Wochenrückblick Woche 50

  • Der neu herausgegebene Zensus für England und Wales hat in dieser Woche für Aufregung gesorgt. Einige der Ergebnisse waren: ‘Jedi’ ist die beliebteste alternative Religion, auch wenn sie seit 2001 abgenommen hat; fast ein Viertel der Bevölkerung gab an, keine Religion zu haben – besonders deutlich wurde dies in den Studentenhochburgen. Desweiteren nehmen die bekennenden Christen ab, wohingegen der Islam neue Anhänger gewinnt.
  • In Kopenhagen wurden Juden gewarnt, öffentlich religiöse Symbole zu zeigen. Sowohl der israelische Botschafter als auch die Organisation für die Juden Dänemarks empfahlen, keine jüdischen Symbole, wie die Kippa und den Davidstern, sichtbar zu tragen. Grund sind die Ausschreitungen an der israelischen Botschaft, bei der ca. 20 Demonstranten das Gebäude mit Steinen bewarfen und Feuerwerkskörper abfeuerten.
  • Das Gesetz zur Regelung der Beschneidung hat den deutschen Bundestag passiert. Damit sind Beschneidungen erlaubt, der Eingriff muss jedoch von einem Arzt durchgeführt werden, es sei denn, das Kind ist unter sechs Monate alt, dann darf ein dafür zuständiger religiöser Experte beschneiden. Auch im Ausland wurde die Debatte verfolgt.
  • Ein ägyptischer Blogger wurde für die Beleidigung der Religion zu drei Jahren Haft verurteilt. Auf seiner Facebookseite hatte er religionskritische Videos gepostet und damit gegen einen Absatz der vorläufigen ägyptischen Verfassung verstoßen, wonach kein Prophet beleidigt werden soll.
  • A propos Blasphemie im Netz: In einem Bericht zur “Gedankenfreiheit 2012” der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union ist von mehr als einem Dutzend Menschen die Rede, die für ihre blasphemischen Aussagen in sozialen Netzwerken verurteilt wurden. Zum Vergleich waren es in den vergangenen drei Jahren lediglich drei Fälle.
  • Der Kardinal Karl Lehmann hat sich für die Hilfe des Bruno-Gmünder-Verlages bedankt, die Urheber von kreuz.net ausfindig zu machen. Zwar ist dies bisher nicht gelungen, doch ist die Seite seit Anfang Dezember offline.

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