Wochenrückblick 08/09:2016

Steinbach: Rassistische Hetze auf Twitter * Frankreich räumt Flüchtlingslager nahe Calais * Totes Ferkel auf Baugelände der zukünftigen Leipziger Moschee * 850 Geiseln in Nigeria aus Händen der Boko Haram befreit * Verurteilungen infolge der Entfernungen von Kreuzen in China * Salafistischer Verein in Bremen verboten * Übergriffe auf Flüchtlinge in Clausnitz, Bautzen und Gräfenhainichen

  • Die provisorischen Unterkünfte vieler Flüchtlinge in Calais, die zu einem Lager zusammengewachsen sind, werden geräumt. Mehrere Hilfsorganisationen haben versucht, die Räumung mit Protesten zu verhindern. Doch die Räumung des Flüchtlingslagers wurde vom französischen Gericht in Lille für zulässig erklärt. Die Räumung soll mehrere Monate dauern und für die betroffenen 800 bis 1.000 Geflüchteten sollen neue Unterkünfte gefunden werden.
  • Auf dem Gelände in Leipzig, das für den Bau der Ahmadiya-Moschee vorgesehen ist, wurde in der vergangenen Woche ein totes Ferkel abgelegt. Es war mit der Aufschrift „Mutti Merkel“ versehen. Es ist bereits das zweite Mal, das tote Schweine auf dem Gelände abgelegt wurden. Im November 2013 wurden drei Schweineköpfe dort aufgespießt aufgestellt.
  • Ein christlicher Pastor und seine Frau wurden in der vergangenen Woche von einem chinesischen Gericht der Veruntreuung, Störung der öffentlichen Ordnung sowie illegaler Geschäftstätigkeiten für schuldig befunden. Das Strafmaß wurde auf 14 bzw. 12 Jahre Gefängnis festgesetzt. Beide hatten sich gegen die Maßnahme der chinesischen Regierung ausgesprochen, nach welcher christliche Kreuze von Kirchen zu entfernen sind. Nur an den Türen dürften diese noch angebracht werden und dann eine gewisse Höhe nicht überschreiten. Im Zuge der Verurteilung wurden auch 10 weitere Personen bestraft, die in den Fall involviert waren.
  • Nachdem die Sicherheitsbehörden in Bremen die Räumlichkeiten des Islamischen Fördervereins Bremen e.V. durchsucht haben, soll der Verein nun verboten werden. Er sei eine Nachfolgeorganisation des 2014 aufgelösten salafistischen Kultur- und Familienvereins (KuF). Bei der Razzia seien hauptsächlich Computer, Festplatten und Telefone beschlagnahmt worden, berichtete die ZEIT. Diese sollen dazu dienen, die Organisationsstrukturen der Salafisten in Bremen zu erfassen.

Flattr this!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.