Schlagwort-Archiv: Bodhgaya

Wochenrückblick 2013: Woche 27

  • Beim Landesarbeitsgericht München hatte eine Mitarbeiterin gegen ihre Entlassung geklagt, weil ihr Arbeitgeber sie aufgefordert hatte bei den Führungen, die sie veranstaltete, zum Kindergeburtstag dem jeweiligen Kind zu gratulieren. Da sie den Zeugen Jehovas angehört, welche keine Geburtstage feiern, weigerte sich die Mitarbeiterin mit Berufung auf ihre Religionsfreiheit nach Art. 4 GG. Das Landesarbeitsgericht entschied nun, dass die Forderung des Arbeitgebers gerechtfertigt war, da das Gratulieren die Mitarbeiterin nur geringfügig in der Ausübung ihrer Religion einschränkte.
  • Nach massiven Protesten mit mindestens zehn Toten wurden in Ägypten der gewählte Präsident Mursi gestürzt und führende Muslimbrüder verhaftet. Als Interimspräsident wurde Adli Mansur, Präsident des Verfassungsgerichts, vereidigt, der unter Mubarak noch stellvertretender Leiter jenes Gerichts war.
  • Papst Johannes Paul II. wird heiliggesprochen. In der vergangenen Woche hat der amtierende Papst Franziskus die entsprechenden Papiere unterzeichnet. 2011 wurde er bereits seliggesprochen und eine Wunderheilung ihm zugeschrieben. Wird er heiliggesprochen, wäre dies eine der schnellsten der Kirchengeschichte.
  • Bei einem Anschlag auf eine Schule im Norden Nigerias sind mindestens 28 Menschen, die meisten davon Schüler, gestorben. Der Anschlag wird den Boko Haram zugeschrieben und als Reaktion auf eine Razzia durch Regierungsbehörden gewertet.
  • Zwei in ihrer Auswirkung geringfügige Detonationen sind in Bodhgaya in Indien explodiert. Es gab zwei verletzte Mönche, aber keine weiteren Verletzten oder Tote.  Es ist nicht bekannt, wer die Zündsätze an dem 2002 zum Weltkulturerbe ernannten Tempelkomplex anbrachte. Der Baum, unter welchem der Buddha  die Erleuchtung erlangt haben soll, blieb unbeschadet.
  • Großbritannien hat den islamistischen Hassprediger Abu Qatada nach jahrelangem Rechtsstreit in sein Heimatland Jordanien abgeschoben. Dort muss er die über ihn verhängte Strafe, lebenslange Haft für die Planung von Terroranschlägen, antreten. Vermutlich wird er in Jordanien jedoch das Urteil anfechten, der daraus resultierende Rechtsstreit könnte sich noch Jahre hinziehen.

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