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Das islamische Gebet – Fünfmal am Tag oder doch nur dreimal?

Betende Muslime in der Ummaiyaden-Moschee in Damaskus. (Quellle: Antonio Melina/Agência Brasil via Wikimedia Commons unter Lizenz CC-BY-SA 3.0 BR)

Betende Muslime in der Ummaiyaden-Moschee in Damaskus.

Die fünf Pfeiler des Islams sind DIE Grundlagen, von denen in jeder Einführung zum Thema die Rede ist: Die Pilgerfahrt nach Mekka (Haddsch), die Almosensteuer (Zakat), das Fasten (Saum), das Glaubensbekenntnis (Schahada) und das fünfmalige Beten in Richtung Mekka (Salat). Nur, dass nicht alle Muslime fünfmal am Tag beten. Unter Schiiten ist es weit verbreitet, dreimal täglich zu beten. Begründungen – sowohl für drei- als auch für fünfmal – finden sich im Koran und in den Hadithen.

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Wochenrückblick 2013: Woche 8

  • Wenn es in der Schule Probleme mit Religion gibt, sind oftmals Christentum oder Islam involviert. Doch diesmal wurde eine Schule verklagt, die einen Yoga-Kurs anbietet. Da die Wurzeln von Yoga religiöser Natur seien, verstoße die anbietende Schule gegen die Religionsfreiheit. Die Schule in Kalifornien hingegen verteidigte sich, Yoga sei lediglich Teil des Fitnessprogramms und nicht religiöser Natur.
  • Auf den Orkney-Inseln wurden bereits 2008 auf einer Landzunge zwischen dem Loch of Stenness und Loch of Harray archäologische Grabungen vorgenommen. Die Funde stammen aus neolithischer Zeit, als Menschen zur Sesshaftigkeit übergingen. Die Landzunge von Brodgar liegt zwischen zwei Steinkreisen und das Finden hunderter Vieh-Skelette legt eine religiöse Nutzung des Geländes nahe.
  • Nach einem Anschlag auf Schiiten im pakistanischen Quetta am 16. Februar weigern sich die Angehörigen, ihre Verstorbenen zu beerdigen. Aus Protest wollen sie darauf verzichten, bis der Vorfall in Gänze aufgeklärt wurde. Bis dahin bleiben die Leichname in der Straße aufgebahrt – dies verleiht dem Protest zusätzliches Gewicht, da die Seele eines Verstorbenen nach muslimischer Auffassung erst mit dem Begräbnis zur Ruhe kommt.
  • In Russland wurde in der vergangenen Woche eine „Partei der Zehn Gebote“ begründet. Auch wenn sie von Christen gegründet wurde, soll sie ebenfalls Gläubigen anderer Religionen und Nicht-Gläubigen offen stehen. Allerdings ist sie noch nicht für Wahlen registriert.
  • Die Bischöfe Deutschlands haben auf ihrer Frühjahrstagung beschlossen, die Verabreichung der „Pille danach“ in katholischen Krankenhäusern zu erlauben. Dies gilt für Medikamente, welche die Befruchtung der Eizelle verhindern, jedoch nicht für solche, die eine bereits befruchtete Eizelle zerstören („Abtreibungspille“).
  • Erstmalig in der Geschichte Saudi-Arabiens haben Frauen Sitze in der Beratenden Versammlung (madschlis al-schura) erhalten. Auch wenn den 30 Frauen noch immer 130 Männer gegenüber stehen, ist es ein enormer Durchbruch.

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Aschura – Trauern mit Blut und Tränen

Aschura ist der Tag für islamische Trauerfeierlichkeiten, besonders im schiitischen Islam. Im Gedenken an die Schlacht von Kerbela und den Tod der Enkelsöhne des Propheten Muhammad trauern Männer und Frauen gleichermaßen: Erstere durch Selbstkasteiungen, letztere durch Singen und Weinen. Weiterlesen

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