Wochenrückblick 2013: Woche 34

religioholic

 Tragen des Kopftuches als Zeichen des Protests, das Verbot von Kopftüchern und weiteren religiösen Symbolen, Proteste von unerwarteter Seite in Myanmar, die spontane Umnutzung religiöser Gebäude durch andere Religionsgruppierungen und mehr…

#hijabuppropet – „Judge me by what’s in my head, not on my head.“ (by 9cloudstudio: http://statigr.am/cloud9studio)
  • Nachdem ein Unbekannter in einem Vorort von Stockholm eine schwangere Muslima angriff und beschimpfte, zeigten Schweden ihre Solidarität. Da die junge Frau aufgrund ihres Kopftuches (hijab) angegriffen wurde, veröffentlichen vor allem Frauen unter dem hashtag #hijabuppropet Fotos von sich mit Hijab in den sozialen Medien, allen voran auf Twitter und Instagram. An der Aktion beteiligen sich Persönlichkeiten aus Fernsehen und Politik, wie Gina Dirawi, Veronica Palm und Åsa Romson.
  • Eine Touristengruppe aus Singapur hat in einer Moschee in Malaysia buddhistische Gebete verrichtet und ein buddhistisches Gemälde in der Gebetsnische aufgehängt. Die malaysische Regierung hatte die Gruppe daraufhin des Landes verwiesen. In den letzten Monaten hatte es immer wieder religiöse Zwischenfälle gegeben, die Kritik am Islam übten. Unter anderem hatte ein Youtube-Video für Aufsehen gesorgt, in welchem ein muslimisches Paar zu sehen ist, welches während des Fastenmonats Ramadan Schweinefleisch konsumiert hatte. Das Paar wurde angeklagt und bekannte sicht nicht schuldig. Die Verhandlung ist noch nicht abgeschlossen.
  • Die Regierung Quebecs, Kanada, erwägt die Einführung eines Verbots religiöser Symbole im öffentlichen Dienst. Der Vorschlag soll nach Angaben der Tageszeitung Journal de Montreal im Herbst eingereicht werden. Betroffen wären Angestellte des öffentlichen Dienstes wie Lehrer, Ärzte, Krankenschwestern und Polizisten. Sie dürfen dann keinen Schmuck mit religiösen Symbolen, keine religiöse Kleidung und Kopfbedeckung tragen. Sollte ein derartiges Gesetz durchkommen, könnte es eine Abwanderung von Fachkräften, die nicht bereit sind auf religiöse Symbole zu verzichten, bewirken.
  • Tariq al-Suwaidan, ein bekannter Autor und Redner aus Kuwait, wurde aufgrund seiner Nähe zu den Muslimbrüdern beim saudischen Al-Resalah Sender, welcher dem saudischen Prinzen Al-Walid bin Talal gehört, gekündigt. Dieses Vorgehen steht im Einklang mit der Aufforderung des saudischen Königs Abdullah, gemeinsam gegen die Destabilisierung Ägyptens zu stehen und die Militärführung zu unterstützen.
  • Seit seinem Rücktritt vom Papstamt im Februar dieses Jahres hat sich Benedikt erstmals zur Motivation seiner Handlung geäußert. Er gab an, dass er über Monate eine mystische Erfahrung hatte, in der Gott in ihm den Wunsch weckte, sich ganz dem Gebet zu verschreiben. Nachdem er das Charisma seines Nachfolgers, Papst Franziskus, erlebt habe, verstehe er den Willen Gottes dahinter. Update: Der persönliche Assistent Benedikts hat bestritten, dass es eine solche mystische Erfahrung gegeben hat. Der Bericht, den die katholische Nachrichtenagentur Zenit herausgegeben hatte, sei erfunden „von alpha bis omega“ und es sei nichts Wahres an der Geschichte.

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