Muslime in China – von Hui und Uiguren

Denkt man an die Religionen Chinas ist der Islam sicher nicht die erste, die einem in den Sinn kommt. Trotzdem sind muslimische Traditionen in einigen Regionen Chinas seit Jahrhunderten verwurzelt. Das hat in der Vergangenheit immer wieder zu Problemen mit staatlichen Autoritäten geführt und stellt auch heute Muslime in China vor viele Herausforderungen.

Die Qingjing Moschee in Quanzhou ist die älteste erhaltene Moschee in China. (Quelle: Vmenkov via Wikimedia Commons, unter Lizenz CC-BY-SA 3.0)

Wie zählt man eigentlich Salafisten?

Am vergangenen Wochenende konnte man in verschiedenen Medien von der Zunahme von Salafisten in Deutschland lesen. Die Deutsche Welle  titelte „Zahl der Salafisten steigt in Deutschland auf Rekordhoch”,  die Frankfurter Allgemeine Zeitung (faz) schrieb unter der Überschrift „In Deutschland leben so viele Salafisten wie nie zuvor”  von 10.800 gezählten Personen. Doch wie zählt man eigentlich Salafisten?

Rezension: „Islam in der Krise“ von Michael Blume

Cover „Islam in der Krise“ (mit freundlicher Genehmigung des Patmos Verlags).

Meine Erwartungen an das Buch „Islam in der Krise“, erschienen im Verlag Patmos, waren ziemlich hoch. Auch weil der Religionswissenschaftler Michael Blume der Verfasser ist. Die Lektüre war ernüchternd.

Das Reformationsjahr – eine Bilanz

Schlosskirche Wittenberg
Die 95 Thesen an der Schlosskirche in Wittenberg.

Das Jahr 2017 steht im Zeichen der Reformation und des Reformators Martin Luther. Die Themen sind breit gefächert, die Veranstaltungen zahllos. Nur die Beteiligung der Religionswissenschaft, die mit ihrer einzigartigen Persepktive einen wertvollen Beitrag leisten könnte, sucht man vergebens.

Sikhismus I: Entstehung und Geschichte

Sikh-Familie im indischen Agra.
Sikh-Familie im indischen Agra. Die älteren Männer tragen den Turban, die jüngeren den sogenannten „Patka“. (Thomas Schoch, CC-BY-SA 3.0)

Auf Indiens Straßen erkennt man einen orthodoxen Sikh recht einfach am ungeschnittenen Bart und dem farbenfrohen Turban. Doch auch in Europa ist dieser Anblick nicht mehr fremd, denn der Sikhismus hat sich schon längst über die Grenzen seines Entstehungslandes hinaus ausgebreitet. Der Sikhismus fasziniert mit der Synthese hinduistischer und islamischer Elemente, die sich in dieser recht jungen Religion zu einem ganz eigenen Mix verbunden haben.

Rezension: „Islamische Kultur und Geschichte“ von Peter Ortag

Die Sächsische Landeszentrale für politische Bildung hat die zweite Auflage ihres Islambuches „Islamische Kultur und Geschichte. Ein Überblick” herausgebracht. Bereits im Vorwort verspricht der Autor Peter Ortag Informationen „jenseits von mehr oder weniger begründeten Ängsten, aber auch von verklärender Orient- und Multikulti-Romantik” (S. 9). Die Lektüre des Buches verfehlt jedoch sein Ziel „durch Wissen mehr Gelassenheit im Umgang mit dem Islam zu erreichen” (S. 9), vielmehr gibt es vorhandenen Ängsten Nahrung und weist zudem deutliche Schwächen in Form und Inhalt auf.

Die Sepharden – das Erbe von al-Andalus

Die Zeit der muslimischen Herrschaft auf der Iberischen Halbinsel hat nicht nur im christlichen Europa tiefe Spuren hinterlassen. Auch die jüdische Kultur ist bis heute geprägt von „al-Andalus”, wie die sephardische Tradition eindrücklich zeigt.

Migration sephardischer Juden ab dem 15. Jahrhundert. (Quelle: Universal Life via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 3.0)
Migration sephardischer Juden ab dem 15. Jahrhundert.

Burkini-Panik in Frankreich – Kommentar

Ob Burkinis auch mal so selbstverständlich angepriesen werden? (Quelle: Mahesh Shantaram via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 2.0)
Ob Burkinis auch mal so selbstverständlich angepriesen werden?

Der Burkini sorgt an Frankreichs Stränden für Aufruhr, bereits mehrere Städte  haben das Tragen dieses speziellen Badeanzugs verboten. Geldstrafen drohen Frauen, die ‚zu viel‘ beim Schwimmen im Meer tragen.  Das erinnert stark an das Schicksal des Bikinis bevor er seinen Siegeszug in der Modewelt angetreten hat.

Schon gewusst…? Muslimische Seefahrer in Amerika vor Kolumbus

Christoph Kolumbus, Vasco da Gama, Ferdinand Magellan und Amerigo Vespucci – die Namen der großen Entdecker des 15. und 16. Jahrhunderts sind wohlbekannt. Doch wären ihre Entdeckungsfahrten nicht möglich gewesen ohne das Wissen muslimischer Seefahrer. Nautische Instrumente wie das Astrolabium, der Kompass und der Jakobsstab waren Muslimen schon lange bekannt und wurden genutzt um Navigationstabellen und Karten zu erstellen.

Weltkarte von Juan de la Cosa. (Quelle: via Wikimedia Commons, gemeinfrei)
Weltkarte von Juan de la Cosa.