Jahresrückblick 2014 – Die Themen des Jahres

Im Jahr 2013 musste sich die katholische Kirche nach dem Rücktritt ihres obersten Hirten neu organisieren und wurde gebeutelt von Missbrauchs- und Finanzskandalen. Ein Jahr später haben sich die Wogen geglättet: der neue Papst Franziskus lebt die Bescheidenheit, geht gegen Missbrauchsvorwürfe vor, organisiert die vatikanischen Finanzen neu und hat verlorenes Vertrauen zurückerobert. Er unternahm zahlreiche Auslandsreisen, u. a. nach Brasilien und in den Nahen Osten, machte aber auch Station in Südkorea, Albanien und der Türkei. Franziskus traf sich mit politischen und religiösen Größen – vom orthodox ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel über den Großmufti von Istanbul bis hin zu Mahmud Abbas, Shimon Peres und Recep Tayyip Erdogan. Er präsentiert sich als…

Wochenrückblick 48:2014

Sultan-Ahmed-Moschee (Quelle: Dersaadet via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 3.0 veröffentlicht)
Sultan-Ahmed-Moschee in Istanbul

Papstbesuch in der Türkei * Israelischer Zivilist von Palästinenserin niedergestochen * ISIS verbietet die Pille zur Empfängnisverhütung * Ukip verwechselt Kirche mit Moschee * Anschlag auf Moschee in Nigeria * Frankreich und Arabische Liga wollen Zwei-Staaten-Lösung mit UN-Resolution in zwei Jahren * Burka-Verbot in Deutschland?

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Jesiden – als Teufelsanbeter beschimpft und vom IS verfolgt

Taus-i Melek wird von den Jesiden besonders verehrt.

Taus-i Melek wird von den Jesiden besonders verehrt. Die Religionsgemeinschaft der Jesiden – für die meisten eher unbekannt – hat in den vergangenene Monaten wieder die Bühne des Weltgeschehens betreten. Kaum jemand, der nicht mit den eingeschlossenen Jesiden im irakischen Sindschar-Geibrge sympathisierte. Doch geht das Wissen oftmals nicht darüber hinaus, dass die Jesiden eine religiöse Minderheit sind, die vom Islamischen Staat verfolgt wird und mitunter als Teufelsanbeter beschimpft werden. Woran Jesiden glauben und wieviele Jesiden es wo gibt und was das alles mit Teufelsanbeten zu tun haben soll, erfahrt ihr hier.

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Wochenrückblick 32:2014

Katastrophale Lage der Jesiden im Irak * Muslimische Ministerin tritt zurück * italienischer Imam entlassen * US-Botschafter für Religionsfreiheit ernannt * Anerkennung der Baha’i in Indonesien? * Jüdisches Film Festival in London * Hijab-Bann in Nigeria? * Anit-Gay-Gesetz in Uganda gekippt * Kein Muslim als Schützenkönig!

Lage des Sinjar Höhenzugs im Irak
Lage des Sinjar Höhenzugs im Irak, auf dem Tausende Jesiden von der Außenwelt abgeschnitten sind (Quelle: NordNordWest via Wikimedia Commons, veröffentlicht unter CC-BY-SA 3.0 Lizenz)

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ISIS – die neue Macht im Irak und Syrien?

ISIS ist die neue Terrororganisation, die überall in den Nachrichten ist und deren Vorgehen mit dem der Boko Haram in Nigeria verglichen wird. Aber auch vom „Blitzkrieg“ kann man immer wieder lesen. Doch ist ISIS wirklich so neu, wie viele Medien Glauben machen wollen und ist ihr Auftauchen tatsächlich derart unerwartet?

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Wochenrückblick 2013: Woche 4 und 5

In der irakischen Ortschaft Tus Chormato sind bei einem Anschlag auf eine Moschee mindestens 40 Menschen gestorben. Unter den Toten ist auch der Attentäter, der den Sprengsatz während einer schiitischen Trauerfeier zündete. Bekannt hat sich zu der Tat bisher noch niemand, doch liegt es nahe, dass der Anschlag gegen die schiitische Minderheit der Turkmenen im Nordosten des Iraks gerichtet war. Auch in den USA hat ein katholisches Krankenhaus zurzeit mit heftiger Kritik zu kämpfen. Um sich vor Gericht zu verteidigen, hatte ein Krankenhaus in Colorado argumentiert, dass die 7 Monate alten Föten, welche durch einen Notkaiserschnitt eventuell hätten gerettet werden können, nach Staatsgesetz noch keine Menschen waren. Dies widerspricht jedoch…