Wochenrückblick 07:2016

Diskussion um „Raum der Stille“ an der TU Duisburg * Kopftuchstreit in Bosnien und Herzegowina * Hijarbie – Barbie mit Hijab * Erste Frauenmoschee in Dänemark eröffnet

Kopenhagen wird um eine Sehenswürdigkeit reicher: die erste Frauenmoschee des Landes. (Quelle: Mik Hartwell via Wikimedia Commons unter CC-BY-SA 2.0 Lizenz)
Kopenhagen wird um eine Sehenswürdigkeit reicher: die erste Frauenmoschee des Landes.

  • Der „Raum der Stille“ der Technischen Duisburg, eingerichtet 2012, wurde vor kurzem geschlossen. Nachdem es bereits nach dessen Einrichtung Probleme gegeben hatte, da der konfessionsneutrale Raum als Gebetsraum eingerichtet wurde. Nun hatten Muslime eine improvisierte Trennung des Raumes in einen Frauen- und Männerteil vorgenommen. Über die Diskussion um diese Umgestaltung hat die Universitätsleitung beschlossen, den Raum der Stille ganz zu schließen.
  • Das Verfassungsgericht von Bosnien und Herzegowina hat am 20. Januar entschieden, dass vor Gericht keine religiösen Symbole mehr getragen werden dürfen. Diese Entscheidung traf besonders in der muslimischen Bevölkerung auf Widerstand. Am 07. Februar demonstrierten 2.000 Frauen in der Hauptstadt Sarajevo gegen den Beschluss. Sie sehen darin ein Zeichen zunehmender Säkularisierung und eine Diskriminierung der islamischen Religion. Kritiker halten entgegen, dass die Gerichtsentscheidung nicht nur für Muslime gelte, sondern für Angehörige aller Religionsgemeinschaften.
  • In Dänemark wurde die erste von Frauen geführte Moschee eröffnet. Auch zum Freitagsgebet sind ausschließlich Frauen in der Moschee erlaubt, zu allen anderen Zeiten ist sie offen für alle. Initiiert und geführt wird die Moschee von der Imamin Sherin Khankan, die auf diese Weise die selbstverständlichen patriarchalen Strukturen aufbrechen will, die nicht nur im Islam vorherrschen, sondern auch in anderen Religionen. Eine Frauenmoschee gibt es bereits in Los Angeles und eine weitere ist in Großbritannien geplant.

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