Schlagwort-Archiv: Beschneidung

Wochenrückblick 2013: Woche 47 und 48

Viele Neuigkeiten aus dem Nahen Osten, aber nicht nur. Ein Abstecher in den fernen Osten ist auch dabei. Weiterlesen

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Wochenrückblick 2013: Woche 12 und 13

  • In Dezember hat die WHO eine Resolution verabschiedet, die weibliche Genitalverstümmelung verbannt. Trotzdem werden in vielen Ländern noch Mädchen beschnitten, u. A. in Indonesien. Von öffentlicher Seite bestritten, wird weibliche Beschneidung nach wie vor praktiziert, vor allem in muslimischen Familien, um Frauen vor übermäßiger Sexualität zu bewahren. (Vielen Dank an Herrn Loth für den Hinweis.)
  • In Indien flogen wieder die Farben – es war Holi, das „Fest der Farben“, das alljährlich zum Frühlingsanfang gefeiert wird.
  • In einem Jugendgefägnis in Rom hat Papst Franziskus für Aufsehen gesorgt, als er mehreren weiblichen Insassen die Füße wusch. Die Geste erinnert an Jesus, der in der Nacht vor seinem Tod den Aposteln – 12 Männern – die Füße wusch.
  • In Bhutan werden zukünftig Kondome für jeden zur freien Verfügung stehen – auch buddhistischen Mönchen und Novizen. Damit will das Gesundheitsministerium die Ausbreitung sexuell übertragbarer Geschlechtskrankheiten eindämmen von denen auch buddhistische Mönche betroffen sind.

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Wochenrückblick 2013: Woche 2

  • kreuz.net ist wieder da: mit veränderter Farbgebung, nicht mehr anonymisiert, thematisch und stilistisch stark an kreuz.net angelehnt. Der Mann, der nun hinter der Seite steht – Günther Schneeweiß-Arnoldstein – lässt sich einordnen „zwischen aggressivem Rechtskatholizismus und klassischem Rechtsextremismus“, so die österreichische Intitiative Stoppt die Rechten.
  • Auch in New York ist Beschneidung ein Thema: Ultra-orthodoxe Rabbis hatten die Stadt verklagt, weil diese die traditionelle Beschneidung (inklusive Blutaufnehmens mit dem Mund und anschließendem Ausspucken) nur mit elterlicher Erlaubnis gestatten will. Ein Richter lehnte die Klage ab und machte damit den Weg für die neuen Regularien frei.
  • Ein Bundesgericht in Ohio erwägt, Veganismus als Religion anzuerkennen. Grund dafür ist eine Frau, die als Angestellte in einem Kinder-Krankenhaus eine Grippeschutzimpfung verweigerte, da im Herstellungsprozess Eier verwendet werden. Gegen die darauffolgende Kündigung ging die Frau rechtlich vor, indem sie ihre vegane mit einer religiösen Lebensweise verglich. Der Fall wurde zumindest zur Verhandlung zugelassen.
  • In Thailand wurden über 600 Rohingya in Lagerhäusern entdeckt, die von Menschenhändlern in ein drittes Land geschleust werden sollten. Die Menschen harrten bereits drei Monate in den Häusern aus und sollen nun zurück nach Birma gebracht werden, von wo sie wegen der Verfolgung der Rohingya geflohen waren.

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Wochenrückblick 2013: Woche 1

  • Die anglikanische Kirche gestattet nun auch schwulen Priestern, das Bischofsamt zu bekleiden. Das beschloss eine Bischofsversammlung in der vergangenen Woche. Damit wird zwar das Verbot der Bischofsweihe für homosexuelle Priester aufgehoben, doch sie müssen enthaltsam leben. Auf ähnliche Weise wurde bereits geregelt, dass Homosexuelle in der Church of England Priester werden dürfen.
  • Die Untersuchung des Aufsehen erregenden Papyrus, welcher den Gedanken nahelegt, Jesus hab eine Ehefrau gehabt, dauert noch an. Der für Januar angekündigte Artikel über die Ergebnisse ist noch nicht veröffentlicht, weil der unbekannte Besitzer noch weitere Test durchführen lässt, deren Befunde in die Veröffentlichung einfließen sollen.
  • Nachdem er ein Schmähgedicht über die Beschneidung bei Juden und Muslimen verfasst hatte, hat sich ein Landtagswahlkandidat der Grünen in Niedersachsen der Kritik von religiöser und politischer Seite ausgesetzt. Er habe lediglich die Praxis der Beschneidung kritisiert und sei nicht antisemitisch oder fremdenfeindlich eingestellt, stellte er klar. Der Rückzug seiner Kandidatur sei zwar nicht mehr möglich, sollte er die Landtagswahl jedoch gewinnen, wird er auf einen Sitz verzichten.

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Jahresrückblick: Mai 2012 – Beschneidungsdebatte

Im Mai fällte das Kölner Landgericht ein Urteil, in dem es auch um die Beschneidung von Jungen ging. Deutschlandweit löste dies eine langanhaltende Diskussion über das Für und Wider von Beschneidungen aus, insbesondere in ihrem religiösen Kontext. Die Debatten heizten sich derart auf, dass die Legislative sich gezwungen sah, einzugreifen. Nun gibt es ein Beschneidungsgesetz, welches Beschneidungen aus religiösen Gründen bei Jungen erlaubt, jedoch wird dies an bestimmte Voraussetzungen geknüpft.

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Wochenrückblick Woche 51

  • In Pakistan wurde ein Mann wegen Blasphemie von einem Mob verprügelt und dann angezündet. Der Polizei war er zunächst übergeben worden, weil er im Verdacht stand, Koranausgaben verbrannt zu haben. Als die Nachricht sich verbreitete, sammelte sich eine Menschenmenge von 200 Menschen und stürmte das Gefängnis.

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Wochenrückblick Woche 50

  • Der neu herausgegebene Zensus für England und Wales hat in dieser Woche für Aufregung gesorgt. Einige der Ergebnisse waren: ‚Jedi‘ ist die beliebteste alternative Religion, auch wenn sie seit 2001 abgenommen hat; fast ein Viertel der Bevölkerung gab an, keine Religion zu haben – besonders deutlich wurde dies in den Studentenhochburgen. Desweiteren nehmen die bekennenden Christen ab, wohingegen der Islam neue Anhänger gewinnt.
  • In Kopenhagen wurden Juden gewarnt, öffentlich religiöse Symbole zu zeigen. Sowohl der israelische Botschafter als auch die Organisation für die Juden Dänemarks empfahlen, keine jüdischen Symbole, wie die Kippa und den Davidstern, sichtbar zu tragen. Grund sind die Ausschreitungen an der israelischen Botschaft, bei der ca. 20 Demonstranten das Gebäude mit Steinen bewarfen und Feuerwerkskörper abfeuerten.
  • Das Gesetz zur Regelung der Beschneidung hat den deutschen Bundestag passiert. Damit sind Beschneidungen erlaubt, der Eingriff muss jedoch von einem Arzt durchgeführt werden, es sei denn, das Kind ist unter sechs Monate alt, dann darf ein dafür zuständiger religiöser Experte beschneiden. Auch im Ausland wurde die Debatte verfolgt.
  • Ein ägyptischer Blogger wurde für die Beleidigung der Religion zu drei Jahren Haft verurteilt. Auf seiner Facebookseite hatte er religionskritische Videos gepostet und damit gegen einen Absatz der vorläufigen ägyptischen Verfassung verstoßen, wonach kein Prophet beleidigt werden soll.
  • A propos Blasphemie im Netz: In einem Bericht zur „Gedankenfreiheit 2012“ der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union ist von mehr als einem Dutzend Menschen die Rede, die für ihre blasphemischen Aussagen in sozialen Netzwerken verurteilt wurden. Zum Vergleich waren es in den vergangenen drei Jahren lediglich drei Fälle.
  • Der Kardinal Karl Lehmann hat sich für die Hilfe des Bruno-Gmünder-Verlages bedankt, die Urheber von kreuz.net ausfindig zu machen. Zwar ist dies bisher nicht gelungen, doch ist die Seite seit Anfang Dezember offline.

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Wochenrückblick Woche 40

  • Am Montag hat es in Bangladesch Ausschreitungen zwschen Buddhisten und Muslimen gegeben. Anlass war ein auf Facebook veröffentlichtes Foto eines Mannes, der auf einen Koran tritt. Mindestens 20 Menschen wurden verletzt und mehrere buddhistische Tempel und Wohnhäuser wurden in Brand gesteckt. Bangladesch beschuldigt muslimische Rohingya-Flüchtlinge aus Birma der Angriffe.
  • Ebenfalls am Montag hat Salman Rushdie in Berlin seine Autobiographie Joseph Anton vorgestellt. Unter diesem Namen lebte der Schriftsteller von 1989 bis 1998, nachdem Ayatollah Khomeini 1988 in einer fatwa zur Tötung Rushdies aufgerufen hat. Grund war Rushdies satirische Sichtweise auf das Leben Muhammads in seinem Buch Die satanischen Verse.
  • Vom 01. bis 07. Oktober (15. bis 21. Tischri) wurde das jüdische Laubhüttenfest (Sukkot) begangen. Sukkot ist einerseits ein Feiertag zum Dank für gute Ernten, andererseits gedenkt es der Wanderung durch die Wüste nach dem Auszug aus Ägypten.
  • Eine kleine Skaterfirma aus Neuseeland versucht das Rebellische zurück in die Skaterszene zu holen. Für diesen Anlass gibt es jetzt Religion is Garbage-Aufkleber, die u. A. den hinduistischen Gott Ganesha als Kiffer und Moses als Zombie darstellen. Viel Rücksicht wird damit auf religiöse Gefühle nicht genommen, aber bisher gibt es meist nur positive Rückmeldungen.
  • Im Vatileaks-Skandal wurde der Kammerdiener des Papstes am 6. 10.  zu 18 Monaten Haft verurteilt. Er war angeklagt, Papiere des Pontifex entwendet und an Außenstehende weitergeleitet zu haben.

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Wochenrückblick Woche 36

  • Der erkrankte und bereits seit Wochen im Krankenhaus behandelte Sun Myung Moon ist am vergangenen Sonntag verstorben. Moon hatte 1954 in Korea die Vereinigungskirche begründet, die heute besser bekannt ist unter der Bezeichnung „Moon-Sekte“. Die Organisation wird nun von seinen Kindern geleitet.
  • Für kommenden Sonntag ist in Berlin eine Kundgebung unter dem Motto „Auf Messers Schneide“ angekündigt, bei dem v. a. jüdische und muslimische Organisationen für die Beschneidung in Deutschland demonstrieren wollen. Im Vorfeld mussten sich die Veranstalter mit Kritik auseinandersetzen, da sich eine Hamas-nahe Gruppierung auf die Unterstützerliste hatte eintragen lassen. Inzwischen wurde sie daraus entfernt.
  • Seit dem Sturz Gaddafis in Libyen hat im südlich gelegenen Mali die Macht der Islamisten deutlich zugenommen. Inzwischen steht der Nordteil des Landes unter ihrer Kontrolle und in den Städten haben sie sich zur Regierungsgewalt erklärt.
  • Die Amish sind eine der am schnellsten wachsenden religiösen Gemeinschaften in den USA, wie eine Studie der Ohio State University feststellte. 60 Prozent aller Amish-Ansiedlungen wurden nach 1990 begründet, das bedeutet alle 3 1/2 Wochen eine.

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Wochenrückblick Woche 34

  • Nach dem Ende des Fastenmonats Ramadan am 18. August wird traditionell das Fastenbrechen gefeiert: Das sogenannte Zuckerfest fand vom 19. – 21. August statt.  Mit dem Zuckerfest in Deutschland beschäftigt sich dieser Ramadan-Blogpost vom Religionswissenschaftler Michael Blume (Auch die Diskussion ist lesenswert!) und einige weltweite Impressionen gibt es von der Zeit.
  • Am Donnerstag hat sich der Deutsche Ethikrat mit dem Thema Beschneidung in einer öffentlichen Plenarsitzung beschäftigt und spricht sich für eine Beschneidung unter Betäubung aus. Die Pressemitteilung des Ethikrates und den Link zu den Vorträgen und der Diskussion findet ihr hier.
  • In Nordrhein-Westfalen wurde in dieser Woche Islamunterricht an den Schulen eingeführt. Noch wird der Unterricht nicht flächendeckend angeboten und meist durch Islamkundelehrer durchgeführt – je nach Einschätzung aus Personal- (taz) oder Geldmangel (Zeit).  Auch gibt es noch keinen einheitlichen Lehrplan.
  • Auch zwei Monate nach den ersten Ausschreitungen in Burma hat sich die Lage noch nicht wieder beruhigt. Nun protestieren auch immer mehr muslimische Staaten gegen die Behandlung der Rohingya.
  • In Pakistan wurde ein 11-jähriges Mädchen wegen Blasphemie verhaftet. Sie hatte Seiten mit Koranversen aus einem Lehrbuch gerissen und war daraufhin von einer aufgebrachten Menschenmenge angegriffen worden. Die Blasphemiegesetze in Pakistan sind sehr streng, doch der Übergriff auf ein kleines, noch dazu geistig behindertes, Mädchen hat viele Pakistaner geschockt.

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