Wochenrückblick 28:2016

Die Prophetenmoschee in Medina, Saudi-Arabien. (Quelle: via Wikimedia Commons, gemeinfrei)

Die Prophetenmoschee in Medina, Saudi-Arabien.

Biblische Arche Noah in Kentucky eröffnet * AfD-Spaltung: Alternative für Baden-Württemberg * Muslimin in Kiel niedergeschlagen * Selbstmordanschläge in Saudi-Arabien und im Irak * Abiturient weigert sich Lehrerin die Hand zu geben

  • Für den Kreationisten Ken Ham hat sich ein Traum erfüllt. In der vergangenen Woche wurde der Beginn eines biblischen Themenparks eröffnet: ein Nachbau der Arche Noah. 155 Meter ist der Bau lang und 20 Meter hoch. In seinem Inneren beherbergt „Ark Encounter“ eine Ausstellung über die Schaffung der Erde, wie die Kreationisten sie sich vorstellen. Die Kreationisten nehmen die Bibel wörtlich und vertreten die Ansicht, Gott habe das Universum in sechs Tagen geschaffen. Zudem sei die Erde nicht älter als 6.000 Jahre. Die Evolutionstheorie lehnen sie ab und gehen davon aus, dass u. a. die Dinosaurier mit den Menschen koexistierten. Der Arche-Bau nach biblischen Maßen verschlang über 100 Millionen Dollar und soll jährliche zwischen 1,4 und 2 Millionen Besucher anlocken, die für eine Eintrittskarte satte 40 Dollar bezahlen dürfen.
  • Eine 35-jährige Frau wurde in Kiel auf offener Straße von einem ihr unbekannten Mann angegriffen und niedergeschlagen. Die Frau war durch ihr Kopftuch als Muslimin erkenntlich und bevor der 55-jährige mutmaßliche Täter zuschlug, rief er „Scheiß Muslime“. Die Muslimin wurde mit Prellungen und einem Nasenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert und wurde am Freitag operiert. Die Polizei ermittelt wegen Körperverletzung.
  • Wieder einmal sorgt ein Nicht-Händeschütteln für Aufregung, diesmal in Hamburg-Altona. Ein muslimischer Abiturient hatte sich nach seiner mündlichen Prüfung geweigert, die Glückwünsche seiner Lehrerin mit einem Handschlag entgegenzunehmen. Er erklärte ihr im Anschluss unter vier Augen, dass er dies nicht aus Respektlosigkeit tue, sondern aus religiösen Gründen. Die Aufregung darüber war so groß, dass überlegt wurde, den Abiturienten von der Abiturfeier auszuschließen. Als keine Sanktionen erlassen wurden, blieben fünf Lehrer der Schule der Veranstaltung fern.

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