Schlagwort-Archiv: Rohingya

Historische Wahl in Myanmar bringt keine Besserung für Rohingya

Rohingya-Flüchtlinge in der myanmarischen Provinz Rakhine. (Foreign and Commonwealth Office via Wikimedia Commons unter OGL-Lizenz)

Rohingya-Flüchtlinge in der myanmarischen Provinz Rakhine.

Die Parlamentswahlen in Myanmar  vom 08.11. werden schon jetzt in den Medien als historische Wahl bezeichnet. Es ist seit 25 Jahren die erste freie demokratische Wahl und es gab eine überwältigende Wahlbeteiligung von 80%. Die Jubelrufe über den Sieg der Oppositionspartei Nationale Liga für Demokratie (NLD) übertönen die Stimmen, welche in den letzten Monaten und Jahren von der Situation der Rohingya-Muslime in Myanmar berichteten. Weiterlesen

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Wochenrückblick 25:2015

Die Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg. (Quelle: Andrew Shiva via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 3.0)

Die Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg.

Süd-Koreanische Fernsehshow wird für Buddhasatire kritisiert * Aufruf der Taliban zum Jihad der Rohingya gegen Buddhisten * China verbietet Staatsdienern das Fasten zum Ramadan * Tschad erlässt als zweites afrikanisches Land Burka-Verbot * 9 Tote bei Schießerei im US-amerikanischen Charleston * Israel erlaubt Muslimen Freitagsgebet in al-Aqsa-Moschee

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Wochenrückblick 21:2015

Die Lage Myanmars und seiner Nachbarländer in Südostasien. (Quelle: von Kolomaznik (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons, Bearbeitung: R. R.-Orlovius)

Die Lage Myanmars und seiner Nachbarländer in Südostasien.

Zwei Kinder der „Zwölf Stämme“ kehren zu Eltern zurück * Einlenken bei Rohingya-Flucht und Entdeckung von Massengräbern * Myanmar schränkt Geburtenraten bei religiösen Minderheiten ein * Niederlande erlässt Verbot zur Gesichtsverhüllung in der Öffentlichkeit * Christlicher Pastor plant Anschlag auf Muslime * Flüchtlinge in Hannover von Polizei misshandelt Weiterlesen

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Wochenrückblick 20:2014

 Ein skurriler Fall des Oberlandesgerichtes Frankfurt, neue Bauvorhaben im Bistum Limburg, die Reise des Papstes ins Heilige Land und die Eröffnung des 9/11 Memorial Museum – um nur einige Ereignisse der vergangenen Woche anzusprechen.

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Wochenrückblick 2013: Woche 21

  • Im burmesischen Bundesstaat Rakhine, in dem die gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Buddhisten und muslimischen Rohingya ihren Anfang nahmen, haben die zuständigen Behörden ein Kinderlimit für Muslime erlassen. Demnach ist es Muslimen nur erlaubt, zwei Kinder zu bekommen. Andere Glaubensrichtungen sind von dieser Einschränkung ausgenommen.

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Wochenrückblick 2013: Woche 18 und 19

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Wochenrückblick 2013: Woche 16

  • Der türkische Pianist Fazil Say wurde am Montag von einem türkischen Gericht zu 40 Tagen Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Er hatte über Twitter islamkritische Kommentare gesendet, die vom Gericht als Beleidigung der Religion gewertet wurden.
  • In Mogadischu, der Hauptstadt Somalias, sind bei der Stürmung eines Gerichts und der Zündung einer Autobombe mindestens 40 Menschen getötet wurden. Zu den Attentaten bekannte sich die Al-Shabaab-Miliz, die gegen die Übergangsregierung Somalias und für eine strenge, wahhabitisch beeinflusste, Auslegung des Islams kämpft.
  • In Burma (Myanmar) hat sich der ehemalige General und derzeitige Staatspräsident Thein Sein anlässlich des Neujahrfestes optimistisch über die Entwicklung seines Landes geäußert. „Schwarze Flecken“ auf der Demokratisierung des Landes seien jedoch die religiös motivierten Kämpfe, die zwischen muslimischen Rohingya und Buddhisten immer wieder aufbrechen.
  • Um der Diskriminierung von Seiten offizieller Stellen entgegenzuwirken, haben Aktivisten in Ägypten die Religionsangabe in ihrem Pass überklebt, mit Sprüchen wie „Geht euch nichts an“ oder einfach nur mit „Mensch“.
  • Bis zum 1. September läuft im Jüdischen Museum Berlin eine Ausstellung mit dem Titel „Die ganze Wahrheit über das Judentum“. Darin geht es nicht um eine ‚richtige Antwort‘ auf die Frage nach jüdischer Identität, sondern um individuelle Perspektiven auf das Judentum. Besonderer Blickfang dürften vor allem die „Juden in Vitrinen“ sein.

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Wochenrückblick 2013: Woche 2

  • kreuz.net ist wieder da: mit veränderter Farbgebung, nicht mehr anonymisiert, thematisch und stilistisch stark an kreuz.net angelehnt. Der Mann, der nun hinter der Seite steht – Günther Schneeweiß-Arnoldstein – lässt sich einordnen „zwischen aggressivem Rechtskatholizismus und klassischem Rechtsextremismus“, so die österreichische Intitiative Stoppt die Rechten.
  • Auch in New York ist Beschneidung ein Thema: Ultra-orthodoxe Rabbis hatten die Stadt verklagt, weil diese die traditionelle Beschneidung (inklusive Blutaufnehmens mit dem Mund und anschließendem Ausspucken) nur mit elterlicher Erlaubnis gestatten will. Ein Richter lehnte die Klage ab und machte damit den Weg für die neuen Regularien frei.
  • Ein Bundesgericht in Ohio erwägt, Veganismus als Religion anzuerkennen. Grund dafür ist eine Frau, die als Angestellte in einem Kinder-Krankenhaus eine Grippeschutzimpfung verweigerte, da im Herstellungsprozess Eier verwendet werden. Gegen die darauffolgende Kündigung ging die Frau rechtlich vor, indem sie ihre vegane mit einer religiösen Lebensweise verglich. Der Fall wurde zumindest zur Verhandlung zugelassen.
  • In Thailand wurden über 600 Rohingya in Lagerhäusern entdeckt, die von Menschenhändlern in ein drittes Land geschleust werden sollten. Die Menschen harrten bereits drei Monate in den Häusern aus und sollen nun zurück nach Birma gebracht werden, von wo sie wegen der Verfolgung der Rohingya geflohen waren.

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Jahresrückblick: Juni 2012 – Unruhen in Birma

Seit Juni 2012 halten die Auseinandersetzungen zwischen den buddhistischen Einwohnern und den dort ansässigen Muslimen (Rohingya) im Norden Birmas an. Auslöser war im Juni die Vergewaltigung einer jungen Buddhistin, die von Muslimen angegriffen wurde. Daraufhin schaukelten sich gegenseitige Übergriffe derart hoch, dass die Regierung Ausgangssperren verhängte und Tausende Muslime flohen. Hier findet ihr einen ausführlichen Artikel über die Ereignisse, für die bis heute keine Lösung gefunden wurde.

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Wochenrückblick Woche 43 und 44

  • Nach islamischem Kalender ist der Haddsch-Monat zu Ende gegangen. Traditionell ist dies der Monat der großen Pilgerreise nach Mekka. Der Monat endet mit dem Opferfest, bei dem mit der Opferung eines Tieres der Bereitschaft Abrahams gedacht wird, seinen eigenen Sohn Gott zu opfern.
  • Für die Besucher einer Moschee in Maymana, in der afghanischen Provinz Faryab, wurde das Opferfest nicht das fröhliche Feiern, auf das sie sich gefreut hatten. Beim Verlassen der Moschee nach den Gebeten zündete ein Selbstmordattentäter eine Bombe, riss über 40 Menschen mit sich in den Tod und verletzte über 50 weitere.
  • Auch in Nigeria gab es einen Selbstmordanschlag. Dort allerdings in einer christlichen Kirche. Dabei starben 7 Menschen, es gab über 100 Verletzte. Bekannt hatte sich zu diesem und vorhergehenden Anschlägen Boko Haram.
  • Nachdem sich die Lage für die Rohingya in Birma zwischenzeitlich beruhigt hatte, sind die Verfolgungen wieder aufgeflammt. Menschenrechtsorganisaitonen, darunter Human Rights Watch, fordern die Regierung auf, aktiv etwas zum Schutz der muslimischen Minderheit zu unternehmen.
  • Das Zweite Vatikanische Konzil wurde vor 50 Jahren einberufen. Es war 1962 von Papst Johannes XXIII. organisiert worden, um die Kirche zu erneuern. Es dauerte an bis 1965 und beschloss den engeren Dialog mit Andersgläubigen, sprach sich explizit gegen Antisemitismus aus und erkannte die Religionsfreiheit rechtstaatlicher Ordnungen an.
  • Die ägyptischen Kopten haben ihr neues Oberhaupt gewählt. Drei Endkandidaten gab es nach der Wahl der Gläubigen, der 60-Jährige Tawadros wurde per Los bestimmt und ist nun das 118. Oberhaupt der Kopten.

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