Schlagwort-Archiv: kreuz.net

Wochenrückblick 2013: Woche 2

  • kreuz.net ist wieder da: mit veränderter Farbgebung, nicht mehr anonymisiert, thematisch und stilistisch stark an kreuz.net angelehnt. Der Mann, der nun hinter der Seite steht – Günther Schneeweiß-Arnoldstein – lässt sich einordnen „zwischen aggressivem Rechtskatholizismus und klassischem Rechtsextremismus“, so die österreichische Intitiative Stoppt die Rechten.
  • Auch in New York ist Beschneidung ein Thema: Ultra-orthodoxe Rabbis hatten die Stadt verklagt, weil diese die traditionelle Beschneidung (inklusive Blutaufnehmens mit dem Mund und anschließendem Ausspucken) nur mit elterlicher Erlaubnis gestatten will. Ein Richter lehnte die Klage ab und machte damit den Weg für die neuen Regularien frei.
  • Ein Bundesgericht in Ohio erwägt, Veganismus als Religion anzuerkennen. Grund dafür ist eine Frau, die als Angestellte in einem Kinder-Krankenhaus eine Grippeschutzimpfung verweigerte, da im Herstellungsprozess Eier verwendet werden. Gegen die darauffolgende Kündigung ging die Frau rechtlich vor, indem sie ihre vegane mit einer religiösen Lebensweise verglich. Der Fall wurde zumindest zur Verhandlung zugelassen.
  • In Thailand wurden über 600 Rohingya in Lagerhäusern entdeckt, die von Menschenhändlern in ein drittes Land geschleust werden sollten. Die Menschen harrten bereits drei Monate in den Häusern aus und sollen nun zurück nach Birma gebracht werden, von wo sie wegen der Verfolgung der Rohingya geflohen waren.

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Wochenrückblick Woche 52

  • In Nigeria gab es zum wiederholten Male einen Anschlag auf eine christliche Kirche. Beim Besuch einer Weihnachtsmesse wurden mindestens sechs Besucher der Kirche erschossen, unter den Opfern befand sich auch der Pfarrer. Danach wurde die Kirche in Brand gesetzt.
  • Bereits im Sommer hatten fundamentalistische Muslime der Rebellengruppe Ansar ad-Din (meist Ansar Dine) muslimische Heiligtümer in der Nähe von Timbuktu zerstört. Nun wurden wieder Teile des Weltkulturerbes in Timbuktu verwüstet, weil in den Mausoleen die dort begrabenen muslimischen Gelehrten verehrt werden. Doch für Ansar ad-Din darf es neben der Verehrung Gottes keine Heiligenverehrung geben.

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Jahresrückblick: November 2012 – kreuz.net im Fadenkreuz

Die kürzlich gemachten Aussagen des Papstes zur Homosexualität werfen neues Licht auf einen Diskussionsgegenstand im November dieses Jahres: Die Hetzseite kreuz.net stand schon länger in der Kritik für ihre homophoben Aussagen, jedoch von Seiten kirchlicher Stellen gab es kaum oder keine Reaktion, geschweige denn Kritik. Nachdem der Papst Homosexualität als eine falsch verstandene Form von Freiheit bezeichnete, die die Grundfesten der Familie bedrohe, ist nicht verwunderlich, dass von kirchlicher Seite nicht viel Unterstützung für die Aktion des Bruno Gmündner Verlages kam.

Der Berliner Verlag hatte im Oktober dazu aufgerufen, Hinweise auf die Identitäten der Betreiber von kreuz.net einzusenden. Nachdem zahlreiche Hinweise eingingen, wurden im November erste Namen von Autoren der Seite bekanntgegeben und im Dezember ging die Seite vom Netz. Allerdings liegt es nahe, dass sich die Aktivitäten der homophoben Autoren auf andere Seiten verlagern.

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Wochenrückblick Woche 50

  • Der neu herausgegebene Zensus für England und Wales hat in dieser Woche für Aufregung gesorgt. Einige der Ergebnisse waren: ‚Jedi‘ ist die beliebteste alternative Religion, auch wenn sie seit 2001 abgenommen hat; fast ein Viertel der Bevölkerung gab an, keine Religion zu haben – besonders deutlich wurde dies in den Studentenhochburgen. Desweiteren nehmen die bekennenden Christen ab, wohingegen der Islam neue Anhänger gewinnt.
  • In Kopenhagen wurden Juden gewarnt, öffentlich religiöse Symbole zu zeigen. Sowohl der israelische Botschafter als auch die Organisation für die Juden Dänemarks empfahlen, keine jüdischen Symbole, wie die Kippa und den Davidstern, sichtbar zu tragen. Grund sind die Ausschreitungen an der israelischen Botschaft, bei der ca. 20 Demonstranten das Gebäude mit Steinen bewarfen und Feuerwerkskörper abfeuerten.
  • Das Gesetz zur Regelung der Beschneidung hat den deutschen Bundestag passiert. Damit sind Beschneidungen erlaubt, der Eingriff muss jedoch von einem Arzt durchgeführt werden, es sei denn, das Kind ist unter sechs Monate alt, dann darf ein dafür zuständiger religiöser Experte beschneiden. Auch im Ausland wurde die Debatte verfolgt.
  • Ein ägyptischer Blogger wurde für die Beleidigung der Religion zu drei Jahren Haft verurteilt. Auf seiner Facebookseite hatte er religionskritische Videos gepostet und damit gegen einen Absatz der vorläufigen ägyptischen Verfassung verstoßen, wonach kein Prophet beleidigt werden soll.
  • A propos Blasphemie im Netz: In einem Bericht zur „Gedankenfreiheit 2012“ der Internationalen Humanistischen und Ethischen Union ist von mehr als einem Dutzend Menschen die Rede, die für ihre blasphemischen Aussagen in sozialen Netzwerken verurteilt wurden. Zum Vergleich waren es in den vergangenen drei Jahren lediglich drei Fälle.
  • Der Kardinal Karl Lehmann hat sich für die Hilfe des Bruno-Gmünder-Verlages bedankt, die Urheber von kreuz.net ausfindig zu machen. Zwar ist dies bisher nicht gelungen, doch ist die Seite seit Anfang Dezember offline.

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Wochenrückblick Woche 48

  • Der Präsident von Zimbabwe, Robert Mugabe, bezeichnete die Pfingstbewegung als „falsche Propheten“. Die tradtitionellen christlichen Bewegungen würden ihre von Jesus zugedachte Rolle erfüllen, die Pfingstler sollten ihre Leistungen unter Beweis stellen, indem sie Lösungen für Probleme wie AIDS und Cholera finden. Auf welche der zahlreichen Pfingstbewegungen der Katholik Mugabe seine Aussage bezieht, hat er nicht näher definiert.
  • Sieben Christen wurden wegen ihrer Beteiligung an der Produktion des Films „Die Unschuld der Muslime“ in Ägypten zum Tode verurteilt. Den in ihrer Abwesenheit Verurteilten wird die Beleidigung des Islams vorgeworfen. Das Urteil soll am 29. Januar verkündet werden, vorher muss der ägyptische Großmufti cAli Gumca dem Urteil noch zustimmen.
  • Vergangene Woche hat der erste Autor der umstrittenen Seite kreuz.net den Stift niedergelegt. Nachdem er zunächst jede Verantwortung für längere Beiträge abgelehnt hatte, gibt er nun zu, nicht nur Kommentare gepostet zu haben. Als Konsequenz trat der katholische Priester nun von seinem Amt als Sprecher des Netzwerks katholischer Priester zurück.
  • Seit Sonntag, dem 02.12., ist kreuz.net vom Netz gegangen. Es ist noch unbekannt, ob dies an einem technischen Fehler liegt oder absichtlich geschah.
  • Nach der brutalen Regierungsoffensive von Seiten Sri Lankas gegen die LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam oder Tamil Tigers) 2009, regt sich erneut der Widerstand der Tamilen. Bei der Demonstration in Jaffna wurden mindestens 20 Menschen verletzt.

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Wochenrückblick Woche 46

  • Nachdem der Verlag Bruno Gmündner eine Prämie für Informationen über die Betreiber von kreuz.net ausgesetzt hat, ist nun zumindest ein Verfasser der homophoben Seite bekannt. Der Pfarrer Hendrik Jolie will aber an den extremen Aussagen, wie der Verunglimpfung des verstorbenen Dirk Bach, nicht beteiligt gewesen sein.
  • Pläne für die Errichtung der größten Moschee der Welt in Indien stehen auf der Kippe: wegen eines Haares. Der Sunnit Kanthapuram A. P. Abu Bakr Musliyar behauptet, im Besitz eines Haares des Propheten zu sein und möchte die Möglichkeit bieten, dass Gläubige in der neuen Moschee dieses Haar als Reliquie verehren können. Andere Sunniten behaupten nun, Abu Bakr wolle nur Profit aus den Gläubigen schlagen und das Haar sei gefälscht.

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Wochenrückblick Woche 43 und 44

  • Nach islamischem Kalender ist der Haddsch-Monat zu Ende gegangen. Traditionell ist dies der Monat der großen Pilgerreise nach Mekka. Der Monat endet mit dem Opferfest, bei dem mit der Opferung eines Tieres der Bereitschaft Abrahams gedacht wird, seinen eigenen Sohn Gott zu opfern.
  • Für die Besucher einer Moschee in Maymana, in der afghanischen Provinz Faryab, wurde das Opferfest nicht das fröhliche Feiern, auf das sie sich gefreut hatten. Beim Verlassen der Moschee nach den Gebeten zündete ein Selbstmordattentäter eine Bombe, riss über 40 Menschen mit sich in den Tod und verletzte über 50 weitere.
  • Auch in Nigeria gab es einen Selbstmordanschlag. Dort allerdings in einer christlichen Kirche. Dabei starben 7 Menschen, es gab über 100 Verletzte. Bekannt hatte sich zu diesem und vorhergehenden Anschlägen Boko Haram.
  • Nachdem sich die Lage für die Rohingya in Birma zwischenzeitlich beruhigt hatte, sind die Verfolgungen wieder aufgeflammt. Menschenrechtsorganisaitonen, darunter Human Rights Watch, fordern die Regierung auf, aktiv etwas zum Schutz der muslimischen Minderheit zu unternehmen.
  • Das Zweite Vatikanische Konzil wurde vor 50 Jahren einberufen. Es war 1962 von Papst Johannes XXIII. organisiert worden, um die Kirche zu erneuern. Es dauerte an bis 1965 und beschloss den engeren Dialog mit Andersgläubigen, sprach sich explizit gegen Antisemitismus aus und erkannte die Religionsfreiheit rechtstaatlicher Ordnungen an.
  • Die ägyptischen Kopten haben ihr neues Oberhaupt gewählt. Drei Endkandidaten gab es nach der Wahl der Gläubigen, der 60-Jährige Tawadros wurde per Los bestimmt und ist nun das 118. Oberhaupt der Kopten.

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Wochenrückblick Woche 41

  • Die philippinische Regierung und die Führer der größten muslimischen Rebellengruppe (Moro Islamische Befreiungsfront, MLIF) haben sich am 07.10. auf ein vorläufiges Friedensabkommen geeinigt, welches die Schaffung halbautonomer muslimischer Regionen vorsieht. Bereits seit den 70er Jahren gab es Auseinandersetzungen um einen unabhängigen muslimischen Staat auf den mehrheitlich katholischen Philippinen. Im Laufe des Konflikts starben mehr als 120.000 Menschen.
  • Nachdem es bereits im Frühjahr zu einem tödlichen Angriff an einer jüdischen Schule gekommen ist, haben anti-semitische Handlungen in Frankreich zugenommen. Letzte Woche detonierte eine Granate vor einem jüdischen Lebensmittelladen und am vergangenen Wochenende waren Schüsse vor einer Synagoge gefallen. Die Polizei vermutet hinter allen Anschlägen muslimische Extremisten.
  • In Frankreich soll eine Kirche eventuell in eine Moschee umgewandelt werden. Die Pläne verursachen zwiespältige Reaktionen, auch wenn das Umfunktionieren von Gotteshäusern schon oft vorgekommen ist.
  • Der Berliner Schwulenverlag Bruno Gmünder hat eine Aktion gegen die Internetseite kreuz.net ins Leben gerufen. kreuz.net reizt mit antisemitischen und schwulenfeindlichen Artikeln. Ihre Betreiber sollen nun mit einer Belohnung von 15.000 € (der Betrag wächst ständig durch Spenden) ausfindig gemacht werden. Bereits zwei Tage nach Start der Aktion waren über 100 Hinweise eingegangen.

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