Wochenrückblick 29:2016

Quelle: nescafe via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 3.0

In Fethullah Gülen sieht der türkische Premierminister den Schuldigen für den Putsch.

Putschversuch in der Türkei: Erdogan nennt Gülen als Schuldigen * Ehrenmord an pakistanischem Starlet? * Religion und Fußball im SK Rapid Wien * Münchner Rat der Religion eingerichtet * Reaktionen religiöser Repräsentanten auf Handy-App “Pokemon Go” * Ende der religioholic-Wochenrückblicke

  • Nach dem gescheiterten Putschversuch in der Türkei, bei dem das Militär die Macht im Land übernehmen wollte, beginnt Premierminister Tayyip Erdogan mit den Aufräumarbeiten. Mehr als 3.000 Militärangehörige wurden bereits festgenommen und mehr werden folgen. Als Schuldigen des Putsches hat Erdogan bereits den Gründer der Gülen-Bewegung, Fethullah Gülen, genannt. Der Prediger hatte bis zu einem Zerwürfnis 2003 eng mit der türkischen Regierung kooperiert. Seitdem wurden Gülen-Anhänger aus allen politischen Ämtern entfernt und Fethullah Gülen wanderte bereits 1999 in die USA aus.
  • In Pakistan wurde das “Facebook-Sternchen” Qandeel Baloch ermordet. Sie hatte in den vergangenen Jahren immer wieder für Aufsehen gesorgt, insbesondere mit Fotos auf Facebook. Sie wurde auch als “pakistanische Kim Kardashian” bezeichnet. Im Juni hatte sie ein Selfie von sich und einem Mufti gepostet. Am Samstag wurde sie von ihrem Vater erwürgt in der elterlichen Wohnung aufgefunden. Der Bruder von Qandeel Baloch hat die Tat gestanden und gab an, dass er wegen seiner Schwester verspottet wurde.
  • Immer wieder werden Religion und Fußball gemeinsam untersucht, jetzt liefert ein Fußballclub Material für die nächste. Die neue Imagekampagne des SK Rapid Wien umfasst sechs Bilder in der Aufmachung von Kirchenfenstern. Unter dem Titel “SK Rapid Wien – mehr als ein Verein” werden die Poster auf City-Lights im ganzen Wiener Stadtgebiet aufgehängt.
  • Weniger als ein Monat ist vergangen seit das Spiel Pokemon Go herausgegeben wurde und schon gibt es erste Beschwerden von religiöser Seite: Der Wiener Dompfarrer Toni Faber wies darauf hin, dass es unangebracht sei in der Kirche Pokemon Go zu spielen. Der islamische Gelehrte Abbas Schuman an der Azhar-Universität lehne die Handy-App ab, weil sie einen negativen Einfluss auf den Spieler haben kann, wenn er obsessiv spielt und darüber Körper und Geist vernachlässige. Hingegen forderte die anglikanische Kirche seine Gemeinden auf, die Spieler willkommen zu heißen und als Möglichkeit zu begreifen, Menschen kennenzulernen, die sonst nicht in Kirchen gehen.

 

  • Dies wird der vorerst letzte Wochenrückblick auf religioholic sein. News werde ich von nun an tagesaktuell auf Twitter verlinken. Also unbedingt folgen und zwar hier! 😉

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