Wochenrückblick 2013: Woche 35

 Die Boko Haram in Nigeria und die Buddhisten Myanmars sorgen wieder für Schlagzeilen, ebenso die Entscheidung der israelischen Regierung: Gasmasken für alle!

  • Bei dem Versuch, Mitglieder der Boko Haram zu verhaften, gerieten 100 Anhänger einer nigerianischen Bürgerwehr in einen Hinterhalt der islamistischen Gruppierung. Dabei wurden 24 Mitglieder der Bürgerwehr getötet, 34 weitere werden noch vermisst. Im Mai hatte der nigerianische Präsident Goodluck Jonathan zum Kampf gegen die Boko Haram aufgerufen, die Bürgerwehr hatte die Polizei und das Militär dabei unterstützt. Allerdings haben sich Anhänger der Bürgerwehr und ihre Familien dadurch auch zu Zielen für die Anschläge der Boko Haram gemacht.
  • Die Lage in Ägypten bleibt nach dem Sturz von Präsident Mursi unsicher. Auch für die kleine jüdische Gemeinde Ägyptens, die 2001 gerade noch 100 Personen umfasste und seither weiter abgenommen hat. Die Jungen und die Familien sind schon früher ausgewandert, zürückgeblieben sind meist Ältere. Diese leiden unter den Anfeindungen. Sicherheitskräfte überwachen die Versammlung in der Synagoge und überprüfen jeden, der hineingeht. Einen Rabbi gibt es nur an den hohen Feiertagen, an Neujahr und Yom Kippur, wenn er aus dem Ausland eingeflogen wird.
  • Die israelische Regierung hatte vergangenes Jahr entschieden, jeden Einwohner Israels mit einer Gasmaske auszustatten. Hinsichtlich der Entwicklungen in Syrien hat diese Entscheidung neuen Schub erhalten. Da die meisten Gasmasken für Bartträger nicht geeignet sind, fordern orthodoxe Juden für sich Modelle, die ihnen das weitere Tragen ihres Bartes erlauben. Orthodoxe Parteien forderten konkret Präsident Netanjahu auf, Gasmasken des Typs Bardas zu produzieren, die den gesamten Kopf bedecken.
  • Nach Gerüchten über einen sexuellen Übergriff eines Muslims auf eine junge Frau, hat ein Mob aus etwa 1000 Buddhisten eine Spur der Verwüstung in Htan Gone, einem Ort im Nordwesten von Myanmar, hinterlassen. Die Nationalhymne singend, zogen sie durch ein muslimisches Viertel und brannten 42 Häuser und 15 Läden nieder, verletzt wurde niemand. Die Ausschreitungen begannen, nachdem eine Gruppe Buddhisten die Polizei aufforderte, ihnen den mutmaßlichen Täter zu überlassen, was die Polizisten verweigerten.

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