Wochenrückblick 2013: Woche 28

In diesem Wochenrückblick wimmelt es nur so vom Katholizismus: der Papst auf Lampedusa und mit neuen Gesetzesentwürfen für den Vatikan, beim Nordirland-Konflikt und in der Diskussion um Abtreibung in Irland. Doch auch über den Geburtstort des historischen Buddha und den Geburtstag des Dalai Lamas gibt es Neuigkeiten.

  • Seine erste Reise außerhalb Roms führte Papst Franziskus nach Lampedusa. Er nutzte den Besuch auf der italienischen Mittelmeerinsel, um auf die Situation der Flüchtlinge aus Afrika aufmerksam zu machen. Jedes Jahr kommen bei dem Versuch, Europa zu erreichen, tausende Menschen ums Leben.
  • Der traditionelle Oranier-Marsch in Belfast, Nordirland, hat wieder zu massiven Ausschreitungen zwischen protestantischen Demonstranten und der Polizei geführt.  Der Oranier-Orden wurde 1795 gegründet und ist heute noch eine wichtige Insitution im Kampf um die Zugehörigkeit Nordirlands zu Großbritannien. Aus diesem Grund gedenkt die Bruderschaft jedes Jahr zum 12. Juli der Schlacht von Boyne, in deren Ausgang der katholische König Jakob II. vom protestantischen Wilhelm von Oranien geschlagen wurde. Der Marsch verläuft sowohl durch protestantische als auch katholische Viertel, weshalb es immer wieder zu Gewalttätigkeiten zwischen Katholiken und Protestanten kommt.
  • Das Unterhaus (auch Dáil Éireann genannt) des irischen Parlaments hat am vergangenen Freitag in Dublin das umstrittene Gesetz zur Abtreibung verabschiedet. Es wurde von 127 Abgeordneten angenommen, nur 31 sprachen sich dagegen aus. Entzündet hatte sich die Diskussion am Tod einer 31-jährigen Inderin. Eine Abtreibung wurde in ihrem Fall abgelehnt, weil keine unmittelbare Gefahr für ihr Leben bestand. Nachdem sie eine Fehlgeburt erlitten hatte, starb sie an einer Blutvergiftung. Das Gesetz muss nun noch den Senat (Seanad Éireann) passieren. Katholische Gruppen haben bereits angekündigt, weiter gegen den Gesetzesentwurf vorzugehen.
  • Bei einer Überarbeitung des Strafrechts im Vatikan, hat Papst Franziskus das Vorgehen gegen Kindesmissbrauch durch eine weiter gefasste Definition gestärkt. Die Gesetzgebung erfasse nun Delikte wie Kinderprostitution, sexuelle Akte an Kindern und Kinderpornographie. Papst Franziskus wird ebenfalls die von seinem Vorgänger begonnene strafrechtliche Veranwortlichkeit der Angestellten im Vatikan vorantreiben – Ziel ist es, die Korruption im Vatikanstaat auszurotten. Die neuen Gesetze werden ab dem 1. September 2013 in Kraft treten.
  • Am überlieferten Geburtsort des Buddha, in Lumbini, Nepal, werden zurzeit weitere Ausgrabungen durchgeführt. Dabei entdeckte man unter dem Maya-Devi-Tempel (benannt nach der Mutter des Buddha) Überreste zweier Vorgängerbauten. Einer wurde auf die Zeit Ashokas, eines indischen Herrschers im 3. Jahrhundert vor unserer Zeit, datiert. Unter diesem gemauerten Tempel sind Überreste eines älteren Gebäudes aus Holz nachweisbar.

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