vom Grassi-Museum und die einleitenden Worte von Moderator JProf. Dr. Sebastian Schüler trafen im Auditorium auf 180 gespitzte Ohrenpaare. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Es folgten zusammenfassende Worte zu Inhalten des Buches durch die Herausgeberinnen, Marie Hakenberg und Prof. Dr. Verena Klemm, sowie zweier Autoren, Prof. Dr. Ebert und meine Wenigkeit. Auf dem Podium war zudem Khaldun Al Saadi, der als Vertreter des Islamischen Zentrums Dresden und als muslimischer Sachse persönliche Einsichten im mühsamen Kampf gegen die zunehmende Islamfeindlichkeit teilte.

„… die Debatte braucht das Buch.“

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Autor Prof. Dr. Ebert und Khaldun Al Saadi vom Islamischen Zentrum Dresden.

Wie wahr diese Aussage des Moderators, JProf. Dr. Sebastian Schüler, ist, erwies sich nach der Öffnung des Podiums für Fragen aus dem Publikum. Islamfeindlich eingestellte Bürger ließen ihrer Empörung freien Lauf und wurden dabei auch beleidigend. Gegenstimmen hielten nicht weniger laut dagegen. Doch es gelang nicht nur, die Lage wieder zu beruhigen sondern auch zu einer versachlichten Debatte zurückzukehren, wie sie ja auch das Buch zum Ziel hat.

Am Ende standen Wissenschaftler, Islamfeinde und -befürworter beieinander und diskutierten weiter. Auch wenn keiner im Endeffekt von seiner Meinung abwich, ist es ein wichtiges Zeichen, dass ein gemeinsames Diskutieren möglich ist ohne gleich in Saalschlachten auszuufern.

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