Judentum III: Zionismus in Geschichte und Gegenwart

Theodor Herzl
Theodor Herzl. (Quelle: Wikimedia, gemeinfrei)

Die Idee, nach der das jüdische Volk ins Land Israel zurückkehrt, war bei den Juden in der Diaspora immer präsent. Die religiöse Vorstellung einer Rückkehr nach „Zion” wurde jedoch erst im 19. Jahrhundert vor dem Hintergrund der Herausbildung europäischer Nationalstaaten zu einer politischen Idee mit weitreichenden Konsequenzen. Der Zionismus arbeitete auf die Gründung eines eigenen jüdischen Staates hin. Mit der Staatsgründung Israels 1948 werden jedoch auch religiöse und politische Elemente auf die zionistische Idee zurückgeworfen.

Wochenrückblick 46:2015

Orte der Anschläge in Paris vom 13./14. November 2015. (Quelle: Maximilian Dörrbecker via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 2.0)
Orte der Anschläge in Paris vom 13./14. November 2015.

IS bekennt sich zu Anschlägen in Frankreich – Frankreich reagiert mit militärischen Angriffen * IS-Anschläge in Beirut und Bagdad * Kennzeichnung für Produkte aus  israelische Siedlungen in Palästina * Polnischer Außenminister schlägt Flüchtlingsarmee für Syrien vor * Holocaust-Leugnung und Antisemitismus nicht von Meinungsfreiheit abgedeckt

Muslime in der Waffen-SS und die Rolle des Großmuftis von Jerusalem

Treffen zwischen dem Großmufti von Jerusalem und Adolf Hitler. (Bundesarchiv, Bild 146-1987-004-09A, Heinrich Hoffmann, Lizenz CC-BY-SA 3.0)
Treffen zwischen dem Großmufti von Jerusalem und Adolf Hitler.

In der Zeit des Nationalsozialismus gab es sowohl in der Wehrmacht als auch in der Waffen-SS mehrere Einheiten, in denen Muslime dienten. Die bekannteste ist die Waffen-Gebirgs-Division der SS „Handschar“ (kroat. Nr. 1), welche nicht nur die größte muslimische Truppe war, sondern auch die erste „nicht-germanische“ darstellte. Sie bestand zu großen Teilen aus bosnischen Muslimen. Dabei erhielten sie Unterstützung vom Großmufti von Jerusalem, welcher die dienenden Muslime als „Muselgermanen“ bezeichnete. Auch Himmler ließ sich dazu hinreißen, von der „weltanschaulichen Verbundenheit“ zwischen Nationalsozialismus und Islam zu sprechen.

Wochenrückblick 32:2014

Katastrophale Lage der Jesiden im Irak * Muslimische Ministerin tritt zurück * italienischer Imam entlassen * US-Botschafter für Religionsfreiheit ernannt * Anerkennung der Baha’i in Indonesien? * Jüdisches Film Festival in London * Hijab-Bann in Nigeria? * Anit-Gay-Gesetz in Uganda gekippt * Kein Muslim als Schützenkönig!

Lage des Sinjar Höhenzugs im Irak
Lage des Sinjar Höhenzugs im Irak, auf dem Tausende Jesiden von der Außenwelt abgeschnitten sind (Quelle: NordNordWest via Wikimedia Commons, veröffentlicht unter CC-BY-SA 3.0 Lizenz)