Schlagwort-Archiv: Birma

Wochenrückblick 42:2014

Mikwe (Tauchbad) in Köln

Mikwe (Tauchbad) in Köln

 Rabbi verhaftet wegen Voheurismus in der Mikwe * Bremer-Staatsvertrag mit Aleviten * Ehemaliger Religionsminister Myanmars verurteilt * Waffenstillstand zwischen nigerianischer Regierung und Boko Haram * Einschränkung des Schmuggels von Kunstschätzen * Bischofssynode in Rom Weiterlesen

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Wochenrückblick 2013: Woche 2

  • kreuz.net ist wieder da: mit veränderter Farbgebung, nicht mehr anonymisiert, thematisch und stilistisch stark an kreuz.net angelehnt. Der Mann, der nun hinter der Seite steht – Günther Schneeweiß-Arnoldstein – lässt sich einordnen „zwischen aggressivem Rechtskatholizismus und klassischem Rechtsextremismus“, so die österreichische Intitiative Stoppt die Rechten.
  • Auch in New York ist Beschneidung ein Thema: Ultra-orthodoxe Rabbis hatten die Stadt verklagt, weil diese die traditionelle Beschneidung (inklusive Blutaufnehmens mit dem Mund und anschließendem Ausspucken) nur mit elterlicher Erlaubnis gestatten will. Ein Richter lehnte die Klage ab und machte damit den Weg für die neuen Regularien frei.
  • Ein Bundesgericht in Ohio erwägt, Veganismus als Religion anzuerkennen. Grund dafür ist eine Frau, die als Angestellte in einem Kinder-Krankenhaus eine Grippeschutzimpfung verweigerte, da im Herstellungsprozess Eier verwendet werden. Gegen die darauffolgende Kündigung ging die Frau rechtlich vor, indem sie ihre vegane mit einer religiösen Lebensweise verglich. Der Fall wurde zumindest zur Verhandlung zugelassen.
  • In Thailand wurden über 600 Rohingya in Lagerhäusern entdeckt, die von Menschenhändlern in ein drittes Land geschleust werden sollten. Die Menschen harrten bereits drei Monate in den Häusern aus und sollen nun zurück nach Birma gebracht werden, von wo sie wegen der Verfolgung der Rohingya geflohen waren.

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Jahresrückblick: Juni 2012 – Unruhen in Birma

Seit Juni 2012 halten die Auseinandersetzungen zwischen den buddhistischen Einwohnern und den dort ansässigen Muslimen (Rohingya) im Norden Birmas an. Auslöser war im Juni die Vergewaltigung einer jungen Buddhistin, die von Muslimen angegriffen wurde. Daraufhin schaukelten sich gegenseitige Übergriffe derart hoch, dass die Regierung Ausgangssperren verhängte und Tausende Muslime flohen. Hier findet ihr einen ausführlichen Artikel über die Ereignisse, für die bis heute keine Lösung gefunden wurde.

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Wochenrückblick Woche 43 und 44

  • Nach islamischem Kalender ist der Haddsch-Monat zu Ende gegangen. Traditionell ist dies der Monat der großen Pilgerreise nach Mekka. Der Monat endet mit dem Opferfest, bei dem mit der Opferung eines Tieres der Bereitschaft Abrahams gedacht wird, seinen eigenen Sohn Gott zu opfern.
  • Für die Besucher einer Moschee in Maymana, in der afghanischen Provinz Faryab, wurde das Opferfest nicht das fröhliche Feiern, auf das sie sich gefreut hatten. Beim Verlassen der Moschee nach den Gebeten zündete ein Selbstmordattentäter eine Bombe, riss über 40 Menschen mit sich in den Tod und verletzte über 50 weitere.
  • Auch in Nigeria gab es einen Selbstmordanschlag. Dort allerdings in einer christlichen Kirche. Dabei starben 7 Menschen, es gab über 100 Verletzte. Bekannt hatte sich zu diesem und vorhergehenden Anschlägen Boko Haram.
  • Nachdem sich die Lage für die Rohingya in Birma zwischenzeitlich beruhigt hatte, sind die Verfolgungen wieder aufgeflammt. Menschenrechtsorganisaitonen, darunter Human Rights Watch, fordern die Regierung auf, aktiv etwas zum Schutz der muslimischen Minderheit zu unternehmen.
  • Das Zweite Vatikanische Konzil wurde vor 50 Jahren einberufen. Es war 1962 von Papst Johannes XXIII. organisiert worden, um die Kirche zu erneuern. Es dauerte an bis 1965 und beschloss den engeren Dialog mit Andersgläubigen, sprach sich explizit gegen Antisemitismus aus und erkannte die Religionsfreiheit rechtstaatlicher Ordnungen an.
  • Die ägyptischen Kopten haben ihr neues Oberhaupt gewählt. Drei Endkandidaten gab es nach der Wahl der Gläubigen, der 60-Jährige Tawadros wurde per Los bestimmt und ist nun das 118. Oberhaupt der Kopten.

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Wochenrückblick – Woche 32

  • Nun ist es offiziell: Die Wehrpflicht in Israel wird auch auf orthodoxe Juden ausgeweitet. Sie waren bis jetzt vom Armeedienst befreit gewesen. Dies führt zu einigem Zündstoff: So soll die Einhaltung der strengen religiösen Regeln für die Orthodoxen ermöglicht werden und bald könnte die Armee um 60.000 orthodoxe Juden, die zur Zeit an Religionsschulen eingeschrieben sind, erweitert werden.
  • Am 05.08. ereignete sich der Anschlag auf eine Sikh-Gemeinschaft in Wisconsin. Hierbei wurden sieben Menschen getötet. Nach aktuellem Kenntnisstand hat der Täter einen rechtsextremen Hintergrund und hielt die Sikhs für Taliban.
  • In Nigeria wurde am Montag eine christliche Kirche von einer unbekannten Gruppe angegriffen. Dabei starben vermutlich 15 Menschen. Die Hintergründe sind noch nicht geklärt, es wird aber vermutet, dass es Zusammenhänge zur islamistischen Gruppierung Boko Haram geben könnte, die bereits früher für ähnliche Angriffe verantwortlich war.
  • Der Belfast Telegraph berichtete am Mittwoch über eine weltweit durchgeführte Studie, wonach die Iren sich selbst immer seltener als ‚religiös‘ bezeichnen. Der Anteil sank von 69% (Stand 2005) auf heute 48%. Damit ist Irland das Land in dem dieser Rückgang am deutlichsten ist. Allerdings wird auch Kritik laut: So wird in der Irish Times die Art der Fragestellung und die Unklarheit der Terminologie beanstandet.
  • Nach den Ausschreitungen in Birma (von denen ich euch hier berichtet habe) zwischen muslimischen Rohingya und Buddhisten, hat der birmesische Präsident Thein Sein einen Zusammenhang mit Fragen der Rasse oder Religion bestritten.

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Religiöse Gewalt in Birma

Die Spirale der Gewalt zwischen den muslimischen Rohingya und Buddhisten fordert immer mehr Opfer

Zunächst zur Auffrischung eventuell eingestaubter Geographiekenntnisse, hier eine Karte zur besseren Einordnung.

Die Lage Burmas in Südostasien (Quelle: von Kolomaznik (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons, Bearbeitung: R. R.-Orlovius)

In der deutschen Presse wird meist Birma als Landesname verwendet, aber auch Burma (übernommen aus dem englischsprachigen Raum) oder Myanmar sind möglich.

Ausnahmezustand im Nordosten Birmas

Dutzende Tote, Ausgangssperren und Ausnahmezustand im Bundesstaat Rakhaing (auch Rakhine oder Arakan). Das ist die Bilanz von knapp vier Wochen gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Buddhisten. Doch wie konnte es so weit kommen? Was war der Auslöser für die Wellen der Gewalt? Weiterlesen

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