Schlagwort-Archiv: Afghanistan

Wochenrückblick 46:2014

Schukria Baraksai im März 2011

Schukria Baraksai im März 2011

Selbstmordattentat auf Frauenrechtlerin in Afghanistan * Amerika von Muslimen entdeckt * Der Schwarze Peter bleibt in den Niederlanden umstritten * Houthi-Rebellen in Radaa * Frühe Koranhandschrift in Tübingen entdeckt * 10. Todestag Jassir Arafats von Gewalt überschattet Weiterlesen

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Wochenrückblick 2013: Woche 21

  • Im burmesischen Bundesstaat Rakhine, in dem die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Buddhisten und muslimischen Rohingya ihren Anfang nahmen, haben die zuständigen Behörden ein Kinderlimit für Muslime erlassen. Demnach ist es Muslimen nur erlaubt, zwei Kinder zu bekommen. Andere Glaubensrichtungen sind von dieser Einschränkung ausgenommen.

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Jahresrückblick: Februar 2012 – Koranverbrennungen in Afghanistan

Auf dem US-Stützpunkt Bagram, im Nordosten Afghanistans, wurden am 20. Februar durch US-amerikanische Soldaten Exemplare des Korans verbrannt. Bis heute ist nicht abschließend geklärt, wie es dazu kam, doch handelt es sich offiziell um einen “Irrtum”. Versehentlich wurden die Koranexemplare zur Verbrennungsanlage gebracht.

Nach Bekanntwerden dieses Vorfalls kam es zu heftigen Protesten von afghanischen Muslimen, für die die Verbrennung des heiligen Buches des Islam ein schweres Vergehen ist. Die Proteste ergriffen das ganze Land und es kam zu Angriffen auf weitere US-Stützpunkte. Auf beiden Seiten gab es mehrere Tote.

In der Folge müssen Soldaten nun eine Schulung über den Umgang mit religiösen Objekten durchlaufen. Die Taliban gaben mit einem Selbstmordanschlag in Dschalalabad ihre ganz eigene Antwort auf die Verbrennungen.

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Wochenrückblick Woche 43 und 44

  • Nach islamischem Kalender ist der Haddsch-Monat zu Ende gegangen. Traditionell ist dies der Monat der großen Pilgerreise nach Mekka. Der Monat endet mit dem Opferfest, bei dem mit der Opferung eines Tieres der Bereitschaft Abrahams gedacht wird, seinen eigenen Sohn Gott zu opfern.
  • Für die Besucher einer Moschee in Maymana, in der afghanischen Provinz Faryab, wurde das Opferfest nicht das fröhliche Feiern, auf das sie sich gefreut hatten. Beim Verlassen der Moschee nach den Gebeten zündete ein Selbstmordattentäter eine Bombe, riss über 40 Menschen mit sich in den Tod und verletzte über 50 weitere.
  • Auch in Nigeria gab es einen Selbstmordanschlag. Dort allerdings in einer christlichen Kirche. Dabei starben 7 Menschen, es gab über 100 Verletzte. Bekannt hatte sich zu diesem und vorhergehenden Anschlägen Boko Haram.
  • Nachdem sich die Lage für die Rohingya in Birma zwischenzeitlich beruhigt hatte, sind die Verfolgungen wieder aufgeflammt. Menschenrechtsorganisaitonen, darunter Human Rights Watch, fordern die Regierung auf, aktiv etwas zum Schutz der muslimischen Minderheit zu unternehmen.
  • Das Zweite Vatikanische Konzil wurde vor 50 Jahren einberufen. Es war 1962 von Papst Johannes XXIII. organisiert worden, um die Kirche zu erneuern. Es dauerte an bis 1965 und beschloss den engeren Dialog mit Andersgläubigen, sprach sich explizit gegen Antisemitismus aus und erkannte die Religionsfreiheit rechtstaatlicher Ordnungen an.
  • Die ägyptischen Kopten haben ihr neues Oberhaupt gewählt. Drei Endkandidaten gab es nach der Wahl der Gläubigen, der 60-Jährige Tawadros wurde per Los bestimmt und ist nun das 118. Oberhaupt der Kopten.

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