Wochenrückblick 16:2016

Das fliegende Spaghettimonster, gestrickt. (Quelle: Flickr pockafwye via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 2.0)

Das fliegende Spaghettimonster, gestrickt.

Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters laut US-Gericht keine Religion * Nepal schafft Weihnachten ab – Christen protestieren * AfD: “Der Islam an sich ist eine politische Ideologie”

  • Als Reaktion auf die Anfrage eines Häftlings die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters, also den Pastafarianismus, als seine Religion anerkannt zu bekommen, hat der U. S. District Court of Nebraska den Status dieser Religion überprüft. Es kam zu dem Ergebnis, dass es sich bei der Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters nicht um eine Religion handele sondern um eine Satire. Die Kirche des Fliegenden Spaghettimonsters (FSM) sieht sich selbst jedoch als Religion und nicht als reines Gedankenexperiment. Es bietet Ordinationen an, in einigen US-Staaten haben Gläubige bereits durchsetzen können, dass ihre Führerscheinfotos mit einem Nudelsieb auf dem Kopf geschossen werden und in Neuseeland gab es die erste Pastafari-Hochzeit.
  • Bis 2008 war Nepal das einzige Königreich mit hinduistischer Staatsreligion. Seitdem ist es ein säkularer Staat und in diesem Sinne hat die Regierung entschieden, Weihnachten von der Liste der anerkannten Feiertage zu streichen. Es soll Christen natürlich nach wie vor möglich sein, diesen Tag zu feiern, doch müssen sie dafür Urlaub nehmen. Christliche Repräsentanten haben bereits eine Petition aufgesetzt, die den Entschluss anfechten will. Sie sehen darin eine Diskriminierung ihrer Religion, denn Nepal erkenne 83 hinduistische Feste, aber keine christlichen an.
  • Für die AfD (Alternative für Deutschland) geht es nicht mehr nur um Einwanderer oder Islamisten, sondern um den Islam in all seinen Varianten und Spielarten. Das Parteiprogramm soll entsprechend deutlicher und “islamkritischer” werden. Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der Partei, bezeichnete den Islam gegenüber der FAS als “eine politische Ideologie, die mit dem Grundgesetz nicht vereinbar ist”. Der Islam gehöre nicht zu Deutschland und sei mit einer freiheitlich-demokratischen Ordnung nicht vereinbar. Ein Verbot von Minarett, Muezzin und islamischen Körperschaften des öffentlichen Rechts sind für die AfD die Lösung für Deutschlands “Islam-Problem”. Nur sind solche Verbote in einem liberalen, nicht laizistischen(!), Deutschland mit einer freiheitlich-demokratischen Grundordnung unvereinbar. Aiman Mazyek hat daraufhin die Islamfeindlichkeit der AfD mit dem Antisemitismus unter den Nationalsozialisten verglichen, da “erneut eine ganze Religionsgemeinschaft diskreditiert und sie existentiell bedroht” werde, wie er NDR Info sagte.

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